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9:00–17:00 Uhr

Symposium ‘Once upon a time, the birth of Staat Kamerun 1884-1914’.

Kolloquium |Erforschen und diskutieren Sie die Verbindungen zwischen Erinnerung, künstlerischem Schaffen und historischem Erbe.

  • National Museum /Musée National

  • Sprache Englisch, Französisch
  • Preis Kostenfrei

banniere-site-web-symposium695 © Goethe Institut Kamerun

Die vom Nationalmuseum, doual'art und dem Goethe-Institut getragene Ausstellung „Es war einmal die Geburt des Staates Kamerun 1884-1914“ erkundet die historische Landschaft Kameruns unter der deutschen Kolonialherrschaft und zeigt die tiefgreifenden kulturellen und sozialen Umwälzungen, die in diesen dreißig Jahren durchgesetzt wurden. Die Ausstellung verfolgt die kolonialen Grenzen, die einst Völker und verschiedene Traditionen trennten und die Geburt Kameruns als Verwaltungsstaat markierten. Sie konfrontiert mit der erzwungenen Unterwerfung unter koloniale Normen, die althergebrachte Bräuche, soziale und spirituelle Bindungen störten und schließlich zu einer dauerhaften Identitätskrise führten.
In diesem Sinne werden über die Ausstellung hinaus Gespräche und Diskussionen im Rahmen eines Symposiums stattfinden.
Dieses Symposium soll vom 19. bis 21. Februar 2025 im Nationalmuseum drei grundlegende Fragen untersuchen: :
- Die Rückgabe, die Rückführung von Objekten und Archiven, die in ausländischen Institutionen gehalten werden, aber auch in Kamerun vorhanden und verstreut sind. Stellt sich die Frage nach dem Platz des Objekts in der Identitätssuche der Kameruner? Um welche Suche handelt es sich: Um den Stolz auf die Wiedererlangung des verlorenen Objekts = Trophäe? Die Suche nach der Wiederansiedlung einer dem Objekt innewohnenden Spiritualität? Welche Rolle kann der Gegenstand, der in einem vergangenen Jahrhundert hergestellt wurde, im 21. Jahrhundert spielen? Muss das Objekt endgültig zurückkehren oder kann es virtuell oder vorübergehend zurückkehren, was differenzierte Verfahren der Zusammenarbeit impliziert?
- Die Geschichte Kameruns unter deutscher Herrschaft, Kenntnis des Themas oder Reminiszenz.
Ist sie ein gemeinsames Erbe aller Kameruner? Wird sie als Perversion der ursprünglichen Cutures erlebt?Wird sie als unausweichlich angesehen (wie alle anderen westlichen Kolonialisierungen in dieser Zeit), aber zu einer Gelegenheit zur Neuerfindung des Selbst geworden?
- Zeitgenössisches Kunstschaffen, ganz gleich in welchem Bereich (Literatur, bildende Kunst...), ist eine Brücke zwischen dem Realen und dem Imaginären.Kann sie als Trägerin von Diskursen und Ästhetik zwischen dem Greifbaren (Objekt, historische Fakten) und dem freien Denken vermitteln?Ist sie ein Faktor der Neuinterpretation, des Verständnisses, der Interpellation, der Projektion?