Afghanistan
Um die Welt gingen Bilder, in denen Taliban-Kämpfer Musikinstrumente verbrannten und Künstler*innen aus Angst ihre eigenen Kunstwerke vernichteten. Kulturschaffende in Afghanistan und in der Diaspora versuchen weiterhin künstlerisch aktiv zu sein. Während es einige Kulturschaffende geschafft haben, das Land zu verlassen, warten andere noch immer auf die Möglichkeit zur Flucht.
Das Goethe-Institut Afghanistan
Das 1965 gegründete Goethe-Institut Kabul musste 1991 vor dem Einmarsch der Mudschaheddin seine Tätigkeit einstellen. Bis zu seiner Schließung war das Goethe-Institut Kabul ein bekannter und beliebter Ort für Begegnung, Austausch und kulturelle Veranstaltungen.
Nach dem Ende des ersten Taliban-Regimes 2001 wurde ab Februar 2002 mit den ersten Recherchen vor Ort zur Wiederaufnahme der Arbeit begonnen. Im September 2003 wurde das Institut in der ehemaligen Residenz der damaligen DDR-Botschaft wiedereröffnet. Mit dem Bezug des eigenen Hauses und der Entsendung von weiterem Personal nahm das Institut seine Tätigkeit in allen Arbeitsbereichen wieder auf.
Das Goethe-Institut
Afghanistan unterstützte die damals noch bestehende Kulturszene bei ihrem Wiederaufbau und förderte auch das Entstehen neuer kultureller Praktiken – beispielsweise die Bereiche zeitgenössische Literatur, Animationsfilme und Puppentheater.
Das Institut befand sich auf dem Gelände der Deutschen Botschaft. Bei einem Anschlag darauf wurde 2017 das Institut schwer beschädigt und musste daraufhin die Arbeit einstellen. Seit dem 15. August 2021 sind die Taliban erneut an der Macht.
Ausstellungsrückblick
Invisible Power – Striving for Femininity and Identity
Vom 8. Dezember 2023 – 14. Januar 2024 fand die Ausstellung Invisible Power – Striving for Femininity and Identity, kuratiert von Sara Nabil, in der ACUD Galerie in Berlin statt. Ein Rückblick zur Ausstellung mit Werken der Künstler*innen Rada Akbar, Leila Mousavi und Mohsin Taasha.
Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.