Rencontre Internationale d’Art Contemporain
Eine Plattform für den Austausch, die Förderung und die Verbreitung der bildenden und darstellenden Künste in Zentralafrika.
Afrikanisches Kulturerbe
Seit 2012 organisieren LES ATELIERS SAHM jedes Jahr das Rencontre Internationale d’Art
Contemporain (RIAC) über das Afrikanisches Kulturerbe.
Zeuge der Vergangenheit oder nachhaltiger Reichtum für die Zukunft?
Einen ganzen Monat lang versammelte die RIAC in Brazzaville rund hundert Künstlerinnen, Kritikerinnen und Kunstfachleute aus dem Kongo sowie aus anderen Ländern Afrikas und der Welt.Im Mittelpunkt des Projekts standen die Workshops für junge Künstlerinnen, die von internationalen und afrikanischen Expertinnen in verschiedenen Disziplinen organisiert wurden: Video, Malerei, Fotografie, Performance, Kunstkritik, Theater, Tanz, Slam, kreatives Schreiben und Lecture-Performance. Dieser Austausch ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre kreativen Grundlagen zu festigen, neue Kompetenzen zu erwerben und sich für innovative künstlerische Ansätze zu öffnen.
Parallel dazu bot die RIAC ein multidisziplinäres Programm, das der breiten Öffentlichkeit zugänglich war: Tanzaufführungen, Theaterstücke, Konzerte, Performances, Filmvorführungen, Diskussionsrunden, öffentliche Lesungen und Gemeinschaftsausstellungen.
2025 – THEMA DER 11. AUSGABE:
Zeuge der Vergangenheit oder nachhaltiger Reichtum für die Zukunft?
Die Ausgabe der Rencontre Internationale d’Art Contemporain (RIAC) im Jahr 2025, die von LES ATELIERS SAHM in Brazzaville organisiert wurde, befasste sich mit einem Thema von zentraler Bedeutung und brennender Aktualität: dem afrikanischen Kulturerbe. Sie griff vor allem eine Frage auf, die sich mit Nachdruck stellt: Soll dieses Erbe als bloßer Zeuge einer glorreichen Vergangenheit oder als nachhaltige Ressource für die Gestaltung der Zukunft betrachtet werden?Zunächst einmal darf nicht übersehen werden, dass dieses Thema in einem Kontext steht, in dem die Debatten über die Rückgabe von Werken, die von den ehemaligen Kolonialmächten geraubt wurden, immer mehr an Bedeutung gewinnen. Afrika, das lange Zeit seiner kulturellen Schätze beraubt war, steht heute im Mittelpunkt einer breiten Bewegung der Wiederaneignung. Über diese Dynamik der Rückgabe hinaus geht es aber auch darum, neu zu überdenken, wie zeitgenössische Künstler*innen dieses Erbe wieder aufgreifen und daraus neue, von Modernität geprägte Interpretationen entwickeln.