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FLECKERLTEPPICH

1963 war es, als Willy Fleckhaus die Regenbogenfarben der Edition Suhrkamp entwarf. Und damals leuchteten sie besonders verheißungsvoll, »weil das Land dahinter so grau und verhangen war«, wie Die Zeit schrieb. Fleckhaus war der wohl einflussreichste Grafikdesigner der Nachkriegszeit, ein Autodidakt ohne Ausbildung, der optisch wegweisende Zeitschriften wie twen oder das FAZ-Magazin gestaltete. Beide gibt es nicht mehr, in der Edition Suhrkamp aber erscheinen bis heute jeden Monat vier Erstausgaben, mehr als 2100 Titel insgesamt. Ihr Inhalt soll »die Lage des zeitgenössischen Bewusstseins und die politische Situation in einer sich verändernden Welt darstellen«. Das Land ist wieder ziemlich grau und verhangen. Nur die Regenbogenfarben leuchten noch immer verheißungsvoll.

Edition Suhrkamp,
Design: Willy Fleckhaus, 1963.