Mathias Enard
Georg Trakl

"Tout avance donc irrésistiblement vers la fin. Une certaine Europe, plusieurs Empires et Georg Trakl. Georg qui n’est bien sûr qu’un accident, une des conformations possibles de l’humain. Une des monstruosités possibles de l’humain. Mystérieux, drogué, incestueux. Tout avance vers la fin et la décomposition. [...]"

Mathias Enard : Georg Trakl - Lebensschein

Mathias Enard | Georg Trakl © Wikimedia

Mathias Enard

Mathias Enard wird 1972 in Niort geboren und studiert zunächst an der École du Louvre, dann Farsi und Arabisch am Institut National des Langues et Civilisations Orientales (INALCO). Er lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Barcelona. Mathias Enard reist mehrmals lange in den Mittleren Osten. 2011 erscheint sein Roman Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten, 2013 folgt Straße der Diebe. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Prix Goncourt 2015 für Kompass. Der Roman erzählt von der zerrissenen Identität und der humanitären Tragödie, die Syrien verwüsten.

(Quellen: Actes Sud, L'Obs, Hanser Literatuverlage)

Georg Trakl

Georg Trakl wird 1887 im österreichischen Salzburg geboren. Er wird auch als „authentischer Erbe“ Rimbauds bezeichnet. Der einzige Ort, an dem Trakl Frieden findet, ist das Haus von Ludwig von Ficker,  Verleger der Zeitschrift Brenner. Dort erscheinen seine Gedichte von 1912 bis 1914. Nach der Schlacht von Grodek (Titel seines letzten Gedichtes) nimmt der als Militärapotheker eingesetzte Trakl 1914 im Militärkrankenhaus in Krakau eine Überdosis Kokain zu sich, um sich das Leben zu nehmen. Er habe das Gefühl der Machlosigkeit den Sterbenden gegenüber nicht mehr ertragen können. In seiner Anfangszeit als Künstler folgt er Einflüssen des Symbolismus und der Neoromantik. Ab 1910 schafft er eine neue poetische Sprache, die dem „höllischen Chaos von Rhythmen und Bildern“ entspricht, welches er in sich fühlt. Hölderlin und Rimbaud festigen seine apokalyptische Weltsicht. Zu seinen Lebzeiten wurde lediglich eine Gedichtsammlung im Jahre 1913 veröffentlicht. Seine letzten Gedichte wurden 1915 im Brenner veröffentlicht.

(Quelle: Larousse)