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17:00–19:00 Uhr
Syrien: Quo Vadis?
Panel Diskussion|Ein Jahr nach dem Sturz Assads: Wo stehen die Syrerinnen und Syrer in Deutschland heute?
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ACUD Studio, Berlin
- Sprache Englisch
- Preis Eintritt frei
- Teil der Reihe: Syrien: Quo Vadis?
Kuration und Einführungstext Mohammad Al Attar.
Wie nehmen Syrer*innen in Deutschland die Situation sowohl in Syrien als auch hierzulande wahr, angesichts der Veränderungen, die in beiden Ländern im vergangenen Jahr stattgefunden haben? Erscheint das Konzept des “barzakh” (Zwischenzustand) heute klarer denn je, da die Lage in Syrien nach wie vor keine sichere freiwillige Rückkehr aller Syrer*innen und den Aufbau eines würdigen Lebens dort ermöglicht, während gleichzeitig die Einwanderungsfeindlichkeit im Allgemeinen – und die Forderungen nach einer Rückkehr der Syrer*innen im Besonderen – in Deutschland zugenommen haben? Wie stehen Syrer*innen in Deutschland heute zu ihren „zwei Ländern“: ihrer Heimat und dem Land, in dem sie gelebt, gearbeitet und sich ein neues Leben aufgebaut haben?
Mit unseren Gäst*innen, dem Theatermacher Mohammad Al Attar, der Filmemacherin Guevara Namer, der Juristin Joumana Seif und der Journalistin Kristin Helberg versuchen wir zu verstehen, wie die Menschen den politischen Wandel vor Ort erleben: zwischen dem Gefühl, dass Hoffnung auf Veränderung möglich geworden ist, und dem Entstehen von Freiräumen, die Syrer*innen zuvor nicht hatten.
Moderation: Kristin Helberg
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Syrien: Quo Vadis?“ des Goethe-Instituts im Exil. Seit Anfang 2025 schafft die Reihe im ACUD Kunsthaus Berlin einen Raum für Gespräche über Identität, Erinnerung, Verantwortung und Zukunftsperspektiven – und für die Stimmen der syrischen Diaspora, die die fortlaufenden Veränderungen ihres Landes kritisch und aktiv begleiten.
Barrierefreiheit:
Das ACUD verfügt über barrierefreie Zugänge zu den beiden oberen Etagen. Bitte kontaktieren Sie uns vorab unterim-exil@goethe.de oder sprechen Sie das Team des Goethe-Instituts im Exil vor Ort an, damit der Zugang zum Aufzug für Sie ermöglicht werden kann.
Panelist*innen
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Mohammad Al Attar ist ein syrischer Schriftsteller, Dramatiker und Essayist. Sein Werk vereint Dokumentation mit Fiktion, er gilt als wichtiger Chronist des vom Krieg gezeichneten Syriens. Seine Theaterstücke, u.a. „Withdrawal“, „A Chance Encounter“, „Could You Please Look into the Camera?“, „Antigone of Shatila“, „While I was waiting“, „Aleppo. A Portrait of Absence“, „Iphigenia“, „The Factory“, „Damascus 2045“, „Yesterday’s Encounter“ und „Searching for Zenobia“ wurden in verschiedenen Sprachen an bedeutenden internationalen Bühnen und Festivals aufgeführt, darunter die Berliner Volksbühne, HKW Berlin, Ruhrtriennale, Theater Freiburg; das Avignon Festival und das Festival d'Automne in Paris; das Lincoln Center in New York; das Kunsten Festival in Brüssel; das Royal Court Theatre in London; das Zurich Theater Spektakel und das Adelaide Fringe Festival in Australien. Zusätzlich zu seinen Bühnenwerken hat Al Attar zahlreiche Beiträge in Magazinen und Zeitungen veröffentlicht, mit einem besonderen Fokus auf die syrische Revolution und die daraus resultierenden Konflikte seit 2011.
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Guevara Namer ist eine in Berlin lebende Dokumentarfilmerin und bildende Künstlerin, deren Arbeit sich mit Feminismus, Identität und Exil befasst. Sie begann ihre Karriere 2005 in Damaskus und hat seitdem international als Regisseurin, Kamerafrau, Forscherin und Produzentin gearbeitet. Als Preisträgerin der Deutschen Filmakademie (Lola 2022) hat sie an Projekten mitgewirkt, die auf großen Festivals und bei großen Sendern präsentiert wurden. Über das Filmemachen hinaus ist sie eine erfahrene Diskussionsteilnehmerin und Beraterin zum Thema MENA-Kino, wobei ihr Schwerpunkt auf sozialpolitischem künstlerischem Storytelling liegt.
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Joumana Seif ist Mitglied der Nationalen Kommission für Übergangsjustiz und Wahrheit. Sie ist Gründerin der Riad Seif Human Rights Foundation und Vorsitzende des Vorstands des Democratic Dialogue Forum in Damaskus. Sie arbeitet als Senior Legal Adviser im Programm für internationale Verbrechen und Rechenschaftspflicht am Europäischen Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte (ECCHR) in Berlin. Für ihren Beitrag zur Einstufung sexueller Gewalt in syrischen Haftanstalten als Kriegswaffe und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde sie mit dem Anna-Klein-Preis für Mut ausgezeichnet.
Seit 2000 unterstützte Joumana die demokratische Bewegung in Syrien mit besonderem Schwerpunkt auf politischen Gefangenen. 2012 war sie gezwungen, Syrien zu verlassen. Sie war Mitbegründerin der Syrian Feminist Lobby im Jahr 2014 und der Syrian Feminist Political Movement im Jahr 2017. Im Jahr 2022 war sie Vorsitzende des Vorstands der Day After Organization for Supporting Democratic Transition in Syria. Nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 kehrte sie nach Syrien zurück, um einen Beitrag zur politischen Übergangsphase zu leisten. -
Kristin Helberg ist Journalistin und Politikwissenschaftlerin. Sie berichtete sieben Jahre aus Damaskus, hat mehrere Bücher zu Syrien geschrieben und lebt heute als Autorin, Nahostexpertin und Moderatorin in Berlin. Zuletzt erschien von ihr „Der Syrien-Krieg. Lösung eines Weltkonflikts“ im Herder-Verlag. Als Stipendiatin der Stiftung Mercator untersuchte sie die syrische Diaspora in Deutschland.Seit September 2024 organisiert und moderiert sie die Veranstaltungsreihe "Zeit zu reden", die sensible Themen vor allem im Kontext Palästina und Israel diskutiert.
Ort
Veteranenstraße 21
10119 Berlin
Deutschland
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