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Ein Spiel für unseren Platz

Ein überdimensionales Brettspiel wird auf öffentlichen Plätzen gespielt und erzeugt einen Moment, der mögliche Alternativen zum alltäglichen Geschehen aus der Perspektive von Frauen erprobt. Als Spiel auf Plätzen in Algier eröffnet es einen anderen Blick auf die Bedeutung von urbanen Räumen und deren Regeln. So möchte das Goethe-Institut mit dem Projekt „Ein Spiel für unseren Platz“ Frauen und ihre Rolle im öffentlichen Raum stärken.
 

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  • Ein Spiel für unseren Platz © Judite Ferreira
  • Ein Spiel für unseren Platz © Judite Ferreira
  • Ein Spiel für unseren Platz © Judite Ferreira
  •  © Judite Ferreira

Die eigene Stadt als Spielbrett wahrnehmen – welche Bedeutung kann dies für Frauen in ihrem alltäglichen Leben haben? Seit 2019 erfährt Algerien gesellschaftliche und politische Veränderungen und nicht zuletzt spielte hierbei der öffentliche Raum eine erhebliche Rolle: Er ist maßgeblicher Schauplatz des gesellschaftlichen Wandels. Die öffentliche Beteiligung von Frauen wird jedoch immer wieder vernachlässigt, so werden beispielsweise Vereine und Nachbarschaftskomitees bis heute in der Regel von Männern dominiert. Die Beobachtung von städtischen Räumen zeigt in Algerien deutlich: Frauen nutzen tagsüber bevorzugt Orte, an denen bereits andere Frauen verweilen. Abends werden diese dann wieder von Männern eingenommen. Allerdings lässt sich seit geraumer Zeit eine verstärkte Teilnahme von Frauen an verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen erkennen. Vor allem die Freitagsdemonstrationen haben ein zunehmendes Interesse von Frauen gezeigt, am Wandel öffentlicher Räume mitzuwirken.

Spielerisch sein UmFeld wahrnehmen

Das Goethe-Institut möchte nun algerischen Frauen die Möglichkeit geben, ihre eigene Situation und ihr Umfeld in spielerischer Weise aktiver wahrzunehmen und zu reflektieren. Die deutsche Künstlerin Pia Lanzinger hat dazu ein Spiel entwickelt und wird es zusammen mit der algerischen Kulturmanagerin Ikram Hamdi Mansour an geeigneten Plätzen in Algier anbieten. Es lädt Frauen dazu ein, den öffentlichen Raum in ihrer Weise und nach ihren Vorstellungen zu nutzen, hier Zeit zu verbringen und bei Nutzung und Gestaltung mitzubestimmen. Sie können dabei ihre Ideen, Erfahrungen sowie ihre Fähigkeiten einbringen und kreativ mitwirken. Festgefahrene soziale Strukturen werden öffentlich thematisiert, indem ein auf den Boden gezeichnetes Spielfeld mögliche Konfliktsituationen aufgreift und analysiert. Mit großen Würfeln können dann die Mitspielerinnen Zug um Zug nach Einsichten und Lösungen suchen. Die Bedingungen, denen Frauen speziell in dieser Stadt ausgesetzt sind, samt der daraus resultierenden Bedeutung für ihren Alltag und ihre Zukunftsperspektiven, können so spielerisch in Handlungsoptionen umgewandelt werden.

„Ein Spiel für unseren Platz“ realisiert somit eine künstlerische Strategie, in der sich Recherche, Emanzipation und Partizipation verbinden und dadurch auf den Alltag von Frauen einwirken können. Unterschiedliche Interessen treffen zusammen und Akteurinnen werden angeregt, motiviert und gefordert, sodass alternative Handlungsmöglichkeiten gemeinsam überlegt und erprobt werden.

Besuchen Sie hier die projekteigene Website: www.un-jeu-pour-notre-place.net/de



Ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert durch das Auswärtige Amt.
 
 


Auftakt für das Projekt

Im ersten Workshop „Femmes et Espaces Publices“ (zu Deutsch „Frauen und öffentliche Räume“) diskutierten die Teilnehmerinnen die Bedeutung der öffentlichen Räume, ihre Erfahrungen und ihre Rolle in diesen Räumen, sowie auch ihre eigene Vision zur Gestaltung der öffentlichen Räume in Algier. Hierfür wurde die Kasbah (Altstadt) besucht, in kleinen Arbeitsgruppen haben sich die Frauen gemeinsam ausgetauscht und diskutiert. Dabei sind Schemas und Skizzen entstanden, die ihre Vorstellungen und Wünsche für den öffentlichen Raum festhalten. Hier kriegst du einen Einblick in die Aktivitäten:

  • Ein Spiel für unseren Platz - Workshop Foto: Khadidja Markemal © Goethe-Institut
  • Ein Spiel für unseren Platz - Workshop Foto: Khadidja Markemal © Goethe-Institut
  • Ein Spiel für unseren Platz - Workshop Foto: Khadidja Markemal © Goethe-Institut
  • Ein Spiel für unseren Platz - Workshop Foto: Khadidja Markemal © Goethe-Institut
  • Ein Spiel für unseren Platz - Workshop Foto: Khadidja Markemal © Goethe-Institut
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