Carsten Nicolai: fades stills
Ausstellung|In Zusammenarbeit mit der Galerie EIGEN + ART, ein VIP-Programm der Art Basel Hong Kong
-
Goethe-Galerie, Goethe-Institut Hongkong, Wan Chai
- Sprache Englisch
- Preis Eintritt frei
- Teil der Reihe: Ausstellungsarchiv 2019
Eröffnung und Künstlergespräch "Carsten Nicolai im Dialog mit Magnus Renfrew": Montag, 25. März 2019, 19:00 Uhr
Öffnungszeiten:
10 Uhr - 20.30 Uhr (Mo - Fr)
10 Uhr - 18 Uhr (Sa)
Anlässlich der Art Basel Hong Kong präsentiert das Goethe-Institut eine Auswahl von Aufnahmen aus dem Quellfilm von fades von Carsten Nicolai.
fades ist eine Videoinstallation, die für eine bestimmte Raumsituation konzipiert wurde. Das Video beinhaltet und zeigt lichtbestimmte Gradienten basierend auf linearen und logarithmischen Wellenmodulationen, die sich in dynamischen Mustern bewegen und so eine Vielzahl von Formen und Strukturen erzeugen. Diese visuellen Muster werden auch in einem synchronisierten Soundtrack aus weißem Rauschen als hochfrequente Klänge übertragen und im Raum hörbar "angezeigt". Ähnlich wie bei der Musik übersetzt und etabliert Fades eine universell wahrnehmbare audiovisuelle Sprache, die jenseits unserer üblichen Verständigungssysteme operiert. Daraus ergeben sich 48 Aufnahmen aus dem Quellfilm von fades - 18 davon wurden für diese Ausstellung ausgewählt -, die jeweils als Blaupause für ein mathematisches Vokabular verstanden werden können. Die fades stills repräsentieren das ideale symbiotische Zusammenspiel, das am Goethe-Institut Hongkong während der Art Basel Hong Kong 2019 präsentiert wird.
CARSTEN NICOLAI
Carsten Nicolai, geboren 1965 in Karl-Marx-Stadt, ist ein deutscher Künstler und Musiker mit Sitz in Berlin. Er gehört zu einer Künstlergeneration, die sich intensiv mit dem Übergangsbereich zwischen Musik, Kunst und Wissenschaft beschäftigt. In seiner Arbeit versucht er, die Trennung der Sinneswahrnehmungen des Menschen zu überwinden, indem er wissenschaftliche Phänomene wie Schall- und Lichtfrequenzen für Augen und Ohren wahrnehmbar macht. Beeinflusst von wissenschaftlichen Referenzsystemen, greift Nicolai oft auf mathematische Muster wie Gitter und Codes sowie auf Fehler-, Zufalls- und selbstorganisierende Strukturen zurück. Seine Installationen haben eine minimalistische Ästhetik, die durch ihre Eleganz und Konsistenz sehr faszinierend ist. Nach seiner Teilnahme an wichtigen internationalen Ausstellungen wie der documenta X und der 49. und 50. Biennale in Venedig wurden Nicolais Werke weltweit in umfangreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.
Sein künstlerisches Œuvre spiegelt sich in seiner Arbeit als Musiker wider. Für seine musikalischen Leistungen verwendet er das Pseudonym Alva Noto. Mit einer starken Ausrichtung auf den Reduktionismus führt er seine Klangexperimente in den Bereich der elektronischen Musik und kreiert seinen eigenen Code aus Zeichen, Akustik und visuellen Symbolen. Zusammen mit Olaf Bender und Frank Bretschneider ist er Mitbegründer des Labels'raster-noton. archiv for ton und nichtton'. Verschiedene musikalische Projekte beinhalten bemerkenswerte Kooperationen mit Ryuichi Sakamoto, Ryoji Ikeda (cyclo.), Blixa Bargeld oder Mika Vainio. Nicolai tourte als Alva Noto ausgiebig durch Europa, Asien, Südamerika und die USA. Unter anderem trat er im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, im San Francisco Museum of Modern Art, im Centre Pompidou in Paris und in der Tate Modern in London auf. Zuletzt hat Nicolai die Musik für Alejandro González Iñárritus neuesten Film "The Revenant" eingespielt, der für den Golden Globe, BAFTA und Critics Choice Award nominiert wurde.
Öffnungszeiten:
10 Uhr - 20.30 Uhr (Mo - Fr)
10 Uhr - 18 Uhr (Sa)
Anlässlich der Art Basel Hong Kong präsentiert das Goethe-Institut eine Auswahl von Aufnahmen aus dem Quellfilm von fades von Carsten Nicolai.
fades ist eine Videoinstallation, die für eine bestimmte Raumsituation konzipiert wurde. Das Video beinhaltet und zeigt lichtbestimmte Gradienten basierend auf linearen und logarithmischen Wellenmodulationen, die sich in dynamischen Mustern bewegen und so eine Vielzahl von Formen und Strukturen erzeugen. Diese visuellen Muster werden auch in einem synchronisierten Soundtrack aus weißem Rauschen als hochfrequente Klänge übertragen und im Raum hörbar "angezeigt". Ähnlich wie bei der Musik übersetzt und etabliert Fades eine universell wahrnehmbare audiovisuelle Sprache, die jenseits unserer üblichen Verständigungssysteme operiert. Daraus ergeben sich 48 Aufnahmen aus dem Quellfilm von fades - 18 davon wurden für diese Ausstellung ausgewählt -, die jeweils als Blaupause für ein mathematisches Vokabular verstanden werden können. Die fades stills repräsentieren das ideale symbiotische Zusammenspiel, das am Goethe-Institut Hongkong während der Art Basel Hong Kong 2019 präsentiert wird.
CARSTEN NICOLAI
Carsten Nicolai, geboren 1965 in Karl-Marx-Stadt, ist ein deutscher Künstler und Musiker mit Sitz in Berlin. Er gehört zu einer Künstlergeneration, die sich intensiv mit dem Übergangsbereich zwischen Musik, Kunst und Wissenschaft beschäftigt. In seiner Arbeit versucht er, die Trennung der Sinneswahrnehmungen des Menschen zu überwinden, indem er wissenschaftliche Phänomene wie Schall- und Lichtfrequenzen für Augen und Ohren wahrnehmbar macht. Beeinflusst von wissenschaftlichen Referenzsystemen, greift Nicolai oft auf mathematische Muster wie Gitter und Codes sowie auf Fehler-, Zufalls- und selbstorganisierende Strukturen zurück. Seine Installationen haben eine minimalistische Ästhetik, die durch ihre Eleganz und Konsistenz sehr faszinierend ist. Nach seiner Teilnahme an wichtigen internationalen Ausstellungen wie der documenta X und der 49. und 50. Biennale in Venedig wurden Nicolais Werke weltweit in umfangreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.
Sein künstlerisches Œuvre spiegelt sich in seiner Arbeit als Musiker wider. Für seine musikalischen Leistungen verwendet er das Pseudonym Alva Noto. Mit einer starken Ausrichtung auf den Reduktionismus führt er seine Klangexperimente in den Bereich der elektronischen Musik und kreiert seinen eigenen Code aus Zeichen, Akustik und visuellen Symbolen. Zusammen mit Olaf Bender und Frank Bretschneider ist er Mitbegründer des Labels'raster-noton. archiv for ton und nichtton'. Verschiedene musikalische Projekte beinhalten bemerkenswerte Kooperationen mit Ryuichi Sakamoto, Ryoji Ikeda (cyclo.), Blixa Bargeld oder Mika Vainio. Nicolai tourte als Alva Noto ausgiebig durch Europa, Asien, Südamerika und die USA. Unter anderem trat er im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, im San Francisco Museum of Modern Art, im Centre Pompidou in Paris und in der Tate Modern in London auf. Zuletzt hat Nicolai die Musik für Alejandro González Iñárritus neuesten Film "The Revenant" eingespielt, der für den Golden Globe, BAFTA und Critics Choice Award nominiert wurde.
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Ort
Goethe-Galerie, Goethe-Institut Hongkong
Hong Kong Arts Centre
2 Harbour Road
Wan Chai
Hongkong (SAR)
Hong Kong Arts Centre
2 Harbour Road
Wan Chai
Hongkong (SAR)