Inside Configurations: Lines, Light and Nodes of Convergence

Ausstellung|Eine raumgreifende Installation von Cornelia Erdmann

Inside Configurations: Lines, Light and Nodes of Convergence © Cornelia Erdmann

Eröffnung:
10.5.2018 (Do) um 19:00 Uhr in Anwesenheit von Cornelia Erdmann


Über die Ausstellung

Ein Schiff schneidet durch die Wellen und zieht dabei ein kleines Objekt hinter sich her, einer schwimmenden Blinkleuchte gleich. Von Zeit zu Zeit gibt das Objekt einen pulsierenden Ton von sich, eine pingende Frequenz, die zwar nicht hörbar über der Wasseroberfläche ist, dafür aber kilometerweit in der dunklen Unendlichkeit unter den Wellen sich ausbreitet, bis sie letztendlich vom Meeresboden reflektiert, als schwaches Echo kurze Zeit später vom Schiffsempfänger wieder vernommen wird.
 
So wie das Schiff sich unermüdlich in steten parallelen Furchen durchs Wasser pflügt, und dabei kontinuierlich mit der verborgenen Umgebung des Meeresboden in Verbindung steht und sie scanned, entsteht aus der Dunkelheit eine abstrakte Zeichnung von leuchtenden Linien. Linien, die die geheimnisvolle Landschaft unter Wasser nachspüren, die sonst vielleicht nie sichtbar werden würde.
 
In ihrer Installation Inside Configurations nützt Cornelia Erdmann das Potential eines Echolots als Metapher für eine atmosphärische Raumuntersuchung – Atmosphäre so flüchtig und immaterial, jedoch körperlich und räumlich greifbar. So wie die in der Galerie entstandene, künstliche Landschaft aus abstrakten Linien und Lichtobjekten, das Dazwischen der materiellen Welt und uns durchleuchtet und tangiert, so nähert sich der physische Raum der Umgebung dem gefühlten Raum an – unsere Wahrnehmung soll geschärft und dadurch letztendlich auch unsere Vorstellungskraft erweitert werden.

Cornelia Erdmann

Cornelia Erdmann © Cornelia Erdmann Cornelia Erdmann ist eine deutsche Künstlerin, die seit 2006 in Hongkong lebt und arbeitet. Nach ihrem Architekturstudium an der Bauhaus Universität Weimar und an der Waseda Universität Tokio, hat sie noch ein MFA in Kunst im Öffentlichen Raum und Neue Künstlerische Strategien an der Bauhaus Universität Weimar absolviert. Durch ihre Ausbildung in Kunst und Architektur verwischt sie häufig die Grenzen zwischen den verschiedenen kreativen Disziplinen und hat sich in den letzten Jahren auf Auftragsarbeiten und orts-spezifische Konzepte spezialisiert.
 
Das Hauptmedium in ihrer Arbeit ist Licht, eigentlich immateriell und dennoch form- und raumgebend. Raum und Licht haben gegenseitige Abhängigkeiten und Qualitäten, die sie in ihren Arbeiten nutzt, um oft mit anderen Materialien kombiniert, spielerische und orts-spezifische Installationen zu entwerfen, die die Betrachter zur Interaktion einladen und auf verschiedene Weisen überraschen.
 
In den letzten Jahren hat Cornelia zahlreiche Auftragsarbeiten realisiert – hauptsächlich für den Hospitalitybereich, für Verkaufs- und Baubranche, für Büros, aber auch für Privatkunden hauptsächlich in Hongkong, imGrossraum China, Singapur und England. Des Weiteren hat sie in verschieden Museen, Galerien und in Kunstfestivals u.a. in Australien, Deutschland, Hongkong, Japan, Neu Seeland, Singapur und Norwegen ausgestellt.  Bisher wohl einer ihrer prominentesten Projekte ist die Lochskulptur “The People” in der Eingangslobby des New Legislative Council Complex in Hongkong.