6. Mai 2026
Goethes Diwan: Internationale Perspektiven auf deutsche Gegenwartsliteratur

Im Mai und Juni 2026 lädt das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Netzwerk der Literaturhäuser anlässlich des 75. Jubiläums des Goethe-Instituts zu „Goethes Diwan“ ein. An vier Abenden treten die Autorinnen Judith Schalansky und Nino Haratischwili mit ihren Übersetzerinnen in einen Dialog über Literatur, Übersetzen und internationale Resonanz.
 

Der Ausgangspunkt der Literaturgespräche sind zwei vielbeachtete Romane der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: „Verzeichnis einiger Verluste“ von Judith Schalansky und „Das mangelnde Licht“ von Nino Haratischwili. Beide Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden und zeigen exemplarisch, wie deutschsprachige Literatur weltweit gelesen, interpretiert und weitergetragen wird.

Literaturgespräche in Berlin, Halle, Hamburg und Leipzig
In den vier Literaturhäusern begegnen die Autorinnen jeweils zwei ihrer Übersetzerinnen. Im Mittelpunkt der Literaturgespräche stehen die Werke, die spezifischen Herausforderungen beim Übersetzen sowie die Resonanz der Bücher und ihrer Themen in anderen Sprach- und Kulturräumen. Mehrsprachige Lesungen und Gespräche über die poetischen, politischen und emotionalen Ebenen der Texte eröffnen internationale Perspektiven auf die deutsche Gegenwartsliteratur.

Im Literaturhaus Leipzig (Montag, 11. Mai, 19.30 Uhr) sowie im Literaturhaus Halle (Dienstag, 12. Mai, 19.00 Uhr) spricht Judith Schalansky mit ihren Übersetzerinnen Lídia Nádori und Maria Bosom über die ungarische und katalanische Übertragung ihres Romans. Gemeinsam mit ihren Übersetzerinnen Barbara Fontaine und Maia Panjikidze diskutiert Nino Haratischwili im Literaturhaus Hamburg (Dienstag, 16. Juni, 19.30 Uhr) und im Literarischen Colloquium Berlin (Mittwoch, 17. Juni, 19.30 Uhr) über die französische und georgische Übersetzung von „Das mangelnde Licht“.

„Übersetzung ist ein zentraler Schlüssel für internationale Verständigung. Die weltweite Resonanz auf Werke wie die von Judith Schalansky und Nino Haratischwili zeigt, wie intensiv deutschsprachige Literatur heute global wahrgenommen wird. Übersetzungsförderung ermöglicht es, diese Vielfalt über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg zugänglich zu machen und den internationalen literarischen Austausch nachhaltig zu stärken“, erklärt Johannes Ebert, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender des Goethe-Instituts, anlässlich von „Goethes Diwan“.

Übersetzungsförderung baut Brücken
Die internationale Vermittlung deutschsprachiger Literatur und die Förderung von Übersetzer*innen gehören zu den zentralen Aufgaben des Goethe-Instituts. Seit seiner Gründung vor 50 Jahren wurde im Rahmen des Übersetzungsförderungsprogramms des Goethe-Instituts die Veröffentlichung von rund 7.000 Büchern in 45 Sprachen gefördert. „Goethes Diwan“ macht diese Arbeit sichtbar und bringt dabei Autorinnen, Übersetzerinnen und Publikum ins Gespräch über Literatur als Brücke zwischen Sprachen und Kulturen.

Karten für die Literaturgespräche sind an der Abendkasse und im Online-Vorverkauf der jeweiligen Literaturhäuser erhältlich.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm zum 75-jährigen Jubiläum des Goethe-Instituts steht zur Verfügung unter: www.goethe.de/75jahre

Die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum des Goethe-Instituts werden ermöglicht durch das Engagement folgender Unternehmen aus dem Wirtschaftsbeirat des Goethe-Instituts: Bertelsmann, BMW Group, Evonik Industries AG, Holtzbrinck, Volkswagen Konzern sowie Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit.

www.goethe.de 

Kontakt:

Yasmina Suleiman
Referentin Presse
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel. +49 89 15921 638
YasminaIsabelle.Suleiman@goethe.de

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