ReiheDeutsche Filme
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Die 17-jährige Fanny nimmt an einem deutsch-französischen Austauschprogramm teil. In Leipzig besucht sie die Austauschschülerin Lena, die davon träumt, politische Aktivistin zu werden. Um Lena zu beeindrucken, denkt sich die eher schüchterne und zurückhaltende Fanny viele Lügen aus - von denen sie jedoch schnell eingeholt wird.
Tandem – In welcher Sprache träumst du? ist ein Film, der Schüler*innen dazu anregt, über Identität, Mehrsprachigkeit, erste Liebe und politische Selbstverortung nachzudenken. Die Begegnung zwischen Fanny und der politisch engagierten Lena führt nicht nur zu einer intensiven Annäherung der beiden Jugendlichen, sondern öffnet auch den Blick auf familiäre Konflikte, gesellschaftliche Spannungen und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens im heutigen Europa. Der Film eignet sich besonders gut als Ausgangspunkt für Gespräche über kulturelle Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland, über Sprache als Mittel der Verständigung – und als Barriere – sowie über die Frage, wie Jugendliche mit Zukunftsängsten, Erwartungen und Selbstbildern umgehen.
Neben den beiden Protagonistinnen spielt auch der europäische Alltag eine zentrale Rolle: Leipzig und Straßburg erscheinen als Lebensräume, in denen persönliche und gesellschaftliche Fragen aufeinandertreffen. Aus diesem Grund finden sich im begleitenden Material auch Anknüpfungspunkte zu Themen wie (europäische) Identität, Schüleraustausch, Mehrsprachigkeit und politisches Engagement Jugendlicher, die unabhängig vom Film eingesetzt werden können.
Obwohl der Film in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben ist, empfiehlt sich sein Einsatz vor allem in höheren Klassenstufen. Die vielschichtige Darstellung emotionaler und politischer Konflikte, das teilweise schnelle Sprechtempo sowie der Wechsel zwischen mehreren Sprachen können für jüngere oder sprachlich schwächere Lernende herausfordernd sein. Der Einsatz von Untertiteln wird wegen der zusätzlichen französischen Sprache empfohlen. Der Film bietet verschiedene Diskussionsanlässe, insbesondere zu Themen wie Selbstinszenierung, Wahrheit und Lüge, Verantwortung, familiäre Rollenbilder und politisches Bewusstsein.
ReiheDeutsche Filme