Literaturgespräch Saša Stanišić

Porträt von Saša Stanišić Saša Stanišić (Detail) © Katja Sämann

Do, 11.02.2021

Online

Herkunft

Treffen mit dem Träger des Deutschen Buchpreises 2019

Moderation: Raphaëlle Leyris
 
Auf verschlungenen Wegen führt „Herkunft“ uns nach Bosnien, in das Dorf der Großeltern und nach Heidelberg, wo der Halbwüchsige als Kriegsflüchtling landete. Ein autobiographischer Roman über die Frage unserer Zeit: über Geschenk und Bürde der Herkunft, über das Finden einer neuen Sprache und über das Werden eines Schriftstellers. Mit Humor und Sprachwitz bleibt der Erzähler stets auf der Hut vor sich selber, und schafft es auf diese Weise die bleischweren Themen federleicht werden zu lassen – Wundbehandlung mit den Mitteln der Literatur.
 
Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad in Bosnien-Herzegowina geboren; seine Mutter ist Bosnierin, sein Vater Serbe. 1991 flieht die Familie vor dem Jugoslawien-Krieg nach Deutschland. 2008 erscheint sein erster Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, der begeistert aufgenommen und in 32 Sprachen übersetzt wurde. „Vor dem Fest“ wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2014 ausgezeichnet. Mit „Herkunft“ gewann Saša Stanišić 2019 den Deutschen Buchpreis. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Saša Stanišićs Bücher erscheinen beim Verlag Stock in Übersetzung von Françoise Toraille.
 
Raphaëlle Leyris, Journalistin bei Le Monde, ist Absolventin des Centre de formation des journalistes. Von 2003 bis 2009 arbeitete sie in der Literatur-Redaktion von Les Inrockuptibles, bevor sie die Kultur-Rubrik einer Frauenwochenzeitung leitete. Bei Le Monde des Livres ist sie insbesondere für die kritische Berichterstattung über die französische und ausländische Literatur zuständig. 

 
In Zusammenarbeit mit dem Verlag Stock.

Zurück