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Band des Monats
Nuage & Das Bassorchester

3 junge Männer vor Schaltwand
Nuage & Das Bassorchester | © Thomas Westner

„Songs, die so klingen, wie der Keller aussah“, so wird die Musik der jungen (Post-)Punk-Band aus einem kleinen Ort des Ruhrgebiets beschrieben. Nuage & Das Bassorchester nennt sich die Gruppe aus Bergkamen, die 2014 anfing, aus der Kleinstadt-Langeweile heraus selbstaufgenommene Songs ins Internet zu stellen und zwei Jahre später ihr Debütalbum „Ästhetisch. Sympathisch. Kaputt.“ veröffentlichte.

#NuageDuArsch

Im Schulorchester trafen die beiden jetzt ehemaligen Schüler, Julian Nowakowski (Gitarre) und Philip Langenbach (Schlagzeug) aufeinander, als die Idee aufkam, eine eigene Band zu gründen. Dabei handelte es sich allerdings noch nicht um Nuage & Das Bassorchester, sondern es brauchte mehrere Bandnamen und Konstellationen, bis sich die aktuelle herauskristallisierte.

Am Anfang war es nur „Nuage“. Der Grund: „einfach wegen dem Klang“, so Philip. Später trat der Bassist David Langenbach live mit der Band auf und so entstand der Name "Nuage & Das Bassorchester". So einfach ist das!   
        
So wurden viele Lieder selbst aufgenommen und nachher ins Internet gestellt, in der Hoffnung, mehr Leute zu erreichen.

Ästhetisch. Sympathisch. Kaputt.

Pogo McCartney, der Bassist der Band „Messer“, war es, der die Gruppe entdeckte und ihr anbot, weitere Songs aufzunehmen. Diese wurden dann von Christian Bethge im Rama Tonstudio in Mannheim gemischt und im Jahr 2016 auf bis zu 200 Platten gepresst und unter dem Namen Ästhetisch. Sympathisch. Kaputt. veröffentlicht. Es folgten viele Konzerte in den Niederlanden, Deutschland und Österreich, unter anderem auch mit Bands wie Drangsal, Messer, Gewalt, Ton Steine Scherben, Karies und Friends Of Gas.
 

Schlechtgelaunteste Tanzmusik, die man sich vorstellen kann

Geprobt haben die drei in einem kleinen Keller, dessen Atmosphäre oft in den Songs wiederzufinden ist. Die Texte stehen da weniger im Vordergrund. „Man muss dazu sagen, dass wir alle drei gar nicht singen können“, sagt David in einem Radio-Interview. Der Gesang soll lediglich das Anhören der Lieder amüsanter machen. Und das tut er auch. Mit den direkten Texten und dem kratzigen Bass schafft die Band eine Kellerclub-Stimmung. „Bei Songs wie Meine Schuld oder Tanzlied (gegen dich) kann man feuchte Wände und klebrige Böden fast fühlen“, so M. M. Mays.

Ich weiß nicht mehr, wer du bist.                   
Aber das wusstest du ja                              
- zum Glück -                                                    
auch noch nie.                                         
Du warst aber immer wer.                                
Ich guck lieber weg.
Das, was du sein willst,                              
bist immer noch nicht du.


(aus Tanzlied (gegen dich))

Es lohnt (sich)

Zwischen den ganzen Auftritten und Konzerten wurde Nuage & Das Bassorchester von This Charming Man Records unter Vertrag genommen. Im Herbst 2018 soll ein neues Album namens Es lohnt veröffentlicht werden, dessen Songs erneut von McCartney aufgenommen und von Bethge gemischt worden sind.

Über das neue Album sagt das Indie-Label aus Münster, dass nach dem erfolgreichen Debüt endlich ein „lang ersehnter Nachfolger“ käme.

Zwar gebe es noch viele Gemeinsamkeiten mit dem ersten Album, „der Sound [sei] insgesamt immer noch verdammt dreckig und kernig, emanzipier[e] sich jedoch kräftig von den großen Vorbildern“.

Mit verschiedenen Instrumentationen von „krachigem Post-Punk“ bis hin zu „nach Wave/Goth klingenden Vocals“ überzeuge die Band in den acht neuen Songs.

„Wenn man so will, ist das in diesen Momenten die schlechtgelaunteste Tanzmusik, die man sich vorstellen kann“, so das Münsteraner Label.

Seit dem 15. September laufen die Vorbestellungen für das Album, welches am 26. Oktober zu kaufen ist. So wie es der Name sagt: „Es lohnt (sich)".

 

DISCOGRAPHIE:

2015 Kaputt (EP)
2016 Ästhetisch. Sympathisch. Kaputt.
2018 Es lohnt

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