Adriana Rosenberg „Eine aktive Brücke des Gedankenaustauschs"

Catherine David
Catherine David – City Editings PROA. 1999. | Foto: Goethe-Institut

Die Einladung von Catherine David, kurz nach Beendigung der eindrucksvollen documenta X, war eine der herausragenden Veranstaltungen, für die die Teams vom Goethe-Institut und Proa zusammengearbeitet haben. Die Ausstellung vereinte eine Gruppe von internationalen Künstlerkollektiven, die kritische Aspekte des Stadtlebens untersuchten. Catherine David zu diesem Zeitpunkt einzuladen war eine kühne Entscheidung und bedeutete aufgrund ihrer neuartigen Vorschläge eine Herausforderung für Proa. City Editings (1999) bestand aus eigens von der Kuratorin für den Anlass entworfenen und entwickelten Plattformen, die von einer großen  internationalen kulturellen Diversität zeugten. Während der Veranstaltungsreihe verwandelte sich der Hauptsaal von Proa in einen öffentlichen Diskussionsraum. Hier sprach Ricardo Piglia mit Catherine David und Andras Huyssen stellte seine kritischen Ideen über die neuen Urbanisierungsprojekte der Stadt Berlin vor. „Des Limites“ war das ausgewählte argentinische Projekt zur Problematik des verseuchten Riachuelo-Flusses, das in der Ausstellung mit seiner dokumentarischen Arbeit vertreten war, gleichzeitig aber auch verschiedene kollektive Aktionen am Riachuelo gestaltete.
 
Am Beispiel von City Editings wird die außerordentliche Eigenschaft des Goethe-Instituts sichtbar, eine aktive Brücke des Gedankenaustauschs und der künstlerischen Produktion zu schaffen und den Institutionen eine Vielfalt an aktuellen und zeitgenössischen Anregungen zu geben.