Wettbewerb: Nichts für Mädchen? Nichts für Jungs? Denk-Anstoß gegen Vorurteile im Sport.

Frauenfußball WM 2019 - Goethe-Institut Frankreich Zeichnung
Anlässlich der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2019 veranstaltete das Goethe-Institut Frankreich unter der Schirmherrschaft des deutschen Botschafters einen Wettbewerb rund um das Thema Gleichberechtigung im Sport. Teilnehmen konnten alle Deutschlernerinnen und -lerner der 8. bis 11. Klasse. Dabei war das Motto „Nichts für Mädchen? Nichts für Jungs? Denkanstoß gegen Vorurteile im Sport“.
 


Torwandschießen Wettbewerb 2019 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer Eine Teilnehmerin beim Torwandschießen, Foto: Julien Mazoyer

Gleichberechtigung ist weiterhin ein dominierendes Thema in politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Debatten. Im Sport ist das Thema jedoch noch unterrepräsentiert. Die Frauenfußball-WM in Frankreich steht dafür exemplarisch: nur ein Bruchteil der Spiele wird live im Fernsehen übertragen und die gesellschaftliche wie finanzielle Aufmerksamkeit ist, im Vergleich zum Stellenwert der Männerfußball-WM, verschwindend gering.
 
Anlass genug für das Goethe-Institut Frankreich, ein Projekt zu starten, das sich parallel zur Weltmeisterschaft in Frankreich genau mit diesem Themenkomplex – Gleichberechtigung im Sport – beschäftigt.
 
Was bedeutet Gleichberechtigung im Sport für Dich?
 
Im Rahmen des Kreativwettbewerbs für Deutschlernerinnen und -lerner der 4ème, 3ème, 2nde und 1ère (8. - 11. Klasse) bestand die Aufgabe darin, einen Beitrag auf Deutsch zum Thema „Gleichberechtigung im Sport“ in den Kategorien Plakat, Film oder Artikel einzureichen. Die Wahl der thematisierten Sportart war dabei frei und natürlich wurden auch der Kreativität der Teilnehmenden keine Grenzen gesetzt.
 
  • Plakat 1. Platz Wettbewerb Platz 1 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Plakat 2. Platz Platz 2 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Plakat 3. Platz Wettbewerb Platz 3 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Plakat Sonderpreis Wettbewerb Sonderpreis ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer

981 Teilnehmende, 74 Schulen und 162 Beiträge
 
Insgesamt nahmen 981 Schülerinnen und Schüler aus 74 französischen Schulen mit 162 Beiträgen an dem Wettbewerb teil und reichten 45 Artikel, 31 Videos und 86 Plakate ein.
 
Auffällig viele Schülerinnen und Schüler wählten als Thema für ihre Arbeit den Rollentausch der Geschlechter im Sport und dabei vor allem klassische Frauen- bzw. Männersportarten. Frauen im Fußball und Männer im Tanzsport standen dabei im Vordergrund. Wesentlich weniger Beiträge gingen über diese traditionellen Klischees hinaus und beschäftigten sich beispielsweise mit der ungleich verteilten öffentlichen Aufmerksamkeit, die dem Männer- und Frauensport zuteilwird, mit den ungleichen Gehältern oder aber auch mit der Geschichte des Frauensports.
 
Kreativität und Originalität
 
Die Qualität der Beitrage wurde in die Kategorien Kreativität und Originalität des Beitrags, inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema, sprachliche Umsetzung und, je nach Kategorie, journalistische, technische und künstlerische Umsetzung aufgeteilt, für die jeweils 1 – 3 Punkte vergeben werden konnten.
 
Eine unabhängige Jury, bestehend aus Spezialistinnen und Spezialisten aus Presse, Film und Fernsehen (Deutschlandfunk, ZDF, etc.) sowie Vertreterinnen und Vertretern der deutsch-französischen Zusammenarbeit (Deutsche Botschaft Paris, DFJW, DAAD, etc.), wählte dann die besten Beiträge.

Claudia Neumann im Interview ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer Claudia Neumann erklärt ihren Beruf und antwortet auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler, Foto: Julien Mazoyer
 
Begeisterte Gewinnerinnen und Gewinner
 
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Beisein des Gesandten der Deutschen Botschaft Paris, Prof. Dr. Pascal Hector, wurden die Siegerinnen und Sieger gekürt. Sie alle waren begeistert von ihren Preisen: Tickets für die Spiele Argentinien – Japan und Kamerun – Neuseeland in Paris und Montpellier, von der Deutschen Frauennationalmannschaft signierte Bälle, Trikots und Autogrammkarten und dazu weitere Goodies vaom Goethe-Institut, dem DFB und dem DAAD.

Schüler Wettbewerb FFWM 2019 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer Schülerinnen und Schüler nehmen ihre Preise entgegen, Foto: Julien Mazoyer
 
Die Schülerinnen und Schüler hatten im Rahmen der Veranstaltung auch die Möglichkeit, ihre Fragen zum Thema Gleichberechtigung an Claudia Neumann, Sportreporterin und Live-Kommentatorin beim ZDF, zu stellen. Ausklingen lassen konnten sie den Tag beim munteren Torwandschießen und deutschen Leckereien.
  • Concours Goethe Coup d'Envoi 1 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Concours Goethe Coup d'Envoi 2 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Concours Goethe Coup d'Envoi 3 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Concours Goethe Coup d'Envoi 4 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Concours Goethe Coup d'Envoi 6 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Concours Goethe Coup d'Envoi 7 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Concours Goethe Coup d'Envoi 8 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
  • Concours Goethe Coup d'Envoi 10 ©Goethe-Institut/Julien Mazoyer
 


Siegerliste

Eine unabhängige deutsch-französische Jury hat folgende Gewinner*innen gekürt: 

Kategorie Plakat

Schule
Stadt
 
Preis Titel/Inhalt
Collège Marie Curie, Sceaux 1. Platz „Das Spiel der Gleichheit"
Lycée Saint-Esprit, Landivisiau 2. Platz „Auch an der Spitze gibt es Ungleichheiten“
Lycée Polyvalent François 1er, Vitry-le-François 3. Platz „Alle Sportler sind gleich"
Collège REP Rouget de Lisle, Schiltigheim Sonderpreis „Wollen wir alle zusammen spielen?"/ „Et si on jouait tous ensemble?“
  

Kategorie Artikel

Schule
Stadt
 
Preis Titel/Inhalt
Lycée CDG, Rosny-sous-Bois 1. Platz „Warum nicht“,
Lycée Pasteur, Besançon 2. Platz „Die europäische Sportlerin“
Collège Victor Ségalan, Chateaugiron 3. Platz „Alle gleich im Sport?“
Lycée Cassini, Clermont de l’Oise Sonderpreis „Frauen im Sport“
   

Kategorie Video

Schule
Stadt
 
Preis Titel/Inhalt
Lycée Saint Sernin, Toulouse 1. Platz „Warum nicht“
Lycée Cassini, Clermont de l'Oise 2. Platz „Ungleichheiten“
Lycée Charles de Gaulle, Rosny-sous-Bois 3. Platz „Der Tänzer“
Collège du Kochersberg, Truchtersheim Sonderpreis „Because I am“