Online-Podiumsdiskussion Das politische Erbe von Angela Merkel

Angela Merkel mit dem Rücken zuwandt © Shutterstock

Mo, 19.04.2021

Online

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Die anstehenden Bundestagswahlen des 26. Septembers läuten das Ende einer Ära ein: Angela Merkel wird nach 16 Jahren das Kanzleramt verlassen. 

Während vier aufeinanderfolgenden Mandaten prägte Angela Merkel die Politik nachhaltig - sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Das krisengebeutelte Deutschland der frühen 2000er Jahre konnte sich unter ihrer Ägide vom „kranken Mann Europas“ zu einer wirtschaftlichen Weltmacht entwickeln. Und obwohl man Merkel oftmals nahelegte, Europa eher aus Vernunft als aus Leidenschaft zugewandt zu sein, war nicht zuletzt die deutsch-französische Initiative zur wirtschaftlichen Erholung nach der Covid-Krise ein deutliches Signal für die EU.
 
Merkels Legislaturperioden zeichneten sich jedoch auch durch größte zu bewältigende politische Kraftanstrengungen aus: so beispielsweise die Migrationswellen von 2015, der Anstieg von Nationalismus und Populismus, die Finanzkrise oder die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie. Zwar strebt das Merkel-Kabinett seit einiger Zeit mehr Verantwortungsübernahme an, tendenziell ist die deutsche Außenpolitik jedoch eher Synonym von Zurückhaltung und Diskretion.
 
Wie steht es im Anbetracht dieser Aspekte um das politische Erbe der sich dem Ende neigenden Merkel-Ära? Welche Lehren für die Zukunft zieht die Politik aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre? Wie lässt sich eine solche politische Zäsur erfolgreich gestalten?
 
Diesen Fragen widmet sich die Journalistin und Autorin Marion Van Renterghem im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Uwe Jun (Universität Trier). Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Nadia Pantel (Süddeutsche Zeitung).

Die Referent*innen:
 
Marion Van Renterghem ist eine preisgekrönte Reporterin und Gewinnerin zahlreicher Journalistenpreise, darunter der Albert-Londres-, Françoise-Giroud- und Louise-Weiss-Preis sowie der Deutsch-Französische Journalistenpreis. Nach dreißig Jahren bei der Tageszeitung Le Monde arbeitet sie heute als freie Journalistin, Dozentin und Essayistin mit Schwerpunkt Europa. Sie ist Autorin einer Biografie von Angela Merkel (L'Ovni politique, Les Arènes/Le Monde, 2017) für den sie den Simone-Veil-Preis erhielt. Sie verfasste zudem einen autobiografischen Essay über Europa (Mon Europe, je t'aime moi non plus, Stock, 2019).
 
Uwe Jun ist Politikwissenschaftler und Professor an der Universität Trier. Jun promovierte 1993 an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen im Fach Politikwissenschaft zum Thema „Koalitionsbildung in den deutschen Bundesländern“. Vormals war er Weatherhead/Thyssen Research Fellow am Center for International Affairs der Harvard University in Cambridge/Ma. (USA). Seit 2005 ist Uwe Jun Professor für „Regierungslehre – Westliche Regierungssysteme (Bundesrepublik Deutschland)“ an der Universität Trier. Uwe Jun ist seit vielen Jahren Sprecher des Arbeitskreises „Parteienforschung“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Er ist Herausgeber der Schriftenreihen „Parteien in Theorie und Empirie“ und „Politik und Kommunikation“.

Nadia Pantel ist gebürtige Hamburgerin. Sie ist Frankreich-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung in Paris.
 
In Zusammenarbeit mit dem Cerfa (Comité d'études des relations franco-allemandes) /IFRI (Institut français des relations internationales)

 

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