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Wohnen früher und heute
Mit Heinrich Heine auf Wohnungssuche in Paris

Eine von Heines Wohungen in Paris
© Sophia Höff

Wer in Paris eine Wohnung sucht, hat es nicht leicht – vor allem, wenn die Wohnung besondere Ansprüche erfüllen soll. „Früher war alles besser“ heißt eine Redensart. Aber stimmt das überhaupt? Wir haben Heinrich Heine, der von 1831 bis 1856 in Paris lebte, zu diesem Thema befragt. Er ist ein Experte, wenn es um den Pariser Wohnungsmarkt seiner Zeit geht, denn er ist 15 Mal umgezogen. Wie in einem Interview nicht anders zu erwarten, handelt es sich bei seinen Antworten um Originalzitate.

Von Sophia Höff

Ankunft in Paris

Herr Heine, Ihre erste Adresse in Paris war 1831 das Hotel de Luxembourg in der Rue Vaugirard 54. Es lag direkt am Jardin de Luxembourg. Wie ist Ihr Eindruck von dieser Unterkunft?
 
Heinrich Heine: Ich habe zuletzt in Hamburg ein unerquickliches Leben geführt, ich fühlte mich nicht sicher, und da mir eine Reise nach Paris schon längst im Gemüthe dämmerte, so war ich leicht beredet als mir eine große Hand gar besorglich winkte. Indessen: Fliehen wäre leicht, wenn man nicht das Vaterland an den Schuhsolen mit sich schleppte! Ich parodire Danton mit Schmerzen. Es ist schmerzlich, im Luxenburg spatzieren zu gehen und überall ein Stück Hamburg oder ein Stück Preußen oder Bayern an den Schuhsolen mit sich herum zu schleppen!
 
Ja, ich verstehe. Schon nach weniger als einem Jahr sind Sie dann in die Rue de l'Echiquier 38 gezogen. Ihr Freund August Lewald war damals zu Besuch bei Ihnen und äußerte sich folgendermaßen: „Ehe ich Paris verließ, bezog Heine eine neue Wohnung in der Rue de l'Echiquier, au second, die er von einer alten Dame gemiethet hatte; sie lag im zweiten Hofe eines geräumigen Hotels, in welchem Gras wuchs und eine Totenstille lagerte.“ Das klingt nicht gerade nach einer belebten und freundlichen Nachbarschaft. Was hat sie dazu bewogen, dort einzuziehen?
 
Die Ruhe ist meine größte Leidenschaft.
 
Ah ja. Diese Liebe für Ruhe und Stille fiel auch Ihrem Freund Lewald auf und er machte sich deshalb Sorgen um Sie. Lassen Sie mich ihn kurz zitieren: „In Paris wählt er [er meint Sie, Herr Heine] lange, bis er eine Wohnung findet, die ihn in der bezeichneten Hinsicht zufriedenstellt. Die einsamsten, entlegensten Straßen sind ihm die liebsten; und nun wählt er wieder einen einsamen, stillen Hof, oft den zweiten, dritten, wenn es seyn kann, weit weg vom Geräusche und Treiben des Lebens; kein Stall, kein Waschhaus, kein Handwerker darf in der Nähe seyn. Dann erst fühlt er sich wohl.“ Das sind ja wirklich ungewöhnliche Ansprüche an eine Großstadt. Ab März 1833 haben Sie im Hôtel d'Espagne, in der Rue des Petits-Augustins 4 (heute Rue Bonaparte) gewohnt. Haben Sie dort Ruhe gefunden?
 

Meine Wohnung in der Stadt, wo ich ein Jahr die völligste Ruhe genossen, hatte ich behalten, und Unglücklicher Mensch bey meiner Rückkehr [Red. aus dem Sommerurlaub] ist eine Familie mit entsetzlichem Spektakel und Kindergeschrey grad unter mir eingezogen.
 
So ein Pech! Das war im Oktober 1833, nicht wahr? Sie werden Ende Dezember 1835 ins Grand Hotel de Bristol in der Rue Traversière 22 (heute Rue Molière) umsiedeln. Sie schrieben damals an Ihren Verleger Julius Campe: „Ich werde nemlich diesen Winter ins bewegteste Quartier ziehen und mich im Mittelpunkt des geselligen Lebens herumtreiben.“ Dort haben Sie sicher auch keine Ruhe gefunden, oder?
 
Nur auf einige Tage war ich rue Traversière abgestiegen bis mein neues Appartement fertig wurde. Dieses ist prächtig und wollüstig angenehm.
 
  • 54 Rue Vaugirard54 Rue Vaugirard © Sophia Höff
    54 Rue Vaugirard
  • 38 Rue d38 Rue de l'Équiquier © Sophia Höff
    38 Rue de l'Équiquier
  • 4 Rue Bonaparte © Sophia Höff
    4 Rue Bonaparte
  • 22 Rue Molière © Sophia Höff
    22 Rue Molière
  • Cité Bergère © Sophia Höff
    Cité Bergère
  • 3 Cité Bergère © Sophia Höff
    3 Cité Bergère
  • 21 Rue de la Victoire © Sophia Höff
    21 Rue de la Victoire
  • 9 Rue de Liège © Sophia Höff
    9 Rue de Liège
  • 64 Rue de Passy © Sophia Höff
    64 Rue de Passy
  • 54 Rue d'Amsterdam © Sophia Höff
    54 Rue d'Amsterdam
  • 65 Rue de Faubourg © Sophia Höff
    65 Rue de Faubourg
  • 23 Rue des Martyrs © Sophia Höff
    23 Rue des Martyrs
  • 25 Rue Bleue © Sophia Höff
    25 Rue Bleue
  • 72 Rue du Faubourg © Sophia Höff
    72 Rue du Faubourg
  • 3 Avenue Matignon © Sophia Höff
    3 Avenue Matignon

Das Leben zu zweit und manchmal auch zu dritt

Ach so, meinen Sie das Appartement in der Rue du Faubourg-Montmartre, Cité Bergère Nr. 3? Ihr Freund Franz Grillparzer hat seinen Besuch bei Ihnen in seinem Tagebuch festgehalten. Erlauben Sie, dass ich ihn kurz zitiere: „Tolle Wirthschaft. Denn er [Heine] wohnt da in ein paar der kleinstmöglichen Stuben mit einer oder zwei Grisetten, denn zwei waren eben da, die in den Betten herumstörten, von denen er mir eine, eben nicht zu hübsche, als seine petite bezeichnete. Das zweite noch kleinere, Heines Arbeitszimmer, bekam durch die Spärlichkeit der Möbel fast das Ansehen des Geräumigen oder doch des Geräumten. Seine ganze ostensible Bibliothek bestand in Einem, wie er sagte, entlehnten Buche.“ Auf eine gemütliche Einrichtung haben Sie damals wohl keinen Wert gelegt…
 
Gottlob daß ich dem alten Taudi entronnen. Mein neues Appartement würde Ihnen gefallen: die Zimmer groß, besonders der Speisesaal, große Spiegel, prächtige goldne Verzierungen, purpurne Bett- und Fensterdekorazionen, kurz ein glänzender Ruin.
 
Jetzt sprechen Sie von der Wohnung in der Rue des Martyrs 23, in die Sie im Juli 1838 eingezogen sind. Aber lange hat es Sie dort nicht gehalten… Kurz darauf im September 1840 sind Sie in die Rue Bleue 25 gezogen.
 
Wir haben eine neue Wohnung bezogen; und wunderhübsch eingerichtet hat mich meine Frau.
 
Wenn Sie von Ihrer Frau sprechen, meinen Sie Fräulein Mirat, mit der Sie damals zusammenlebten, aber noch nicht verheiratet waren. Gab das nicht Anlass zu viel Klatsch und Tratsch?
 
Den 31 August [1841] heurathete ich Mathilde Creszentia Mirat, eine hübsche junge Person mit der ich mich schon länger als sechs Jahr tagtäglich zank[t]e. Sie ist jedoch vom edelsten und reinsten Herzen, gut wie ein Engel, und ihre Aufführung war während den vielen Jahren unseres Zusammenlebens so untadelhaft, daß sie von allen Freunden und Bekannten als ein Muster der Sittsamkeit gerühmt wurde.
 
Als frisch Vermählte sind Sie gemeinsam in die Rue de Faubourg-Poissonnière 46 (heute 72) gezogen, wo Sie fünf Jahre geblieben sind. Sogar in „Deutschland. Ein Wintermärchen“ haben Sie diese Anschrift verewigt, von wo aus Sie ja 1843 zu Ihrer ersten Deutschlandreise aufgebrochen sind. Dort heißt es:
 

O, daß ich wäre – seufze ich – Daß ich zu Hause wäre Bey meiner lieben Frau in Paris Im Faubourg Poissonière!


 
Ich wohne sehr hübsch und es sieht sehr gut bei mir aus; man möchte kaum glauben bei einem deutschen Dichter zu sein.
 
Ihre nächste Wohnung nahmen Sie dann 1846 auch nur ein paar Häuser weiter, in der Faubourg-Poissonnière 41 (heute 65). Alexandre Weill äußerte sich nach einem Besuch folgendermaßen: „Die Wohnung eines der größten Dichter, die Deutschland je gehabt, stand gewiß hinter der eines französischen Autors zweiten oder dritten Ranges weit zurück. Drei ganz kleine Zimmer im dritten Stockwerk waren mit bescheidenem Comfort geziert, die Aussicht, wenn sie so zu nennen, ging auf einen engen und nicht eben lichten Hof hinaus. Der Kamin hatte die übliche weiße Marmorverkleidung, über ihm hing ein breiter Spiegel, eine Uhr im Porzellangehäuse, zwischen den in Frankreich unausweichlichen Blumenvasen mit künstlichen Bouquetten aufgestellt, ließ ihr Tiktak vernehmen; sie war der auffallendste Schmuck.“ Ja, so einen Kamin findet man ja noch heute in jeder Wohnung. Trotzdem beschreibt Alexandre Weill Ihr Domizil nicht gerade als auffallend schön, wie sehen Sie das?

Rückzug aufs Land

Ich habe eine wunderschöne Landwohnung in Montmorenzy gemiethet, kostet auch wunderschönes Geld, 1 000 Franks für die Saison, und im May [1847] werde ich also hinausziehen und mich der völligsten, nervenstärkendsten Ruhe ergeben.
 
Natürlich, wir können auch gerne von Ihrer Wohnung in Montmerency, in der Rue Chataigneray 2 sprechen. Warum haben Sie sie denn so schnell verlassen? Sie waren ja nur ein paar Monate dort…
 
…Wegen der herannahend feuchten und frostigen Jahreszeit. Ich beziehe vorläufig wieder meine alte Wohnung (Faubourg Poissonnière 41) … Aber Anfangs October bekomme ich eine neue Wohnung ... Welch ein Gezippel und Gezappel um das bischen Leben nur einigermaßen erträglich zu machen! [Pause] Ich habe die Wohnung durch meine Frau gemiethet, obgleich ich sie selbst nicht besehen konnte; denn seit länger als 14 Tagen bin ich auch an beiden Füßen und dem ganzen Unterleib gelähmt, so daß ich nicht gehen kann.
 
Zu diesem Zeitpunkt wurde es Ihnen zur Gewissheit, dass es keine Heilung für Sie gibt. Sie schrieben an ihren Verleger: „daß ich aber vielleicht noch eine Weile, ein oder höchstens zwey Jahre, in einer trübseligen Agonie mich hinfristen kann.“
 
Unter uns gesagt, dieser letztere ist das wenigst Furchtbare, das Sterben ist etwas Schauderhaftes, nicht der Tod, wenn es überhaupt einen Tod giebt. Der Tod ist vielleicht der letzte Aberglaube.
 
Sie sind zuerst zurück in die Faubourg-Poissonnière und dann für drei Monate in die Rue de la Victoire 21 gezogen. Warum nur so kurz?
 
Unter meinem Schlafzimmer hat mein infamer Hauswirth, gegen Recht und Uebereinkunft, seine Pferde einquartirt, welche die ganze Nacht stampfen und mir den Schlaf rauben. Den ganzen Tag verbringe ich außer dem Hause wegen des Klopfens.
 
So eine Schweinerei! Ende Januar 1848 haben Sie eine Wohnung in der Rue de Berlin 9 (heute Rue de Liège) gefunden; mussten aber parallel einige Zeit in einem Sanatorium in der Rue de l'Oursine 84 (heute Rue Broca) verbringen. Im Mai 1848 haben Sie dann ein Gartenhaus in der Grande Rue 64 (heute Rue de Passy) in Passy gemietet. Sicher dachten Sie dabei an Ihre Gesundheit. Konnten Sie sich dort erholen?
 
Ob ich es mit dieser Wohnung gut getroffen, ob nicht neue Störungen mir auch hier das Leben verleiden werden, das weiß ich nicht. Bis jetzt hat mich das Unglück immer verfolgt in jeder Wohnungsveränderung. Vor der Hand jedoch geht es mir noch leidlich. [Pause] Lebe wahrhaft philosophisch von der Welt zurückgezogen.

Matrazengruft

Und doch sind Sie im Oktober in die Rue d'Amsterdam 50 (heute 54) umgezogen…
 
…während ich meine eigne Wohnung, die ich auf mehre Jahre gemiethet und theuer bezahlen muß, brach liegen lasse. Sie hat den Fehler, daß ich dort nicht schlafen kann.
 
Das ist natürlich ein Manko. An Alexandre Dumas schrieben Sie damals: „Je ne me fais pas une grande idée de ma future résidence; je sais seulement qu'on y entre par un couloir obscur et fétide, et cette entrée me déplait d'avance.“ (Von meinem neuen Domizil habe ich keine günstige Vorstellung. Ich weiß nur, daß man es durch einen finsteren, übelriechenden Gang betritt, und dieser Eingang mißfällt mir schon jetzt.) – Offenbar waren Ihre Erwartungen anfangs nicht sehr hoch. Dennoch äußern Sie sich in einem Brief an ihre Mutter zufrieden und bereuen den Umzug nicht, stimmt’s? Immerhin haben Sie von 1848 bis 1854 dort gewohnt.
 
Es ist ein kleines Loch, sehr lärmig, was meinem Nervenzustand wenig zuträglich ist, und das ich leider aus übertriebener Oekonomie gewählt habe. Aufs Land werde ich nicht ziehen, ebenfalls um mich nicht in neue Kosten einzuschiffen; auch bin ich gewiß nicht transportable und an eine Uebersiedelung nach Deutschland ist am allerwenigsten zu denken. [Pause] Meine Frau verspricht alle Frühjahr mir eine neue Wohnung zu suchen, aber es bleibt immer beim guten Willen; meine für meinen Zustand allzu enge Wohnung ist ein wahrer Geniestreich unpassender oder schlecht verstandener Ökonomie. [Pause] Den ganzen Tag und die halbe Nacht wird in meiner jetzigen Wohnung geklopft u[nd] Klavier gespielt, so daß ich bei meinen Krämpfen oft des Teufels zu werden gedenke.
 
Oh, nein! … Sie haben aber auch ein Pech! Was haben Sie daraufhin gemacht?
 
Ich habe nämlich meine alte Wohnung in Paris ganz aufgegeben, und ich wohne jetzt, ganze nahe bei der Barrière von Paris, in einem Hause, welches ich ganz allein occupire und wozu ein ganz großer Garten mit ganz großen Bäumen gehört, und wo ich die schöne Jahrzeit aufs kostbarste genießen kann. Ich habe, um diese Revoluzion zu machen, die größten Geldopfer aufgewendet, und bereue es wahrlich nicht, da meine Gesundheit so außerordentlich dadurch gefördert wird.
 
Na endlich! Das klingt ganz so, als hätten Sie ihre Traumwohnung gefunden!
 
Mir ist die Gartenluft, die ich jetzt genieße, sehr heilsam, doch ist meine Wohnung leider mit dem Fehler behaftet, daß sie im Winter etwas kalt und feuchtlich sein wird, und ich deshalb auf eine neue Umsiedelung bedacht sein muß. Neue Quälnisse, und was noch schlimmer ist, neue Kosten, die mich wieder aufs neue ruiniren. [Pause] Diese äußern Tribulazionen haben mir noch gefehlt, und Sie haben keinen Begriff davon, wie viel ich durch Mathildens Unfähigkeit häuslicher Einrichtung und Geschäftsführung mir Verdrießlichkeiten und ungeheure Geldkosten zugezogen.
 
Im Oktober 1854 sind Sie ein letztes Mal umgezogen, in die Avenue Matignon 3, direkt an die Champs-Élysées. Bitte sagen Sie mir, dass sich der Umzug gelohnt hat!?
 
Meine neue Wohnung ist wunderschön, und lebe ich nur noch ein einziges Jährchen, so entschädigt sie mich reichlich für die Opfer, die ich gebracht durch das zweimalige Umziehen. Aber meine Finanzen hat letzteres erschöpft. [Pause] Wir wohnen sehr geräumig jetzt und alle Fremden welche hierherkommen, bewundern die schöne Aussicht und die gute Luft die wir genießen, so daß wir im glänzendsten Mittelpunkt von Paris uns befinden und doch wie auf dem Lande zu sein scheinen.
 
Der Schriftsteller Adolf Stahr erinnert sich an einen Besuch am Krankenbett: „[Heine] hieß mich hinaustreten, um mich an der Aussicht auf die grünen Bäume und das ferne bunte Leben der Elysäischen Felder zu erfreuen. Als ich beides nach Gebühr lobte, bemerkte er: >Sie können nicht wissen, wie mit zu Muthe war, als ich nach so vielen Jahren von da aus zum ersten Male wieder mit einem halben Auge die Welt sah, und es war doch so wenig. Ich hatte mir das Opernglas meiner Frau auf mein Lager reichen lassen und sah mit unglaublichem Vergnügen einem Pastetenbäckerjungen nach, der zwei Damen in Crinolin-Röcken seine Pastetchen anbot, und einem kleinen Hunde, der daneben auf drei Beinen neben einem Baume stand und sich erleichterte. Da machte ich das Glas zu; ich wollte nichts mehr sehen – denn ich beneidete den Hund!<“
Heinrich Heines Grab auf dem Friedhof von Montmartre Heinrich Heines Grab auf dem Friedhof von Montmartre | Foto: Sophia Höff
Am 17. Februar 1856 starb Heinrich Heine. Was haben wir aus diesem Interview erfahren? War es früher wirklich besser? Während einem heute der Verkehrslärm der Autos den Schlaf raubt, wurde man früher womöglich vom Geklapper der Pferdekutschen aufgescheucht oder weil der Vermieter im Keller einen Stall installiert hat. Manche Wohnungen sind damals wie heute feucht und schlecht isoliert. Gleich geblieben ist auf jeden Fall die Kaminecke mit dem obligatorischen Spiegel darüber. Für Heine ist ganz klar, wo er seine beste Zeit verbracht hat. In seinem Testament vom 27. September 1846 verfügte er: „Sterbe ich zu Paris, so will ich auf dem Kirchhofe des Montmartre begraben werden, auf keinem andern, denn unter der Bevölkerung des Faubourg Montmartre habe ich mein liebstes Leben gelebt.“
 
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