Gustav Wilhelmi „Meine Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in mehr als 25 Jahren“

Doris Doerrie Festival de Cine Alemán
Doris Dörrie - Deutsche Filmfestival 1999. | Foto: Goethe-Institut

Wir haben in dieser Zeit zahlreiche gemeinsame Projekte realisiert und ich erinnere mich an viele Anekdoten. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir jedoch das erste Festival des deutschen Films im Jahre 1999. Zur Eröffnung war Bin ich schön? von Doris Dörrie geplant, die nach Buenos Aires kam, um den Film zu präsentieren.

Wir besuchten mit ihr unter anderem die Bar „El Chino“ im Stadtviertel Pompeya. Doris Dörrie war so fasziniert von diesem Ort, dass der Besitzer der Bar, Jorge Garcés genannt „El Chino“, sie und uns alle in seine Wohnung einlud, die sich direkt hinter dem Lokal befand. So endete der Abend schließlich zwischen Tango und Anekdoten im Schlafzimmer von „El Chino“.

Nie werde ich den erstaunten und faszinierten Blick von Doris Dörrie vergessen, die diese surrealen Bilder in sich aufnahm, offensichtlich schon mit der Idee, sie später für ihre künstlerische Arbeit zu verwenden.
Als der argentinische Regisseur Germán Kral, ein Schüler von Doris Dörrie, einige Jahre später den Film Der letzte Applaus drehte, verriet er mir, dass es Dörrie gewesen war, die ihn angeregt hatte, einen Film über diesen Ort zu machen.

Bei den nunmehr 16 Ausgaben des Festivals des deutschen Films, das German Films in Buenos realisiert hat, konnten wir uns immer auf die bedingungslose Unterstützung des Goethe-Instituts verlassen. Dafür sind wir sehr dankbar.