16. April 2026
Goethe-Institut eröffnet wegweisenden Neubau in Dakar

Mit der Eröffnung eines neuen Institutsgebäudes nach dem Entwurf von Pritzker‑Preisträger Francis Kéré in Dakar dieses Wochenende setzt das Goethe‑Institut ein Zeichen für innovative Architektur, gesellschaftliche Teilhabe und transnationalen Kulturaustausch. Das Ensemble aus nachhaltigen Lehmziegelsteinen verbindet lokale Bauweisen mit internationaler Kulturarbeit und eröffnet neue Perspektiven.

Mit einem mehrtägigen Kulturprogramm eröffnet das Goethe‑Institut in Senegal seinen neuen Standort im Herzen Dakars. Der von Francis Kéré gestaltete Neubau steht exemplarisch für eine architektonische Haltung, die ökologische Innovation, lokale Ressourcen und zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit miteinander verbindet. Dakar kommt dabei als kulturelle und politische Metropole Westafrikas eine besondere Rolle zu. Ihre Strahlkraft reicht längst über den afrikanischen Kontinent hinaus. Das Gebäude zollt dieser Entwicklung Tribut und schlägt die Brücke nach Europa. Es wird ein wesentlicher Anlaufpunkt für den Austausch zwischen den beiden Weltregionen sein.
 
Staatsministerin Serap Güler sagte aus diesem Anlass: „Deutschland und Senegal pflegen enge Beziehungen und eine vielfältige Zusammenarbeit. Die Eröffnung des Neubaus des Goethe-Instituts in Dakar ist ein besonderer Meilenstein dieser Partnerschaft. Als Ort der Begegnung und des offenen Austausches wird der Neubau Senegal und Deutschland noch stärker miteinander verbinden.“

Die Architektur des neuen Instituts hebt sich nicht nur durch ihre markante Ästhetik ab, sondern formuliert zugleich einen kulturpolitischen Anspruch: Der Ort denkt Öffentlichkeit und Partizipation zusammen und schafft so neue Austauschformen. Offene Höfe, gemeinsame Lern- und Aufenthaltsbereiche sowie flexibel bespielbare Räume stärken die Rolle des Instituts als Ort der Begegnung und Kooperation. Hier entsteht ein Umfeld, das Ideen zusammenbringt, kulturellen Austausch ermöglicht und langfristige Partnerschaften fördert.
 
Die Präsidentin des Goethe-Instituts Gesche Joost betonte: „Mit dem Neubau unterstreicht das Goethe-Institut seine Rolle als zentraler Akteur der kulturellen Zusammenarbeit in Westafrika. Unser neuer Standort wird noch mehr Raum für Sprachunterricht, Ausstellungen und künstlerische Experimente bieten. Aber auch symbolisch wird er neue Räume schaffen: Für wichtige Diskurse und eine enge Anbindung an die lebendige Kulturszene Dakars. Wir als Institution sind stolz, gemeinsam mit Francis Kéré diesen Weg zu beschreiten.“

Das Eröffnungsprogramm verbindet die architektonische Vision des Gebäudes mit aktuellen Debatten über Innovation, Nachhaltigkeit und urbane Transformation durch Gespräche mit Francis Kéré und Vertreterinnen und Vertretern der senegalesischen Kulturszene. Zeitgleich feiert der Dokumentarfilm „Die Rote und die Graue Materie“ Premiere, eine Koproduktion der Deutschen Welle und des Goethe-Instituts. Er begleitet den Entstehungsprozess des Kéré-Neubaus und erzählt hautnah, wie nachhaltige afrikanische Baukultur in der Welt der Architektur wichtige Impulse setzt. Konzerte, Performances, eine Ausstellung von Studierenden Kérés sowie vielfältige Angebote rund um die deutsche Sprache öffnen den Neubau zugleich für die Öffentlichkeit und machen deutlich, wie das Institut künftig noch stärker im kulturellen Alltag Dakars verankert sein wird.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. www.goethe.de

Das Goethe-Institut ist seit 1978 in Senegal tätig. Die Sprachkurse am Institut erfreuen sich wachsenden Interesses. Im Zuge der Bildungskooperation Deutsch betreut das Goethe-Institut Senegal zudem landesweit über 200 Schulen und vier PASCH-Schulen mit ungefähr 22.000 Deutschlernenden. Neben der Vermittlung der deutschen Sprache setzt das Institut in Kooperation mit senegalesischen Partnern wichtige Impulse zu Themen wie Dekolonialisierung, Nachhaltigkeit, Museen der Zukunft oder Fachkräftemigration.

 
Kontakt
 
Annika Goretzki
Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906565
annika.goretzki@goethe.de

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