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©Doc au féminin
Workshop Doc au féminin
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Im Rahmen eines Workshops von Bimpa Produktion zum Thema Konzeption, Schreiben und Regie von Dokumentarfilmen sind im Jahr 2022 konkrete Filmideen entstanden.
Die Regisseurin und Produzentin Déborah Basa Kabambi initiierte daraufhin "Doc au féminin", einen Workshop zur Einführung in den Dokumentarfilm, der die besten Ideen bei ihrer Umsetzung unterstützt. Der Workshop wurde vom 19. bis 23. Juni im Kulturzentrum Plateforme contemporaine im Rahmen des Festivals Vision Documentaire veranstaltet. Die ausgewählten Frauen haben alle ihre eigenen Filmprojekte, die sie gemeinsam mit dem Team von Doc au féminin entwickelt haben. Der Workshop wurde von der Regisseurin, Produzentin und Präsidentin der Vereinigung der Filmschaffenden Frauen im Kongo, Clarisse Muvuba, und dem Dokumentarfilmer Moimi Wezam geleitet.
Die Themen waren die Strukturierung eines Filmdossiers und die Techniken zur Herstellung eines Dokumentarfilms sowie die Grundlagen eines Dokumentarfilms. Am Ende wurden zwei Filmideen ausgewählt, die von den Teilnehmerinnen gemeinsam umgesetzt werden. Eine der ausgewählten Filmideen trägt den Titel "Le combat d'Esther" (Esthers Kampf). Er wird als Gruppenprojekt von Esther Mena, Schekinah Nzingili und Merdie Moyo realisiert. Der Film handelt von der 17-jährigen Bénie, die von einem ihrer Klassenkameraden sexuell belästigt wird. Ihre ältere Schwester Esther erfährt davon und setzt sich aktiv für den Schutz ihrer Schwester ein. Da sie selbst Jahre zuvor Opfer einer Vergewaltigung wurde und ihr Leben seitdem nicht mehr dasselbe ist, entscheidet sich Esther, auch andere Frauen zu unterstützen, macht ihre Erfahrung öffentlich und fängt an, in Schulen, Kirchen und Familien über sexuelle Gewalt aufzuklären. Der Film reagiert damit auf Themen, die viele Frauen in Kinshasa betreffen, die aber oft nicht in der Öffentlichkeit angesprochen werden.
Der Titel des zweiten Films lautet "Ata Ndele" und wird von Bibiane Bola und Prisca Djemba inszeniert."Ata Ndele" ist ein Ausdruck auf Lingala und bedeutet: "Eines Tages wird es besser". Das Thema des Films ist das Unternehmertum, das in der Demokratischen Republik Kongo, wo die Arbeitslosenquote bei 70 % liegt, oft die einzige Möglichkeit ist, Geld zu verdienen. Bibiane, die Hauptfigur des Films, versucht sich als Unternehmerin durchzusetzen, aber schafft es nicht, ihre Ziele zu erreichen. Sie gibt aber nicht auf, und gemeinsam mit der Hauptfigur taucht der Film in die stürmischen Tiefen des Unternehmertums in Kinshasa ein.