Dirk Reinhardt Train Kids

„Train Kids“ von Dirk Reinhardt © Gerstenberg Verlag Der Junge Miguel trifft an der Grenze Guatemalas vier weitere Kinder, die auf der Suche nach Mutter, Vater oder Bruder die Heimat verlassen und sich auf den langen und gefährlichen Weg durch Mexiko in die USA gemacht haben. Getrieben einzig von der Verzweiflung und von der Hoffnung, dort ihre so lang vermissten Familienangehörigen wieder zu finden, setzen Sie sich den größten Gefahren aus, besiegen Hunger und Durst und erleben sich als verschworene Gemeinschaft. Sie erleiden Gewalt, Diebstahl und niederträchtige Täuschungen, sogar Kidnapping und Folter.

Ihnen widerfährt mehr, als jemand alleine aushalten kann. In dieser gemeinsamen Zeit auf den Dächern der Güterzüge erzählen sie sich von ihren Träumen und Hoffnungen, Fernando, der Älteste wird nicht müde, sie mit seinen Geschichten zu warnen und ihnen gleichzeitig die Zeit zu vertreiben. Ständig auf der Hut vor Gangstern, Drogenkartellen, korrupten Polizisten und Menschenhändlern gleicht ihre Flucht einem Spießrutenlauf... Dirk Reinhardt berichtet vom Schicksal dieser Kinder und nimmt den Leser mit, raus aus der Komfortzone und hinein in eine andere, harte Wirklichkeit. Absolut lesenswert!

Jule Pfeiffer-Spiekermann, „Pinselfisch“