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Studentenleben in Deutschland
Studieren im Baumhaus

Wenig Geld, aber keine Lust, bei den Eltern zu wohnen: Die meisten Studenten in Deutschland wünschen sich ein eigenes Heim. Den hohen Mieten in den Uni-Städten begegnen sie teils mit viel Einfallsreichtum. 

Von Claudia Isabel Rittel

  • <b>Im Studentenwohnheim</b><br><br>Irene wohnt in Mainz in einem Studentenwohnheim der Universität. Zu Beginn des Studiums wurde allen Studenten ein Platz in einem Wohnheim zugesichert, nur das Wunsch-Wohnheim ist es nicht immer geworden. Die Medizinstudentin teilt sich nun eine Wohnung mit einer Kommilitonin. „Hier haben Studenten alles was sie brauchen“, sagt sie. Die Appartements sind möbliert und die Nebenkosten fix. „Außerdem gibt es jede Woche Aktivitäten wie etwa die Studentenbar, das ist gut zum Leute kennenlernen.“ Foto: © Irene Irene
    Im Studentenwohnheim

    Irene wohnt in Mainz in einem Studentenwohnheim der Universität. Zu Beginn des Studiums wurde allen Studenten ein Platz in einem Wohnheim zugesichert, nur das Wunsch-Wohnheim ist es nicht immer geworden. Die Medizinstudentin teilt sich nun eine Wohnung mit einer Kommilitonin. „Hier haben Studenten alles was sie brauchen“, sagt sie. Die Appartements sind möbliert und die Nebenkosten fix. „Außerdem gibt es jede Woche Aktivitäten wie etwa die Studentenbar, das ist gut zum Leute kennenlernen.“
  • <b>Im Grünen</b><br><br>Für den Sommer 2018 hat Lili in ihrer Studienstadt Freiburg ein Baumhaus in vier Meter Höhe gebaut. Darin steht ein großes Bett, ein Schreibtisch und ein kleiner Schrank mit zwei Kochplatten. „Das fühlt sich unglaublich gut an und ich habe nicht das Gefühl, etwas zu vermissen“, sagt sie. Durch sechs Glasfenster schaut die Studentin der Umweltwissenschaften direkt ins Grüne. Auf einer kleinen Terrasse hat sie ein Waschbecken, darunter ein Kompostklo, zum Duschen geht es ins Schwimmbad oder in ihre alte Wohngemeinschaft. Foto: © Lili Bauer
    Im Grünen

    Für den Sommer 2018 hat Lili in ihrer Studienstadt Freiburg ein Baumhaus in vier Meter Höhe gebaut. Darin steht ein großes Bett, ein Schreibtisch und ein kleiner Schrank mit zwei Kochplatten. „Das fühlt sich unglaublich gut an und ich habe nicht das Gefühl, etwas zu vermissen“, sagt sie. Durch sechs Glasfenster schaut die Studentin der Umweltwissenschaften direkt ins Grüne. Auf einer kleinen Terrasse hat sie ein Waschbecken, darunter ein Kompostklo, zum Duschen geht es ins Schwimmbad oder in ihre alte Wohngemeinschaft.
  • <b>Im eigenen Haus</b><br><br>Philipp und seine Freundin Ivonne haben Ende 2015 gemeinsam Philipps 159 Quadratmeter großes Elternhaus in Köln gekauft. Zwei der vier Zimmer vermieten sie, um die Kosten für den Kredit tragen zu können. Das ist nicht immer einfach, da manch anderen Studenten der rund 15 Kilometer lange Weg zur Uni zu weit ist. Philipp und Ivonne macht das nichts aus. „Es ist schon toll viel Platz und Ruhe zu haben“, sagt Philipp, „und abends im Garten in der Hängematte liegen zu können.“ Foto: © Philipp Verfürth
    Im eigenen Haus

    Philipp und seine Freundin Ivonne haben Ende 2015 gemeinsam Philipps 159 Quadratmeter großes Elternhaus in Köln gekauft. Zwei der vier Zimmer vermieten sie, um die Kosten für den Kredit tragen zu können. Das ist nicht immer einfach, da manch anderen Studenten der rund 15 Kilometer lange Weg zur Uni zu weit ist. Philipp und Ivonne macht das nichts aus. „Es ist schon toll viel Platz und Ruhe zu haben“, sagt Philipp, „und abends im Garten in der Hängematte liegen zu können.“
  • <b>Im Mini-Eigenheim</b><br><br>Ihre eigenen vier Wände hat Lisa Maria auf einen Auto-Anhänger gesetzt. Darin hat sie auf 20 Quadratmetern alles, was sie braucht: Bett, Küche, Bad, Waschmaschine, Backofen und Spülmaschine. Den Ausschlag für das Tiny-House-Projekt, über das sie auch einen Videoblog führt, gab der starke Anstieg der Mietpreise in den vergangenen Jahren. Für 35.000 Euro hat die Philosophiestudentin nun ihr eigenes Haus in der Nähe von Karlsruhe. Sobald sie Bauland bekommt, möchte sie es dorthin umziehen und an die Wasser- und Stromversorgung anschließen. Foto: © Lisa Maria Koßmann
    Im Mini-Eigenheim

    Ihre eigenen vier Wände hat Lisa Maria auf einen Auto-Anhänger gesetzt. Darin hat sie auf 20 Quadratmetern alles, was sie braucht: Bett, Küche, Bad, Waschmaschine, Backofen und Spülmaschine. Den Ausschlag für das Tiny-House-Projekt, über das sie auch einen Videoblog führt, gab der starke Anstieg der Mietpreise in den vergangenen Jahren. Für 35.000 Euro hat die Philosophiestudentin nun ihr eigenes Haus in der Nähe von Karlsruhe. Sobald sie Bauland bekommt, möchte sie es dorthin umziehen und an die Wasser- und Stromversorgung anschließen.
  • <b>Im gemeinsamen Nest</b><br><br>In der Mainzer Neustadt wohnt die Jurastudentin Tessa zusammen mit ihrem Freund Andrej. Eine bezahlbare Wohnung zu finden sei ziemlich schwer gewesen, deshalb ist sie zu ihm in eine Wohnung gezogen, die er von einem Freund übernommen hatte – mit einem alten, günstigen Mietvertag. Jetzt haben sie gemeinsam 45 Quadratmeter und zahlen ohne Nebenkosten 500 Euro. Im Vergleich dazu, findet Tessa, sei ihre vorherige 28-Quadratmeter-Wohnung im Studentenwohnheim mit 420 Euro inklusive Nebenkosten sogar sehr teuer gewesen. Foto: © Tessa Schmitz
    Im gemeinsamen Nest

    In der Mainzer Neustadt wohnt die Jurastudentin Tessa zusammen mit ihrem Freund Andrej. Eine bezahlbare Wohnung zu finden sei ziemlich schwer gewesen, deshalb ist sie zu ihm in eine Wohnung gezogen, die er von einem Freund übernommen hatte – mit einem alten, günstigen Mietvertag. Jetzt haben sie gemeinsam 45 Quadratmeter und zahlen ohne Nebenkosten 500 Euro. Im Vergleich dazu, findet Tessa, sei ihre vorherige 28-Quadratmeter-Wohnung im Studentenwohnheim mit 420 Euro inklusive Nebenkosten sogar sehr teuer gewesen.
  • <b>In der Wohngemeinschaft</b><br><br>Seit sechs Jahren wohnt Niklas in einer Wohngemeinschaft am Stadtrand von Köln. Seine Eltern haben ihm das Haus zur Verfügung gestellt, wenn er für alle Kosten aufkommt. Zu fünft haben die Mitbewohner etwa 200 Quadratmeter Wohnfläche und einen großen Garten. „Das WG-Leben auf so einer großen Fläche gefällt mir sehr gut. So hat jeder genug Platz, um sich selbst zu verwirklichen, ohne die anderen zu stören“, sagt Niklas. „Ich kann mir nicht vorstellen in einer kleinen Wohnung zu wohnen.“ Foto: © privat
    In der Wohngemeinschaft

    Seit sechs Jahren wohnt Niklas in einer Wohngemeinschaft am Stadtrand von Köln. Seine Eltern haben ihm das Haus zur Verfügung gestellt, wenn er für alle Kosten aufkommt. Zu fünft haben die Mitbewohner etwa 200 Quadratmeter Wohnfläche und einen großen Garten. „Das WG-Leben auf so einer großen Fläche gefällt mir sehr gut. So hat jeder genug Platz, um sich selbst zu verwirklichen, ohne die anderen zu stören“, sagt Niklas. „Ich kann mir nicht vorstellen in einer kleinen Wohnung zu wohnen.“

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