Nerval-Goethe-Preis

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Literatur
Stéphanie Lux erhält den Nerval-Goethe-Preis
 
Der Nerval-Goethe-Preis geht in diesem Jahr an Stéphanie Lux für ihre Übersetzung des Romans „Katie“ von Christine Wunnicke, die 2018 bei den Éditions Chambon erschien.

Stéphanie Lux studierte Germanistik, bevor sie 2004 am Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzer*innen teilnahm, das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), dem Bureau International de l’Édition Française (BIEF) und der Frankfurter Buchmesse organisiert wurde. Inzwischen lebt sie in Berlin, wo sie auch als Buchhändlerin arbeitet. Sie hat zahlreiche zeitgenössische deutschsprachige Autor*innen übersetzt und leitete 2018, 2019 sowie 2020 im Rahmen des Goldschmidt-Programms Workshops für französische Nachwuchsübersetzer*innen.
 
Die Preisverleihung fand – Corona-bedingt in sehr kleinem Kreis – am 29. September 2020 im Hôtel de Beauharnais in Paris statt; Gastgeber war Hans-Dieter Lucas, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich. Ansprachen hielten Barbara Honrath, Direktorin des Goethe-Instituts Paris, Paul de Sinety, Generalbevollmächtigter für die französische Sprache und die Sprachen Frankreichs im französischen Kulturministerium, und Yann Migoubert, Leiter des Kulturreferats der Philosophischen Fakultät der Sorbonne Université. Der Preis wurde Stéphanie Lux von der Juryvorsitzenden Claire de Oliveira überreicht.
In der Jurybegründung wird im Hinblick auf die Übersetzung des Romans Katie unter anderem folgendes hervorgehoben:

Stéphanie Lux hat es mit ungewöhnlichen, überraschenden Themen zu tun. Sie weiß, wie man sie mit Originalität wiedergibt; sie weiß, wie man in den Dialogen das Artifizielle des geschriebenen Wortes vergessen lässt. Kurz gesagt, es gelingt ihr, das geschriebene Wort zum Sprechen zu bringen; sie macht es mit Genauigkeit hörbar. Ihre Freiheit und ihr Humor, die mit großer Präzision einhergehen, passen perfekt zur klugen Verspieltheit der Romanschriftstellerin (...). Die französische Übersetzung von Stéphanie Lux ist so brillant und so geschmeidig, dass wir oft vergessen, dass es sich um eine Übersetzung handelt.“

Der Nerval-Goethe-Preis wird vom Pariser Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Délégation Générale à la Langue Française et aux Langues de France (DGLFLF), der Richard Stury Stiftung und der Sorbonne Université verliehen. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis würdigt die meisterhafte Übersetzung eines Werks der deutschsprachigen Literatur ins Französische und das Gesamtwerk eines Übersetzers oder einer Übersetzerin. Seit 2018 wird er alle zwei Jahre in Paris verliehen. Die Jurymitglieder sind Claire de Oliveira (Vorsitzende), Bernard Banoun, Oriane Jeancourt, Françoise Toraille und Sacha Zilberfarb.

Wenn Sie mehr über diese Auszeichnung erfahren möchten, besuchen Sie bitte die Website des Goethe-Instituts:
www.goethe.de/frankreich/nerval-goethe-preis

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