Unterricht in Konferenztools ist als synchrones Online-Element in Blended Learning Kursen oder als reiner Online-Live-Unterricht mittlerweile fester Bestandteil des Portfolios von Sprachschulen und Goethe-Instituten und ermöglicht nachhaltiges gemeinsames Lernen – wenn er eine Reihe von Merkmalen aufweist. Welche das sein können, zeigen wir in unserem Praxistipp.
Von Stefan Häring und Christiane Bolte-Costabiei
Kennenlernaktivität „Zeigen Sie uns …“
| © Goethe-Institut Thailand
Kennenlernaktivität „Wo sind Sie im Moment?“
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Auch die Aktivität „Wo ist bei Ihnen…?“ ermöglicht ein bewusstes Wahrnehmen der Lernenden und ihrer Stimmungen. Die damit verbundene Bewegung schafft zudem zu Unterrichtsbeginn eine entspannte Atmosphäre. Die Lernenden sehen sich bewusst an, lesen die Namen der anderen und orientieren sich. Die Aktivität kann als Kettenaktivität durchgeführt werden, bei der die Lernenden nach einem einführenden Beispiel durch die Lehrkraft, das Fragen übernehmen.
Kennenlernaktivität „Wo ist bei Ihnen …?“
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Beim Unterricht in Konferenztools befinden sich Lehrkraft und Lernende physisch an verschiedenen Orten und sind dabei per Audio und Video miteinander verbunden. Dadurch ergeben sich neue Chancen für den Unterricht. Neben den digitalen Instrumenten, die das Konferenztool bietet und zusätzlichen Web 2.0-Tools, kann damit der individuelle persönliche Raum von Lehrkraft und Lernenden miteinbezogen werden, wodurch kreative Lernmöglichkeiten entstehen, die nicht nur alle Sinneskanäle ansprechen, sondern auch Fertigkeiten trainieren, bei denen analoges und digitales Lernen miteinander verschmelzen. Besonders gut gelingt das bei den klassischen Themen der A-Niveaustufe. Durch die Verbindung des digitalen mit dem jeweils individuellen persönlichen Raum lassen sich didaktisch-methodische Unterrichtsprinzipien wie Personalisierung und Lernendenaktivierung realisieren, die gerade auch für den Unterricht in Konferenztools essenziell sind.
Über Kleidung sprechen
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Bei der Aktivität So viele Sachen in unserem Kleiderschrank zum Beispiel zeigen die Lernenden einander ausgewählte Kleidungsstücke aus ihrem Kleiderschrank und sprechen darüber in Gruppen.
Lebensmittel benennen
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Die Lernenden notieren zunächst in Einzelarbeit fünf bis sieben Lebensmittel aus ihrer Küche, die bald gegessen werden müssten. Dann gehen sie in ihre Küche und kontrollieren, ob sie die Lebensmittel tatsächlich zu Hause haben. Als Beispiel bringen sie ein Lebensmittel mit, das sie in die Kamera halten und das sie kurz benennen. Anschließend teilt die Lehrkraft die Lerngruppe in Konferenzräume ein und die Gruppen überlegen sich zu ihren Lebensmitteln ein Menü, das aus Vor- und Hauptspeise und Nachtisch besteht. Im Plenum präsentieren sie es kurz. In einer abschließenden Abstimmung, die die Lehrkraft zuvor im Konferenztool oder mit einem Umfragetool angelegt hat, wählen die Lernenden aus, welches Menü ihnen persönlich am meisten zusagt und zu dem sie eingeladen werden möchten.
Ein Menü planen
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Partnerdiktat
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In Form eines Speed-Datings sprechen die Lernenden mit wechselnden Partner*innen über Fragen zu einem Thema. Sie werden dazu beispielsweise alle zwei Minuten in einem anderen Raum zu einem/einer anderen Partner*in verschoben. Hierdurch wird ein hoher Grad an Interaktion erreicht.
Speed-Dating
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Satzelemente sortieren
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