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Kreative Klimaaktionen
Aktionen, die dich nicht gleichgültig lassen

Aktivist*innen von Extinction Rebellion Spanien marschierte für „die toten Ozeane“ auf der Gran Vía in Madrid.
Aktivist*innen von Extinction Rebellion Spanien marschierte für „die toten Ozeane“ auf der Gran Vía in Madrid. | Foto (Detail): Sara Garchi, Agislaos Koulouris und Federico Tisa © Extinction Rebellion Spanien

Kunst und Protest gehen seit jeher Hand in Hand, das gilt auch für den Klimaaktivismus. In diesem Artikel stellen wir dir unsere fünf Lieblings-Kunstaktionen gegen den Klimawandel aus aller Welt vor.
 

Von Carmen Huidobro und Belén Hinojar

Es ist normal, dass Aktivist*innen sich da treffen, wo politische Versammlungen stattfinden. Was aber die Kreativität dieses Protestes angeht, überbieten sie sich immer wieder.

1. G7 trifft... Pikachu?

Ja, du hast richtig gelesen. Das Treffen der 7 großen Weltmächte im Jahr 2021 hatte einen besonderen Gast: Pikachu. Eine Gruppe anonymer und unabhängiger Aktivist*innen verkleidete sich als das bekannte Pokémon Pikachu, um zu fordern, dass Japan die Kohlenstoffemissionen bis 2030 beendet. In diesem Videobericht von The Guardian kannst du dir die Aktion ansehen:
 

2. Ein Wal auf der Gran Vía zur Rettung der Ozeane 

Während des Klimagipfels der Vereinten Nationen 2019 in Madrid (COP25) demonstrierte die Aktivist*innengruppe Extinction Rebellion Spain mit einem Marsch für „die toten Ozeane“. Etwa dreißig Personen hüllten sich in blaue Kleidung an und stellten das Wasser dar. Andere hielten das Skelett eines drei Meter großen Wals aus recycelten Zeitungen in den Händen. Mit dieser Aktion erreichten die Aktivist*innen ihr Ziel: sie erregten die Aufmerksamkeit der Passant*innen und füllten die Titelseiten der Zeitungen des Landes. In einem Video auf ihrem YouTube-Kanal erklären sie, wie sie die große Skulptur gebaut haben:
 

3. Arktisches Eis in Paris

Es klingt verrückt, aber es ist wirklich passiert. Anlässlich des Klimagipfels COP21 in Paris 2015 haben der bildende Künstler Olafur Eliasson und der Geologe Minik Rosin nicht weniger als 80 Tonnen Eis aus einem Fjord bei Nuuk in Grönland in die französische Hauptstadt gebracht. Das Kunstwerk wurde am Tag vor dem Gipfel in Form einer Uhr auf der Place de la République in Paris ausgestellt, damit das Eis in den Tagen darauf schmilzt. Auf diese Weise sollte die Öffentlichkeit einen Eindruck der Folgen des Klimawandels erhalten. Das Kunstwerk erregte so viel Aufmerksamkeit, dass sogar die Vereinten Nationen es auf Video festhielten:
 

4. Meetings unter der Meeresoberfläche

Dies ist definitiv unser Favorit. Die Regierung der Malediven hielt 2009 unter dem Vorsitz von Präsident Mohamed Nasheed eine Versammlung auf dem Meeresgrund ab, um deutlich zu machen, wie dinglich der der Klimawandel bekämpft werden muss. Bei dieser Tiefseekonferenz wurde eine Erklärung unterzeichnet, in der gefordert wurde, die Anstrengungen, um die Gefahren der Klimakrise abzuwenden und die Treibhausgasemissionen zu verringern, zu erhöhen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Inselstaaten wie die Malediven wegen des steigenden Meeresspiegels zu den Ländern gehören, die am meisten von den Auswirkungen der Klimakrise bedroht sind. Gleichzeitig haben sie ironischerweise am wenigsten zu diesem Problem beigetragen. Zahlreiche Medien weltweit haben über dieses Ereignis berichtet. 
 

5. Damit alle es sehen

Wir alle erinnern uns an die schrecklichen Brände in Australien Anfang des Jahres 2020. Nun, es scheint, dass die australische Regierung die Botschaft nicht verstanden hat: je höher die Temperatur, desto mehr Brände wie diese. Stattdessen macht sie weiterhin Politik „as usual“ und schafft dabei Anreize für Treibhausgasemissionen, anstatt sie zu mindern. Aus diesem Grund hat sich ein Kollektiv von größtenteils anonymen oder wenig bekannten Künstler*innen wie @ontheleans und @tammy_one zusammengetan, um Plakate gegen die Untätigkeit der australischen Regierung zu erstellen. Diese waren überall auf den Straßen Australiens zu sehen und enthielten einen Code, um an eine Organisation zu spenden, die sich für das Klima einsetzt. Stellt euch vor, wie erfolgreich sie waren: der Hashtag #bushfirebrandalism wurde zum Trending Topic – sogar in Spanien. In diesem Artikel aus The Guardian könnt ihr alle Plakate dieser Aktion sehen.

Hoffentlich hat dir dieser Artikel der vierten Staffel gefallen. Den nächsten Artikel findest ab kommender Woche  im Netz. Wir sehen uns in den sozialen Medien!
 

Worum geht's in der vierten Staffel von Blog, Engage, Act?

Drei Staffeln lang haben wir uns bei Blog, Engage, Act! mit der Gegenwart auseinandergesetzt: wir haben den Status Quo des Kampfs gegen den Klimawandel beleuchtet und einen Blick hinter die Kulissen und auf die Entwicklungen der Klimabewegung geworfen. Zum Abschluss blicken die Blogger*innen nun in die Zukunft und fragen, wie gesellschaftlicher Wandel möglich ist, wie Veränderung heute schon gelebt wird, welche (kreativen) Zutaten dafür benötigt werden und warum Du ein Teil davon sein musst!

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