Atelierschiene 1

Franz Fischer (Aschaffenburg)

In diesem Workshop geht es um den methodischen Einsatz von Learningapps und Quizlet, einerseits zur Unterstützung schwächerer Lernender bei der Bewältigung von kompetenzorientierten Aufgaben im bilingualen Geschichts- und Politikunterricht, andererseits zur unaufwändigen Differenzierung von Übungen im Sprachunterricht.
Gemeinsam wollen wir anhand vielfältiger Praxisbeispiele über die Möglichkeiten und Grenzen diskutieren.
Dr. Annette Grohmann Nogarède (Nîmes)

‘Die Zukunft’, une publication de l’émigration antifasciste allemande qui a paru à Paris de 1938 à 1940, nous invite à enquêter sur les tentatives souvent méconnues de réconciliation franco-allemande et d’entente européenne à la veille de la Seconde Guerre mondiale. Elle nous permet de découvrir un réseau qui regroupe 332 auteur(e)s issus de 25 pays, dont Heinrich, Thomas, Klaus et Erika Mann, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, H.G. Wells, Aldous Huxley, Harold Macmillan, Clement Attlee, François Mauriac, Raymond Aron, Louise Weiss ou la journaliste Géneviève Tabouis, futur pilier de l’émigration française aux Etats-Unis. Même Jawaharlal Nehru contribue au débat sur l’avenir des empires coloniaux relayé par le ‘Zukunft’.
Ce réseau s’oppose aux dictatures fascistes et essaie d’influencer l’opinion publique et les décisions politiques au sein des démocraties occidentales. Suite aux procès de Moscou et au pacte germano-soviétique, le ‘Zukunft’ attaque aussi la dictature stalinienne. Sa colonne vertébrale est l’UFA/DFU (Union franco-allemande/Deutsch-französische Union), constituée d’émigrés germanophones et de personnalités françaises (dont une majorité rejoindra plus tard la Résistance ou la France libre).
 
L’atelier permettra de travailler sur des articles du ‘Zukunft’ et de mettre en évidence l’interculturalité de ses auteur(e)s, comme, par exemple, leurs expériences migratoires, leur multilinguisme et leur volonté de construire un monde nouveau, basé sur une large entente internationale. On abordera aussi leur influence, très importante dans certains cas, sur la politique d’après-guerre. Leurs itinéraires peuvent donner lieu à des réalisations concrètes en classe, comme, par exemple, des enquêtes, des jeux de rôle, des affiches ou des productions graphiques/cartes.
Virginia Gil (Madrid)
Fortbildnerin und Direktorin der Repräsentanz des Klett Verlags in Spanien

Seit 2018 gibt es den „Companion Volume“ des Europäischen Referenzrahmens und ab März wird dieser Begleitband mit neuen Deskriptoren in deutscher Sprache beim Klett Verlag erscheinen.
Die neuen und erweiterten Skalen und Deskriptoren sollen unsere aktuelle Lebenswirklichkeit und unsere kommunikativen Handlungen besser widerspiegeln. Im Vordergrund stehen die plurilinguistischen und plurikulturellen Kompetenzen, die uns befähigen, sprachlich sensibel in den jeweiligen Kontexten agieren zu können. Die Lernenden werden so in besonderer Form dazu angeregt, über die Zielsprache und „Zielkultur“ zu reflektieren.  
Dabei soll auch untersucht werden, welche Rolle diese Kompetenzen im „bilingualen“ Sachfachunterricht spielen. Gemeinsam sollen Aufgabentypen ausprobiert werden, die auch im Sachfachunterricht einsetzbar sind und sowohl einen alltagssprachlichen als auch einen bildungssprachlichen Sprachgebrauch fördern.
 
​Borris Diederichs (Berlin)
Projektbeauftragter Diversität und Partizipation, Deutsch-Französisches Jugendwerk (Berlin)

Die Institution Schule erreicht durch ihr verpflichtendes Regelangebot alle Jugendlichen und bietet durch den internationalen Schüleraustausch, eine Gelegenheit, sprachliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen zu erlernen. Dennoch bleiben bestimmte Gruppen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Schulaustausch unterrepräsentiert, die auch gesamtgesellschaftlich weniger Zugang zu Kultur- und Bildungsangeboten haben.  Wie kann dieser Tendenz entgegengewirkt werden?
In dem Workshop „Diversität und Partizipation – Deutsch-Französischer Schulaustausch für Alle“ diskutieren wir über schulische Rahmenbedingungen, spezielle Fördermöglichkeiten und inhaltliche Programmgestaltung von Schulaustausch für „junge Menschen mit besonderem Förderbedarf“ am Beispiel von deutsch-französischen Begegnungen.
 
Ulrike C. Lange (Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Recklinghausen)

Gesellschaftliche Vielfalt ist ein positiver Wert, den es sich lohnt, gegen eine binäre Weltsicht zu verteidigen. Vor dem Hintergrund dieser These stellt das Atelier konkrete Unterrichtsbeispiele zu verschiedenen Texten (Literatur, Chanson, Film, Sachtexte etc.) vor, die vielfältige Möglichkeiten bieten, im Sprachunterricht (aber auch im Sachfach) inhaltliche Aspekte wie Antirassismus, Mehrkulturalität und Gendergerechtigkeit zu diskutieren – gerne auch innerhalb des Ateliers unter den Teilnehmenden. Wie die Text- und Medienkompetenz dabei rezeptiv und produktiv systematisch trainiert und analoge ebenso wie digitale Werkzeuge und Methoden der Textarbeit zum Einsatz kommen können, wird exemplarisch kurz aufgezeigt.
 
Marina Cherfouf (Bad Bergzabern und Studienseminar Landau)

Identité(s) culturelle(s) – Was bedeutet der Begriff? Wie nehmen wir uns selbst und andere wahr? Und wie können wir interkulturelle Lernprozesse durch literarische Texte anbahnen?
Eine interkulturelle Simulation via Video zur Reflexion der Eigen- und Fremdwahrnehmung soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Zusammenspiel verschiedener Faktoren verdeutlichen und gleichzeitig die kultur- und fächerübergreifende Bedeutung interkulturellen Lernens bis hin zum transkulturellen Lernen aufzeigen.
Anhand von Auszügen von Novellen frankophoner Autorinnen und Autoren (Fouad Laroui, L’Oued et le consul, 2006, Fatou Diome, Le visage de l’emploi, 2001 und Léonora Miano, Afropean Soul, 2008) werden im Anschluss in Kleingruppen Möglichkeiten erarbeitet, wie interkulturelle Lernprozesse bei den Schülerinnen und Schülern angeregt werden können.
 
Dr. Matthieu Pierens (Lille)

A travers les exemples des locuteurs germanophones minoritaires en Europe (Roumanie, Sudtirol, etc.) et de la minorité sorbe en Allemagne, nous nous demanderons dans quelle mesure ces situations ont de commun ou de différent en termes d'identité et de cohabitation avec un groupe culturel majoritaire et nous proposerons plusieurs pistes d'exploitation pédagogique sur un sujet souvent oublié dans les manuels d'allemand.
Michaela Bodensteiner (Regensburg)

Aufgrund der #Metoo-Debatte vor wenigen Jahren ist das Thema „Sexismus“ wieder stärker in den Fokus gerückt. In diesem Atelier wird gezeigt, wie das Thema „Sexismus“ anhand der BD „Les crocodiles (sont toujours là)“ im Unterricht behandelt werden kann. In der BD werden Situationen, in denen Frauen sexuelle Belästigungen erfahren haben, auf unterschiedliche Art und Weise bildlich dargestellt. Die Schülerinnen und Schüler werden somit für das Thema „Sexismus“ und dessen persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen sensibilisiert und zur Diskussion möglicher Lösungsvorschläge angeregt.