In Berlin

Kiepenheuer & Witsch, Köln 1994, 170 Seiten
In Berlin ist ein Buch des Übergangs und ein durchaus gelungener Versuch, die beiden Seiten der Stadt literarisch miteinander zu verbinden. Gelungen nicht nur, weil dem Leser aus diesem Buch das Flair beider Seiten Berlins entgegenweht, sondern auch wegen seiner Unmittelbarkeit, seiner sinnlichen Ausstrahlung und der Unbedingtheit, mit der sich die Autorin darin selbst einbringt. Es ist nicht nur ein Buch über Berlin, sondern auch eine sensible Studie über Zuneigung und Kälte, über die Liebe und die Verletzlichkeit der Menschen. […] In Berlin ist weder Roman noch Reportage noch Autobiographie und hat doch von allem etwas. Es sind Aufzeichnungen, die weitgehend autobiographisch angelegt sind. Irina Liebmann, die selbst bis 1988 in Ost-Berlin lebte, schreibt sich in diesem Buch die eigenen Irritationen und Enttäuschungen von der Seele, die der Wechsel von einer Seite der Stadt in die andere, von einem System in ein anderes mit sich brachte.
Irina Liebmann – Biografie
Cornelia Staudacher: „Alles aufschreiben, keine Bewegung“
© Der Tagesspiegel, 17.04.1994













