Porträt Frank Wolff

Frank Wolff
Frank Wolff | Frank Wolff

Frank Wolff, geboren 1945, studierte zunächst Musik in Freiburg, dann Philosophie bei Theodor Adorno in Frankfurt. In seiner Sturm- und Drangzeit war er Sprecher in der 68er-Studentenrevolte, blieb aber gleichzeitig doch seinem Cello und der Musik treu.

1977 entwickelte Frank Wolff erste Konzertcollagen und verbindet seitdem Musik mit Poesie. 1981 gründete er die Rockband „Frankfurter Kurorchester“ und ging mit ihr auf Auslandstournee. Ab 1997 folgten Duo-Projekte mit der Pianistin und Sängerin Anne Bärenz. Mit jungen Künstlern initiierte er 2002 das „Neue Frankfurter Schulorchester“. Frank Wolff überrascht sein Publikum in Solo-Projekten mit neuen Sounds und Oberton-Techniken.

1. Womit haben Sie sich in der letzten Zeit beschäftigt?

Mit Proben für unser Konzert in China, mit einer Goethe-Lesung und mit dem neuen Soloprogramm "Frank & frei - mit dem Cello um die Welt".

2. Wann und wie kamen Sie zum ersten Mal in Berührung mit China?

1993 bei der Konzertreise mit dem einstigen Frankfurter Kurorchester in China.

3. In welcher Weise hat die Begegnung mit China Ihr Schaffen oder Ihr Leben beeinflusst?

Sie hat meine Tonmalerei inspiriert und einige Gedichte. Außerdem genieße ich die chinesische Küche und interessiere mich für die chinesische Medizin, aber auch für die chinesische Geschichte.

4. Was war Ihr schönstes Erlebnis in China?

Der Besuch eines stillen Teehauses auf einer kleinen Insel mitten im betriebsamen Guangzhou.

5. Was war Ihr unerfreulichstes Erlebnis in China?

Eine gefährliche, hektische Fahrt mit einem kleinen Bus.

6. Haben Sie eine chinesische Lieblingsspeise?

Dim Sum, aber auch fein gewürztes Gemüse mit gebratenem Fleisch oder Fisch.

7. Was ist für Sie „typisch chinesisch“?

Eine gewisse Gelassenheit bei allem, was passiert, sei es schön oder unschön.

8. Welche Kulturleistung aus China beeindruckt Sie am meisten?

Der Film "Auf Wiedersehen, meine Konkubine".

9. Mit wem in China würden Sie gerne einen Tag tauschen?

Mit dem Kapitän eines Ausflugsschiffes in Shanghai, das hinausfährt ans Meer.

10. Welche Gewohnheit oder Idee aus China würden Sie gerne in Deutschland übernehmen?

Einfach mal ohne Verabredung bei Bekannten vorbeigehen und Tee trinken und sich schön unterhalten.