15. September 2026
Bundesaußenminister Johann Wadephul besuchte die Zentrale des Goethe-Instituts in München: Livestream für 4.400 Beschäftigte weltweit
Der Bundesminister des Auswärtigen Johann Wadephul besuchte heute die Zentrale des Goethe-Instituts in München. Den Auftakt des Besuchs bildete ein Gespräch mit der neuen Leitung des Goethe-Instituts zur strategischen Bedeutung des Kulturmittlers für die Außenpolitik der Bundesregierung. Im anschließenden Austausch mit Mitarbeitenden sprach Bundesaußenminister Wadephul seine große Anerkennung für die Arbeit des weltweiten Netzwerks aus. Seine Ansprache wurde für die rund 4.400 Beschäftigten weltweit live übertragen.
Bundesminister des Auswärtigen Johann Wadephul richtete Worte der Anerkennung an die Belegschaft: „Das Goethe-Institut ist eines unserer Aushängeschilder. Gerade weil es oft am Verständnis untereinander fehlt, brauchen wir Bindeglieder zwischen Gesellschaften, Nationen und Kulturen. Deswegen brauchen wir das Goethe-Institut.“
Gesche Joost, Präsidentin des Goethe-Instituts sagte: „Der Besuch von Bundesaußenminister Wadephul ist ein Zeichen der Wertschätzung und engen Zusammenarbeit zwischen dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt, um Deutschland durch Sprache, Kultur und Information mit der Welt zu verbinden. In Zeiten der Kriege und Krisen ist die Soft Power der Auswärtigen Kulturpolitik wichtiger denn je, denn es gilt, für Freiheit und Demokratie einzustehen – auch bei rauem Gegenwind.”
Bei einem Gespräch mit der Hausspitze des Goethe-Instituts tauschte sich der Bundesaußenminister mit der Präsidentin Gesche Joost, der Generalsekretärin Gitte Zschoch und der Kaufmännischen Direktorin Doreen Kirmse sowie dem zweiten Vizepräsidenten des Goethe-Instituts Nicolas Peter aus. Im Vordergrund stand die Bedeutung der Arbeit des Goethe-Instituts in Anbetracht geopolitischer Machtverschiebungen. Einigkeit bestand darüber, dass der digitale Wandel essenziell für die Handlungsfähigkeit der Institution ist und gezielt genutzt werden muss, um Angebote weltweit noch stärker in die Fläche zu bringen. Im engen Schulterschluss, auch mit Politik und Wirtschaft, wolle man gemeinsam in die Zukunft gehen.
In einem von Generalsekretärin Gitte Zschoch moderierten Austausch stellten Mitarbeitende Fragen zur Perspektive des Bundesaußenministers auf die Rolle des Goethe-Instituts sowie zu seinem Blick auf Deutschland und Europa. Gitte Zschoch betonte in diesem Gespräch, dass das Goethe-Institut sein Engagement in der Ukraine weiter stärkt. Dabei ging sie auf herausragende Projekte ein, so auch das Angebot „Lernen im Luftalarm”, das Sprachkursangebote auf spezifische Herausforderungen im Krieg anpasst: Die dort entwickelten Lösungen zeigten, wie Bildungseinrichtungen auch unter Bedingungen permanenter Unsicherheit handlungsfähig bleiben können, und besäßen damit Modellcharakter über die Ukraine hinaus. Gitte Zschoch schloss mit den Worten: „Unsere Welt wird sicherer, wenn Menschen sich vertrauen und Verständnis füreinander haben. Deswegen ist unsere kulturelle Präsenz in 100 Ländern so wichtig.”
Bilder des Besuchs finden Sie in unserem Bilderservice: www.goethe.de/bilderservice
Zu den Personen:
Gesche Joost ist seit November 2024 Präsidentin des Goethe-Instituts. Sie ist Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin und in verschiedenen Aufsichtsgremien tätig, u.a. im Kuratorium des ZKM und im Aufsichtsrat von ottobock und der ING DiBa.
Gitte Zschoch ist seit Juli 2026 Generalsekretärin und Vorstandsvorsitzende des Goethe-Instituts. Aktuell ist sie außerdem Präsidentin der von EUNIC, dem Netzwerk der Nationalen Kulturinstitute der Europäischen Union (European Union National Institutes for Culture).
Doreen Kirmse ist seit Januar 2026 Kaufmännische Direktorin und Finanzvorstand des Goethe-Instituts.
Nicolas Peter ist seit Anfang des Jahres zweiter Vizepräsident des Goethe-Instituts. Der Aufsichtsratsvorsitzende der BMW AG und Kuratoriumsvorsitzende der BMW Foundation Herbert Quandt ist dem Goethe-Institut überdies seit vielen Jahren als Mitglied im Wirtschaftsbeirat verbunden.
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit.
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