Hintergrund
Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz (COP 2026) in Antalya rückt die Frage nach Wasser als zentraler Ressource, Konfliktfeld und Lebensgrundlage verstärkt in den Fokus internationaler Debatten.
Wasserknappheit ist ein globales Problem, das viele Regionen der Welt betrifft und durch den Klimawandel weiter verstärkt wird. Auch die Türkei steht vor einer sich zunehmend verschärfenden Wasserkrise, die insbesondere in Zentralanatolien und in Ankara deutlich spürbar ist: zunehmende Trockenperioden, sinkende Niederschläge, zunehmende Versiegelung von Böden und veraltete Infrastruktur führen zu erheblichem Wasserverlust und gefährden langfristig die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig fehlt es oft an Wissen und Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser.
Das Goethe-Institut Ankara lädt Studierende und Absolvent*innen ein, sich mit Wasser als ästhetischem, sozialem und politischem Gegenstand auseinanderzusetzen. Was bedeutet Wasser – als Ressource, als Erinnerungsort, als Gemeinschaft stiftender Raum, als Bedrohung? Welche Formen findet Kunst, um diese Fragen zu stellen?
Was wir suchen
Wir suchen künstlerische Arbeiten, die Wasser nicht nur zeigen, sondern befragen. Arbeiten, die eine Haltung haben. Die eine Frage stellen, eine Spannung erzeugen, einen Perspektivwechsel ermöglichen.
Mögliche Themenfelder:
- Wasser als soziale Frage: Wer hat Zugang – wer nicht?
- Wasser als Erinnerungsraum: Wie prägt Wasser Orte und Menschen?
- Wasser als Infrastruktur: Das Unsichtbare sichtbar machen
- Wasser und Klimawandel: Dürre, Überflutung, Transformation
- Wasser als öffentlicher Raum: Begegnung, Konflikt, Gemeinschaft
Wer kann sich bewerben?
Eingeladen sind Studierende und Absolvent*innen (bis 2 Jahre nach Abschluss) aller Hochschulen in Ankara aus folgenden Disziplinen:
- Bildende Kunst & Fotografie
- Architektur & Stadtplanung
- Design & Medienkunst
- Film, Sound & Performance
- Literatur & kreatives Schreiben
Einzel- und Teameinreichungen sind willkommen.
Bewerbungsunterlagen
Die Bewerbung umfasst:
- Projektbeschreibung (max. 500 Wörter, türkisch, deutsch oder englisch)
- Visuelles Material oder Konzeptskizzen (PDF, max. 10 Seiten)
- Kurzer Lebenslauf / Studienprofil (max. 1 Seite)
- Bei Teameinreichungen: Kurzprofil aller Mitglieder
Was die Gewinner*innen erhalten
Die besten Projekte werden von einer internationalen Jury ausgewählt. Die ausgewählten Arbeiten erhalten:
- Falls erforderlich, eine Materialkostenpauschale zur Umsetzung des Projekts in Höhe von 100 €
- Ausstellung der eingereichten Arbeit als Teil der öffentlichen Ausstellung Unser Wasser – Leben und Verantwortung im Goethe-Institut Ankara (November - Dezember 2026). Sollten es die Rahmenbedingungen zulassen, ist auch eine Teilnahme an Ausstellung in Izmir möglich, die gleichzeitig stattfinden wird.
- Dokumentation der Projekte in digitalem Format auf der Webseite des Goethe-Instituts
Zeitplan
Ausschreibung: 10.04.2026
Bewerbungsschluss: 01.06.2026
Jurysitzung: Mitte Juni 2026
Benachrichtigung der Gewinner*innen: Ende Juni 2026
Realisierungsphase: Juli – Oktober 2026
Ausstellungseröffnung: November 2026
Einreichung
Ausschließlich digital an:
programm-ankara@goethe.de
Betreff: Suyumuz Open Call 2026 – [Name / Team]
Alle eingereichten Unterlagen werden vertraulich behandelt. Eine Rücksendung des eingereichten Materials ist nicht möglich.
Fragen & Kontakt
Fragen zur Ausschreibung richten Sie bitte an:
programm-ankara@goethe.de