Marie Darrieussecq
Guillaume Apollinaire

« Le 9 novembre 1918 à 20h, Apollinaire se remet doucement d’une crise d’asphyxie où Cendrars l’a vu perdu, « tout noir, respirant difficilement ». Le 11 novembre, sous les fenêtres du convalescent boulevard Saint Germain, défilent les cortèges qui célébrent l’armistice. [...] Les amis sont consternés, mais Guillaume Apollinaire sourit. Il va vivre, la guerre est finie, la plaisanterie recommence. »

Marie Darrieussecq: Guillaume Apollinaire - Apollinaire vivant

Marie Darrieussecq / Guillaume Apollinaire © Yann Diener / Wikimedia

Marie Darrieussecq

Marie Darrieussecq, 1969 in Bayonne geboren, lebt als Schriftstellerin und Psychoanalytikerin in Paris. Nach ihrem Studium der Literatur an der École Normale Supérieure in Paris  lehrte sie an der Universität Lille. 1997 verteidigte sie ihre Doktorarbeit. In dieser Zeit erscheint auch ihr erster Roman Truismes, eine schonungslose Gesellschaftssatire  über das außergewöhnliche Abenteuer einer Frau, die sich in eine Sau verwandelt. Auf dieses weltweit erfolgreiche Werk folgten weitere Romane: Le Bébé, Clèves und Il faut beaucoup aimer les hommes.  Letzterer, dessen Titel von einem Zitat Marguerite Duras‘ inspiriert wurde, handelt von einer leidenschaftlichen Beziehung zweier Liebhaber — sie weiß, er schwarz — und vereint somit die komplexen Thematiken der Leidenschaft, des Andersseins, des Rassismus und der Suche nach sich selbst.
Marie Darrieussecq wurde mehrfach für ihr Werk ausgezeichnet. 2013 erhielt sie für Man muss die Männer sehr lieben den Prix Médicis.

(Quelle: Goethe-Institut)

 

Guillaume Apollinaire

Guillaume Apollinaire, 1880 als Wilhelm Apollinaris de Kostrowitzky
in Rom geboren, war ein französischer Dichter italienisch-polnischer Abstammung. Apollinaire hat Umgang Literaten und Künstlern seiner Zeit, wie z. B. Derain, Vlaminck und Picasso. Seine Erzählungen und Gedichte, zunächst in Zeitschriften veröffentlicht, werden später als Alcools und Calligrames publiziert. Posthum werden durch seine Freunde Il y a, Le Guetteur mélancolique und Poèmes à Madeleine herausgegeben (1925-1952). Einige dieser Gedichte sind in typographisch origineller Form gestaltet. In seinen letzten Lebensjahren fand Apollinaire im Krieg eine neue Inspirationsquelle. Seine Freunde und Anhänger zeigen sich verwundert ob des Stolzes, mit dem er seine Uniform und Abzeichen trägt. Wie viele seiner Zeitgenossen glaubt Apollinaire, dass der Krieg „die alte Welt des 19. Jahrhunderts zu einem Ende bringen wird“. Im Jahr 1916 erleidet Apollinaire eine Kopfverletzung. Der Krieg hat seine Überlegungen über die Poesie und die Kunst im Allgemeinen klarer werden lassen. Er ist Schöpfer des Begriffes „Surrealismus“. Apollinaire wird zum führenden Kopf einer neuen Künstlergeneration. Von seiner Kriegsverletzung geschwächt erliegt er 1918 der Spanischen Grippe. Apollinaire ruht auf dem Friedhof Père-Lachaise in Paris.

(Quelle: Larousse)

 

Goethe-Institut / Video: Sinisa Galic