ODDKIN

ZEITGEIST Hongkong-Serie|Klang- und Videoinstallation

  • Goethe-Galerie & Black Box Studio, Hongkong

  • Preis Eintritt frei

Die Ausstellung wird am 17.10.2025 (Freitag) um 18:30 Uhr in Anwesenheit aller teilnehmenden Künstler eröffnet. Alle sind herzlich willkommen!

Begleitprogramme:

17.10.2025 (Freitag) 18:30–20:15 Uhr, Goethe-Galerie und Bibliothek, Goethe-Institut Hongkong

Galerieführung (auf Englisch) und Künstlergespräch (auf Kantonesisch) mit vier teilnehmenden Künstlern, mit Frage-Antwort-Runde

09.11.2025 (Sonntag) 16:00–17:30 Uhr, online
Reaktion auf ODDKIN: Podiumsdiskussion mit Gästen

Gastredner: Dr. ZHANG Zimu Teilnehmer: Chan Hau Chun, Chui Chi Yin, Lam Wing Sze, Yim Sui Fong
Durchgeführt auf Mandarin und Kantonesisch
Anmeldungslink: cuhk.zoom.us/webinar/register/WN_vFdQvaPMRiiRkFe_oc0cDw

Öffnungszeiten der Goethe-Galerie und des Black Box Studios:
10:00 bis 19:00 Uhr (Mo–Fr)
9:30 bis 18:30 Uhr (Sa)
Sonntags und an Feiertagen geschlossen

In turbulenten Zeiten greifen wir auf Donna Haraways Konzept von ODDKIN zurück und fragen: Wie können wir angesichts globaler ökologischer und sozialer Krisen lernen, Allianzen zu bilden? Wie können wir die Möglichkeit einer „seltsamen Verwandtschaft” unter Bedingungen erkunden, die Koexistenz und gemeinsames Überleben erfordern? Eine solche Verwandtschaft basiert nicht auf Blutsverwandtschaft, sondern auf Verbindungen mit dem Unheimlichen – diesen ungewohnten, widerspenstigen Lebensformen. Wir wählen die Konfrontation als Methode, lassen Unterschiede aufeinanderprallen und bilden eine vorübergehende, aber notwendige kreative Koalition.

Die Ausstellung wurde von YIM Sui Fong initiiert, beteiligt sind die Künstler CHAN Hau Chun, CHUI Chi Yin und LAM Wing Sze. Die vier Künstler, die hauptsächlich mit bewegten Bildern arbeiten, beginnen mit Beobachtungen des urbanen Alltags und verwandeln Lektüre, Diskussionen und Begegnungen vor Ort in Klang- und Videoinstallationen. Der Entstehungsprozess dieser Ausstellung geht auf eine Reihe von Lesegruppen zurück: von Haraways Staying with the Trouble über Zanette & Clinchys Ecology of Fear bis hin zu Fishers The Weird and the Eerie und Waites On the Politics of Boredom. Die Orte dieser Zusammenkünfte wurden bewusst variiert – Dachterrassen, Lion Rock, Kantinen, Flughäfen – und wurden jeweils zu Schauplätzen, an denen Theorie, Körper und Ort miteinander verschmolzen und sich Praktiken der gegenseitigen Reflexion und Kritik entfalten konnten.

„Mit Unbehagen konfrontiert sein“ wurde zu unserem gemeinsamen kreativen Ansatz. Die Werke bewegen sich zwischen Selbstkonfrontation und Unheimlichkeit: Mehrkanalvideos zeigen Brüche und Rekonstruktionen des Selbst, während Klanginstallationen Kräfte hervorrufen, die schwer wahrnehmbar sind, aber unsere Realität tiefgreifend prägen. Wir fragen: Wenn das Seltsame und Unheimliche Handlungsweisen sind, könnten sie uns dann helfen, mit geschärfter Sensibilität die Schwellen zwischen Abwesenheit und Anwesenheit zu überwinden?

Durch die Verflechtung von Bild und Ton probt die Ausstellung eine Form des temporären kollektiven Handelns. ODDKIN ist vielleicht eine Art des Lernens – zu lernen, wie man innerhalb von Brüchen Verbindungen findet und wie man auf Unbehagen reagiert.