„Church Street Murals“ von William Craddock
Einer der 13 Künstler*innen ist William Craddock. In einem Interview erklärt er, dass seine Werke oft auf Fotos oder Videos basieren und Identitäten, Momente und Orte darstellen, wie er selbst sie sieht, dass sie Elemente von Politik, Aktivismus, Spiritualität und homosexueller Identität enthalten und darüber hinaus traditionelle Ideen und Bilder aus einer neuen Perspektive erkunden.
Sein Wandgemälde für das Projekt Church Street Murals besteht aus den Motiven verschiedener Buttons, die im Laufe von Jahrzehnten im Zusammenhang mit der LGBTIQ*-Gemeinschaft entstanden sind. Sie stammen von verschiedenen Veranstaltungen, Festivals, Organisationen und Initiativen. Bevor sie zu einem Wandgemälde im Rahmen des „Church Street Murals“-Projekts wurden, waren die Buttons Teil seines „Pin Button“-Projektes, einer Onlineausstellung. Doch er malte die Buttons nicht allein an die Wand. Seine Idee war es, die Gemeinschaft zusammenzubringen und die Menschen an seinem Werk teilhaben zu lassen. So konnten sich verschiedene Leute beteiligen und einen Button aussuchen, den sie gern selbst in das Wandbild malen wollten. Trotzdem war die Gestaltung und Anordnung der Buttons stark von William durchdacht; er saß lange Zeit daran, die Buttons unterschiedlich zu drapieren, bis er zum Endresultat kam. Sein Ziel war es, die heutige Bedeutung der LGBTIQ*-Gemeinschaft zu verdeutlichen und aufzuzeigen, was für eine wichtige Rolle sie schon seit Jahrzehnten spielt. William geht es vor allem um die Wissensvermittlung. Gleichzeitig sollten – durch die gemeinsame Gestaltung der Wand – Engagement, Inklusion und Einsatz gefördert werden.