Dance Dramaturgy and Creation Workshop von Helena Waldmann und Arnd Wesemann
Workshop|Workshop in Zusammenarbeit mit West Kowloon Cultural District Authority
-
Drama Black Box, The Hong Kong Academy for Performing Arts
- Preis HK$400
Dieser viertägige Workshop über Tanzdramaturgie wird geleitet von der bekannten Berliner Choreographin und Regisseurin Helena Waldmann und dem bedeutenden Journalisten und Tanzkritiker Arndt Wesemann. Um neue kreative und kritische Einsichten zu gewinnen, begleiten die beiden die Teilnehmer in eine „künstlerische Autopsie“, eine Selbsterfahrung über das provozierende Thema „Verteidigung gegen fremde Eindringlinge“.
Bekannt geworden als eine Dramatikerin, die „in Körpersprache schreibt“, schafft Waldmann Choreographien, die als sozialkritische Statements gelesen werden können. Tanz ist dabei nicht nur eine physische Präsentation, sondern auch ein persönliches politisches Statement. Ihre Arbeiten sind aufrüttelnd und zugleich spielerisch, sinnlich und dramaturgisch präzise.
Zur Einführung in ihren tanzdramaturgischen Ansatz und in ihren Arbeitsprozess zur Schaffung eines abendfüllenden Stücks, wird eine Auswahl ihrer Arbeiten als Videomitschnitte gezeigt und besprochen. Danach beschäftigen sich die Teilnehmer in Arbeitsgruppen mit der Frage, wie unsere Gesellschaft und unser persönliches Immunsystem mit „dem Fremden“ (Migranten, Flüchtlingen, transplantierten Organen, Bakterien…) umgehen, und untersuchen verschiedene Arten der Reaktion – Integration, Anpassung, Selbstverteidigung, Abstoßung, Angriff. In der Zusammenarbeit verwandeln die Teilnehmer radikale und kontroverse Ideen in choreographische Interpretationen, die eine Mikro-Perspektive auf ein Makro-Problem bieten.
Die Teilnehmer werden anhand der Bewerbungsunterlagen ausgewählt. Erfolgreiche Bewerber werden am oder vor dem 1. Dezember 2018 per E-Mail mit Zahlungsanweisungen kontaktiert.
Bewerbungsschluss:
18. November 2018
Ansprechpartnerin
Frau Yvonne Yau: (852) 2200 0841, pa1@wkcda.hk
"Creation for Freespace: Dramaturgy and Beyond” – Public Seminar 3: Creating dance pieces von Helena Waldmann und Arnd Wesemann, moderiert von Anna CY Chan und Janice Poon von der HKAPA.
6 January 2019 (So) 15 Uhr - 17.30 Uhr
The Hong Kong Academy for Performing Arts
Weitere Information: https://www.westkowloon.hk/en/dramaturgy
Für weitere Informationen über Waldmanns Arbeit besuchen Sie bitte ihre website oder sehen Sie den Trailer von Good Passports Bad Passports – A Borderline Experience .
HELENA WALDMANN
Helena Waldmanns Arbeiten sind regelmäßig dazu angetan, unser Selbstbild wie unsere Wahrnehmung fremder Kulturen zu durchkreuzen. Die Berliner Regisseurin und Choreografin nähert sich ihren Stoffen gleichsam mit dem Blick der Anthropologin, die scheinbar Vertrautes und Alltägliches so lange beobachtet, bis sich alle Gewissheiten verfremden und in dichte (Tanz-) Beschreibungen verwandeln. Statt mit Wucht zu provozieren, geht Waldmann jeweils mit feinen Nadelstichen vor: Die Textur ihrer Werke ist ebenso präzise wie effektvoll geschnitten, und ihre Zumutung an den Zuschauer liegt eben nicht im ästhetischen Skandal, sondern in der Summe ausdrucksstarker und dennoch wohl dosierter Bilder. Dass Tanz eine Frage der Haltung, auch der politischen Haltung – im Sinne der Infragestellung eigener Positionen – ist, darauf weist jede Produktion aus Waldmanns weltweit vernetzter Werkstatt hin.
ARND WESEMANN
Studium der Angewandten Theaterwissenschaft an der Universität Gießen, später Studium am theaterwissenschaftlichen Institut Frankfurt/Main. Seit 1990 tätig als Journalist; Kritiken und Essays zu zeitgenössischen Formen der Theaterkunst u.a. in »ballet-tanz«, »Theater der Zeit«, »Theater heute« und »Musik Theater«. Seine Reportagen über neue Entwicklungen in der europäischen Kunst- und Theaterszene sowie zu Medienkunst erscheinen in überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, u.a. in: »Tagesspiegel«, »taz«, »Die Zeit«, »Frankfurter Rundschau«, »Süddeutsche Zeitung« und »Screen Multimedia«. Mitglied in diversen Theaterjuries; Buchpublikationen u.a. »Datendummies Netznomaden« (1996). Seit 1997 ist Wesemann Redakteur der Zeitschrift »ballet-tanz«.
Bekannt geworden als eine Dramatikerin, die „in Körpersprache schreibt“, schafft Waldmann Choreographien, die als sozialkritische Statements gelesen werden können. Tanz ist dabei nicht nur eine physische Präsentation, sondern auch ein persönliches politisches Statement. Ihre Arbeiten sind aufrüttelnd und zugleich spielerisch, sinnlich und dramaturgisch präzise.
Zur Einführung in ihren tanzdramaturgischen Ansatz und in ihren Arbeitsprozess zur Schaffung eines abendfüllenden Stücks, wird eine Auswahl ihrer Arbeiten als Videomitschnitte gezeigt und besprochen. Danach beschäftigen sich die Teilnehmer in Arbeitsgruppen mit der Frage, wie unsere Gesellschaft und unser persönliches Immunsystem mit „dem Fremden“ (Migranten, Flüchtlingen, transplantierten Organen, Bakterien…) umgehen, und untersuchen verschiedene Arten der Reaktion – Integration, Anpassung, Selbstverteidigung, Abstoßung, Angriff. In der Zusammenarbeit verwandeln die Teilnehmer radikale und kontroverse Ideen in choreographische Interpretationen, die eine Mikro-Perspektive auf ein Makro-Problem bieten.
Die Teilnehmer werden anhand der Bewerbungsunterlagen ausgewählt. Erfolgreiche Bewerber werden am oder vor dem 1. Dezember 2018 per E-Mail mit Zahlungsanweisungen kontaktiert.
Bewerbungsschluss:
18. November 2018
Ansprechpartnerin
Frau Yvonne Yau: (852) 2200 0841, pa1@wkcda.hk
"Creation for Freespace: Dramaturgy and Beyond” – Public Seminar 3: Creating dance pieces von Helena Waldmann und Arnd Wesemann, moderiert von Anna CY Chan und Janice Poon von der HKAPA.
6 January 2019 (So) 15 Uhr - 17.30 Uhr
The Hong Kong Academy for Performing Arts
Weitere Information: https://www.westkowloon.hk/en/dramaturgy
Für weitere Informationen über Waldmanns Arbeit besuchen Sie bitte ihre website oder sehen Sie den Trailer von Good Passports Bad Passports – A Borderline Experience .
HELENA WALDMANN
Helena Waldmanns Arbeiten sind regelmäßig dazu angetan, unser Selbstbild wie unsere Wahrnehmung fremder Kulturen zu durchkreuzen. Die Berliner Regisseurin und Choreografin nähert sich ihren Stoffen gleichsam mit dem Blick der Anthropologin, die scheinbar Vertrautes und Alltägliches so lange beobachtet, bis sich alle Gewissheiten verfremden und in dichte (Tanz-) Beschreibungen verwandeln. Statt mit Wucht zu provozieren, geht Waldmann jeweils mit feinen Nadelstichen vor: Die Textur ihrer Werke ist ebenso präzise wie effektvoll geschnitten, und ihre Zumutung an den Zuschauer liegt eben nicht im ästhetischen Skandal, sondern in der Summe ausdrucksstarker und dennoch wohl dosierter Bilder. Dass Tanz eine Frage der Haltung, auch der politischen Haltung – im Sinne der Infragestellung eigener Positionen – ist, darauf weist jede Produktion aus Waldmanns weltweit vernetzter Werkstatt hin.
ARND WESEMANN
Studium der Angewandten Theaterwissenschaft an der Universität Gießen, später Studium am theaterwissenschaftlichen Institut Frankfurt/Main. Seit 1990 tätig als Journalist; Kritiken und Essays zu zeitgenössischen Formen der Theaterkunst u.a. in »ballet-tanz«, »Theater der Zeit«, »Theater heute« und »Musik Theater«. Seine Reportagen über neue Entwicklungen in der europäischen Kunst- und Theaterszene sowie zu Medienkunst erscheinen in überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, u.a. in: »Tagesspiegel«, »taz«, »Die Zeit«, »Frankfurter Rundschau«, »Süddeutsche Zeitung« und »Screen Multimedia«. Mitglied in diversen Theaterjuries; Buchpublikationen u.a. »Datendummies Netznomaden« (1996). Seit 1997 ist Wesemann Redakteur der Zeitschrift »ballet-tanz«.
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Ort
Drama Black Box, The Hong Kong Academy for Performing Arts
Hongkong (SAR)
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