Kathrin Rohmann und Franziska Harvey Apfelkuchen und Baklava

„Apfelkuchen und Baklava“ von Kathrin Rohmann und Franziska Harvey © Boje Verlag Immer muss Max sie anschauen, Leila mit dem langen Zopf, die aus Syrien gekommen ist und nun auf dem Platz vor ihm in der 5. Klasse sitzt. Aber als seine Oma ihm rät, sie einzuladen, traut er sich nicht so recht. Dann verliert Leila ihre Walnuss, das Einzige, das ihr von ihrer Großmutter und ihrer Heimat geblieben ist. Den ganzen langen Weg hat sie sie begleitet und nun ist sie weg. Das ist Max Gelegenheit, ihr zu helfen. Aber als er sie dann tatsächlich findet, mag er sie ihr nicht geben, denn Leilas Vater will, dass sie weiter nach Kanada ziehen…

Ein schönes Buch über Fremdsein und Ankommen über Heimweh und Neugier auf ein neues Leben. Einfühlsam zeigt es die Gefühle der Neuankömmlinge genauso auf, wie die Scheu der anderen Kinder. Die Geschichten sind jeweils kapitelweise aus der Sicht von Max und Leila geschrieben. Ihre so unterschiedlichen Erlebnisse berühren sich in der Geschichte von Max Oma, die einst aus Pommern flüchten musste. Der liebevoll gestaltete Einband und der Titel lassen sofort erkennen, dass hier zwei Geschichten erzählt werden, die sich am Ende verbinden. Unbedingt lesen oder auch vorlesen!

Karina Wrona, „Pinselfisch“