Atelierschiene 2

 
Franz Fischer (Aschaffenburg)

Frankreich ist nicht nur amtierender Fußballweltmeister, sondern Austragungsort von einigen der renommiertesten Sportveranstaltungen der Welt. Nicht zuletzt gehen auch die modernen olympischen Spiele auf den Franzosen Pierre de Coubertin zurück. Trotz herausragenden Bedeutung Frankreichs fristet der Profisport in den meisten Lehrbüchern nur ein Schattendasein. Dabei könnte der Französischunterricht an die Interessen und Vorwissen vieler sportbegeisterter Jungen und Mädchen anknüpfen. Mehrere Unterrichtsvorschläge zu Sportthemen regen einen Austausch über Unterrichtserfahrungen an.
 
Michaela Bodensteiner (Regensburg)

Dieser Film aus dem Jahre 2016 ist angelehnt an eine wahre Geschichte, in der ein aus Kongo stammender Arzt in den 1970er Jahren sich in der französischen Provinz niederlässt, um dort zu praktizieren. Die Familie trifft als "Exot" vor Ort zunächst auf Widerstände, lässt sich jedoch nicht unterkriegen. In diesem Atelier wird eine Unterrichtseinheit vorgestellt, die sowohl im Französisch- als auch im Geschichtsunterricht eingesetzt werden kann. So sollen neben einer klassischen Filmanalyse ergänzend die Themen Kolonialismus, Migration und Integration behandelt werden.
 

Dr. Morwenna Coquelin (Paris)

L’étude de la Révolution française se concentre largement sur les événements en métropole, voire à Paris, et sur leurs répercussions à l’échelle de l’Europe. Cependant le mouvement révolutionnaire dépasse le continent, car la France est restée une puissance coloniale en Amérique malgré la perte de ses grands territoires d’Amérique du Nord en 1763.
Les Antilles de la période révolutionnaire sont ainsi un point d’entrée passionnant pour l’histoire de la Révolution, permettant aussi d’aborder avec les élèves diverses questions liées à des enjeux historiographiques nouveaux (le post-colonialisme, l’histoire globale) ou des enjeux de société très actuels (l’égalité des différents groupes humains, l’héritage colonial). On peut ainsi travailler la concurrence avec les autres puissances européennes, notamment les Anglais, la définition de la nation et en particulier de la nation politique qui émerge, les exclus de la nation comme de la République, et donc les contradictions ou zones d’ombres de la Révolution, ou les tensions entre révolutionnaires mêmes. En particulier, l’histoire d’Haïti constitue un impensé de l’histoire de France, alors même que ce sont les événements de Saint-Domingue dès 1793 qui aboutissent à la première abolition de l’esclavage et à la fondation de la première République noire libre mondiale.
 
 
Paula Theurich, Yuri Hussain (Frankfurt am Main)

In unserem Atelier stellen wir verschiedene Ideen vor, wie der Film "Les Misérables" (2019) von Ladj Ly nicht nur im klassischen Französischunterricht, sondern auch in den bilingualen Sachfächern Geografie, Geschichte, Politik und Wirtschaft/Sozialwissenschaften eingesetzt werden kann. Inhaltliche Schwergewichte sind dabei die Themenfelder Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte vor dem Hintergrund rassistisch motivierter Polizeigewalt, Integrationspolitik, aber auch die Rolle, die z.B. eine segregationsfördernde Stadtplanung für die Integration spielt.
Wulf Conrad (Köln)

Interkulturelle Situationen prägen zunehmend unser Leben, in der Schule, im Beruf, auf der Straße, im Alltag. Sie können uns reizen, fordern, überfordern, bereichern, neugierig oder ratlos machen. Manchmal suchen wir sie bewusst und gezielt (wenn wir z.B. in ein fremdes Land reisen), manchmal (wenn z.B. Einwanderer Schutz und Hilfe bei uns suchen) werden wir schlichtweg und unmittelbar damit konfrontiert. Dabei springen uns manche Unterschiede direkt ins Auge, vieles erkennt und versteht man jedoch erst mit der Zeit. In diesem Sinne darf man den Begriff „Interkulturelles Lernen“ wörtlich nehmen – man muss es lernen.
So sollen in diesem Workshop, neben einer grundlegenden persönlichen Auseinandersetzung mit Kultur, Diversität und Vielfalt, konkrete Übungen vorgestellt und durchgeführt werden, die sich auf analoger und virtueller Ebene mit Schülerinnen und Schülern im Sprachunterricht und im Rahmen deutsch-französischer Begegnungen nutzen lassen.
Maik Böing (Köln)

Gerade in den Gesellschaftswissenschaften besitzt die kognitive Funktion von Sprache eine herausgehobene Bedeutung für die fachliche Bedeutungskonstruktion. Aus diesem Grund kommt Scaffolding-Maßnahmen zur sprachlichen individuellen Förderung im bilingualen Sachfachunterricht eine Schlüsselrolle zu.
In diesem Atelier erleben die Teilnehmer*innen zunächst im Rahmen einer Simulationsübung aus einer Innenperspektive heraus die Bedeutsamkeit von Diskursfunktionen für die Konzeption des Scaffoldings auf Wort-, Satz- und Textebene. Nach einer kurzen Verknüpfung mit der Theorie erfolgt sodann eine unmittelbar praxisbezogene Anwendungs- und Austauschphase mit dem Fokus auf der Kognitivierung und Visualisierung fachrelevanter Diskursfunktionen (z.B. Abwägen, Ursache-Wirkung oder Kontinuität und Wandel ausdrücken).
Nicht zuletzt wollen wir darüber nachdenken, wie ein veritables zweisprachiges Scaffolding für den bilingualen Sachfachunterricht gestaltet werden sollte, welches auch die Ausgangssprache (L 1) angemessen würdigt und diese zielführend trainiert, ohne unterfordernd und redundant zu wirken.
 
Thomas Joerger (Wissembourg)

Plus qu'une simple devise, "Unie dans la diversité" est à la fois une description de la réalité de la construction européenne et une explication des tensions qui s'y jouent en permanence. 
Cet atelier propose, à travers l'analyse de cartes à différentes échelles, de donner des pistes pour appréhender les inégalités au sein de l'Union européenne, puis de souligner les politiques menées par l'Union européenne pour permettre de réduire certaines inégalités, pour garantir à la fois la cohésion mais aussi la compétitivité des territoires, à différentes échelles."