Lateinamerika zählt für Menschenrechts- und Umweltaktivistinnen seit Langem zu den gefährlichsten Regionen der Welt. In Mexiko und Honduras wurden Häuser eingerichtet, in denen sich Aktivistinnen, die verschiedenen Angriffen ausgesetzt sind, für einige Tage zurückziehen können, um sich zu erholen und ihre Schmerzen und Traumata zu lindern.
An einer hohen Mauer sind zwei Frauen aufgemalt, zwischen ihnen ein Baum und ein strömender Fluss, in dem Fische schwimmen. Eine der Frauen webt einen Teppich, über ihrem Kopf fliegen bunte Schmetterlinge und ein Kolibri. Vor der Mauer mit dem Gemälde hat sich Claudia Campo Cisneros, eine Menschenrechtsaktivistin aus Kolumbien, einen kleinen Busch ausgesucht, an dem sie ihren persönlichen Altar gestaltet. Sie stellt ein Foto von sich selbst auf, dazu eine Kerze, um den Busch legt sie kleine Steine und Blumen, die sie in dem großen Garten rund um das Haus Casa La Serena gefunden hat.Diesen Altar bereitet sie als Teil ihrer letzten Übung während des zehntägigen Aufenthalts in Mexiko vor, wohin sie sich zurückgezogen hat. Vier weitere Frauen aus verschiedenen Teilen Mexikos, haben die zehn Tage mit ihr dort verbracht. Die zweite Frau, klein, stets lächelnd, in einer Bluse mit rosa Blumen, ist eine Aktivistin aus dem Bundesstaat Guerrero an der Ostküste Mexikos. Sie setzt sich für die Rechte von Hebammen und für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen ein. Eine andere Aktivistin aus Chihuahua im Norden des Landes verteidigt Frauenrechte. Die dritte kommt aus dem südlichen Bundesstaat Oaxaca, wovon auch ihr traditioneller langer Rock und ihre Bluse zeugen, beide sind reich mit handgestickten Blumen verziert. Sie unterstützt seit Langem indigene Volksgruppen, deren Leben durch den Bau von Windparks oder durch andere Aktivitäten multinationaler Konzerne beeinträchtigt werden. Die fünfte Frau der kleinen Gruppe kommt wiederum aus Nordmexiko, wo sie als freie Journalistin tätig ist und mit verschiedenen gemeinnützigen Organisationen zusammenarbeitet.
Nach der Vorbereitungsphase präsentieren Claudia und die vier anderen Teilnehmerinnen ihre Altäre und sprechen kurz darüber, was ihnen jeweils an sich selbst wichtig ist. Sie erhalten anschließend in einer freundlichen Atmosphäre Feedback von den anderen Teilnehmerinnen.
Solch ein geschütztes Umfeld, wie es ihnen das Haus Casa La Serena in Oaxaca de Juárez bietet, erleben sie in ihrem Alltag nicht. Claudia beispielsweise arbeitet für die kolumbianische Asociación Minga, die Bildungs- und Menschenrechtsprogramme in den schwierigsten Regionen des Landes durchführt, wo noch immer bewaffnete Gruppen aktiv sind. Sie reist regelmäßig in Gebiete, in denen es zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommt. „Das führt zu vielen Bedrohungen, zu Angriffen auf Vertreter der Gemeinden und zur Vertreibung der Bevölkerung aus Angst vor zunehmenden bewaffneten Auseinandersetzungen“, beschreibt Campo Cisneros die Realität in Kolumbien. Ihr tagtägliches Leben ist geprägt von Angst, von Vorsicht und Hilflosigkeit sowie von der Frage, ob sich die Situation in den abgelegenen Gemeinden Kolumbiens überhaupt ändern lässt. „Ich bin von Enttäuschung und Verzweiflung überlastet“, erklärt sie. „Obwohl wir jetzt eine Regierung haben, von der wir uns eine andere Führung des Landes erhofft hatten, gibt es mächtige etablierte Strukturen wie Drogenhandel und Korruption, die sämtliche Bemühungen um Veränderungen abschwächen.“
Attacken, Burnout, Depression
Die 33-jährige Claudia Campo Cisneros kam in die Casa La Serena, weil sie an Depressionen litt, die auch als Folgen ihres Gefühls der Machtlosigkeit in ihrer Arbeit aufgetreten waren. „Es ist sehr anstrengend, die Geschichten früherer Generationen zu hören, die dieselben Probleme durchgemacht haben wie wir heute“, sagt sie.Ohnmacht ist nur eine der Herausforderungen, denen sich Menschenrechtsaktivistinnen und Umweltschützerinnen in ihrem Leben stellen müssen. Vor allem für Menschen wie sie gibt es die Aufenthalte an solch einem Zufluchtsort wie in der ruhigen kleinen Gasse am Rande von Oaxaca, der Hauptstadt des gleichnamigen mexikanischen Bundesstaates. Casa La Serena wird von der lokalen Organisation Consorcio Oaxaca betrieben, die zu einem Netzwerk von über dreihundert Organisationen gehört, welche in der Mesoamerikanischen Initiative der Menschenrechtsverteidigerinnen (IM-Defensoras) vereint sind. Dieses Netzwerk unterstützte vor einigen Jahren die Gründung der Casa La Serena in Mexiko und einige Jahre später die eines weiteren Hauses mit ähnlichem Zweck, die Casa La Siguata in Honduras, das dort vom Nationalen Netzwerk der Menschenrechtsverteidigerinnen in Honduras (Red Nacional de Defensoras de Derechos Humanos en Honduras) verwaltet wird.
Die IM-Defensoras dokumentiert seit Langem Angriffe auf Frauen, die sich in Mexiko, El Salvador, Nicaragua, Honduras und Guatemala für Menschenrechte und Umweltschutz einsetzen. Von 2012 bis 2023 wurden mehr als 35.000 Angriffe auf Aktivistinnen und Organisationen registriert, die sich in Mesoamerika für den Schutz der Menschenrechte einsetzen. Laut der Organisation handelt es sich um Angriffe infolge von Ungleichheit und femizidem Machismus, fehlender Strafverfolgung, des organisierten Verbrechens und dessen Verknüpfung mit staatlichen Institutionen und Unternehmen, die in den betreffenden Ländern aktiv sind.
Neben den vielfältigen Formen von Gewalt fällt es Aktivistinnen oft schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren. Viele haben zudem Familienmitglieder verloren, im besten Fall sind diese in die USA ausgewandert, im schlimmsten Fall aber verschwunden oder ums Leben gekommen. „Frauen erleben furchtbare Situationen. Wir haben Kolleginnen verloren durch die erschreckende Verschärfung repressiver Systeme, was sich in Form von Rassismus und Patriarchat sowie durch die verstärkte Militarisierung zeigt“, sagt Lilian Rebeca Funes Girón, die Koordinatorin der Casa La Siguata in Honduras.
In dem zentralamerikanischen Land war es für die Aktivistinnen auch aufgrund des internen Konflikts im Lande, der Auswirkungen auf ihre Arbeit und ihr Leben hatte, notwendig, einen sicheren Ort zu schaffen. Diese Notwendigkeit hatte sich nach dem Mord an der prominenten Umweltaktivistin Berta Cáceres noch intensiviert. Cáceres hatte gegen den Abbau von Rohstoffen und den Bau von Wasserkraftwerken auf dem von der indigenen Bevölkerung bewohnten Land gekämpft. Dafür wurde sie 2016 ermordet. Ihr Schicksal ist nur eines von vielen Beispielen für die große Gefahr, der Menschenrechtsaktivistinnen in dieser Region ausgesetzt sind.
Die Organisation Global Witness gibt im Bericht Missing Voices an, dass 2023 weltweit 196 Umweltaktivistinnen und -aktivisten ermordet wurden. Über 80 Prozent von ihnen stammten aus Lateinamerika. Arbeiten und leben unter solch gefährlichen Bedingungen führt nicht selten zu Erschöpfung, Burnout und Depressionen.
Orte zur Entspannung
Die beiden Häuser in Mexiko und Honduras bieten im Laufe des Jahres mehrere Aufenthalte an, in der Regel für fünf Teilnehmerinnen, um einen individuellen Zugang ermöglichen zu können. Mitunter kommen alle Aktivistinnen der Gruppe aus demselben Land, manchmal schließen sich Frauen aus verschiedenen Regionen zusammen, so ist Claudia zur Gruppe mexikanischer Frauen hinzugekommen. Organisationen können Aufenthalte in den Häusern auch direkt für ihre Mitarbeiterinnen buchen.Funes Girón sagt, die Frauen, die in die Casa La Siguata kommen, sind „Frauen, die Träume, Möglichkeiten und Leben aussäen“. Sie vermeidet das Wort Aufenthalt, spricht eher über eine „Einladung an Aktivistinnen, damit sie neue Wege eröffnen können“. Ein paar Tage in solchen Häusern zu verbringen, bedeutet Erholung, aber auch die Auseinandersetzung mit sich selbst. „Während dieses Prozesses tauchen Fragen auf, was es für uns bedeutet, sich Erholung zu gönnen, zu fühlen und sich mit vielen Themen unserer persönlichen Geschichte auseinanderzusetzen, die wir nicht hören oder sehen wollen, die aber sehr wichtig sind“, erklärt Funes Girón.
„Mir gefällt dieser Ansatz – uns unserer selbst als verletzte Frauen bewusst zu sein“, sagte Claudia Campo Cisneros am Ende ihres Aufenthalts in der Casa La Serena: „Auch als Menschenrechtsverteidigerinnen haben wir das Recht, uns einen Raum für Erholung zu schaffen. Ein Mensch kann nicht alles machen.“
Nach der letzten Übung begeben sich die Aktivistinnen der Casa La Serena zurück an den Holztisch, an dem sie während ihres Aufenthalts ausgewogen gegessen haben, und beginnen, die Naturseifen zu verpacken, die sie im Rahmen einer der Aktivitäten hergestellt haben. Sie lachen gemeinsam und wirken entspannt, obwohl einige von ihnen während der Übung mit ihren persönlichen Altären geweint hatten.
Beide Häuser nutzen eine Vielzahl von Therapien, von Massagen über Kunsttherapien bis hin zu indigenen Ritualen. „Wir arbeiten mit den fünf Dimensionen des menschlichen Wohlbefindens: der physischen, mentalen, energetischen, psychologischen und spirituellen Dimension“, sagt Nallely Guadalupe Tello Méndez, Koordinatorin des Hauses in Oaxaca. Sie führt mich durch die verschiedenen Bereiche der Casa La Serena und erklärt mir, welche Wandmalereien von Aktivistinnen aus welchem Land stammen. „Wir bieten Workshops zur Ernährung, Yoga und verschiedene Tanzformen an. Wir arbeiten mit Therapeuten zusammen, die psychologische Einzel- und Gruppentherapie sowie bioenergetische Untersuchungen anbieten. Das Programm ist so strukturiert, dass wir all diese Dimensionen abdecken“, sagt Tello Méndez. Es kommt auch auf Details wie die Zubereitung des Essens an, zum Beispiel auf Kaffee zu verzichten oder regelmäßig Wasser zu trinken. Das aufmerksame Team der Casa La Serena kümmert sich während der ganzen Zeit des Aufenthalts auch darum.
Heilung in Verbindung mit dem Erdreich
Die Casa La Siguata wurde in vielen Aspekten durch das Haus in Oaxaca inspiriert, das als erstes entstanden war. Hinzu kam hier aber noch, dass um das Gebäude herum, eingebettet in die honduranischen Berge, ein Garten geschaffen wurde, denn Heilung im Einklang mit der Natur ist einer der Grundpfeiler dieser Organisation. Es wird alles selbst angebaut – Heilkräuter und auch Gemüse. „Die meisten Frauen, die zu uns gekommen sind, setzen sich für den Schutz des Lebensraums und der Natur ein. Also haben wir begonnen, in der Casa La Siguata anzubauen“, erinnert sich Funes Girón. Das Land um das Haus herum war trocken – Wassermangel während der Dürreperioden erschwert noch heute das Leben im Haus – doch nach und nach wurde hier durch gemeinschaftliche Anstrengung ein Garten geschaffen, sogar mit Pflanzen aus verschiedenen Ländern. „Es war ein erstaunlicher Prozess, bei dem wir zugleich beobachten konnten, wie die Teilnehmerinnen für sich selbst gesorgt haben – individuell und gemeinsam – und wie sie Heilung finden konnten, während sich auch das Land um das Haus dank ihrer Fürsorge erholte“, fügt die Koordinatorin hinzu.In der Casa La Siguata steht die Verbindung zur Natur im Mittelpunkt und Funes Girón erklärt es ganz einfach: „Dort [in der Natur] ist unsere Herkunft verwurzelt“, sagt sie. „Viele der Möglichkeiten und Hilfsmittel, die wir unseren Schwestern anbieten, drehen sich darum, dass wir zu unseren Wurzeln zurückfinden, zu dem, wer wir sind. Für uns ist dies eine Reise zu uns selbst. Wir haben noch viel Arbeit vor uns – deshalb ist es so wichtig, dass wir uns erden. Dass wir unseren Körpern erlauben, zur Erde zurückzukehren, sie wieder zu berühren“, erklärt sie. „Wir können eine Beziehung zu Pflanzen und Nahrungsmitteln aufbauen, die nicht auf Ausbeutung beruht.“
Viele der Aktivitäten in beiden Häusern sind auch Ausdruck politischer Überzeugungen und ein Protest gegen koloniale Repressionen, Patriarchat, Kapitalismus und andere Ideologien, die Frauen, Angehörige der indigenen Bevölkerungsgruppen, Kämpferinnen für Gerechtigkeit unterdrücken. Dieser Protest wird von den Aktivistinnen gemeinsam zum Ausdruck gebracht, indem sie einander unterstützen. Beide Häuser sind nicht nur Orte der individuellen, sondern auch der kollektiven Heilung.
Rituale und traditionelle Medizin
Der hohe Baum, dessen Krone einen Großteil des Gartens der Casa La Serena überdeckt, ist Teil des Einführungsrituals zu Beginn jedes Aufenthalts. Im Ritual bittet man diesen Ort um die Erlaubnis zur Arbeit. Viele der hier angewandten Praktiken basieren auf der Spiritualität der indigenen Bevölkerung, insbesondere der Zapoteken, der größten ethnischen Gruppe der Region. Außer dem Einführungsritual erleben die Aktivistinnen auch das sogenannte Temazcal, ein zapotekisches Dampfbad in einer Hütte, das von einer lokalen Curandera, einer Heilerin, für sie vorbereitet wird. „Wir orientieren uns an zapotekischen Ritualen, weil wir uns im Gebiet der Zapoteken befinden. Wir fragen die Frauen aber auch, welche Kraft sie durchs Leben begleitet und ihnen in schwierigen Momenten hilft“, sagt Tello Méndez. Obwohl die Teilnehmerinnen der Aufenthalte unterschiedliche Glaubensrichtungen vertreten, erwähnen sie alle auch die wichtige Rolle, die Frauen aus früheren Generationen – Mütter, Großmütter – gespielt haben. „Es wird immer gesagt, dass es vor uns andere Frauen gab, die uns den Weg geebnet haben. Sie schenkten uns das Leben, aber auch die Kraft, weiterzumachen“, fügt sie hinzu. „In allen Ländern der Region teilen wir eine ähnliche Weltsicht, in der es wichtig ist, sich wieder mit Mutter Erde und mit unseren Vorfahren zu verbinden“, stimmt Claudia Campo Cisneros zu.Beide Häuser nutzen auch einheimische Heilkräuter. „Die Anwendung traditioneller Medizin anstelle von Medikamenten drückt auch eine Haltung gegenüber dem System aus“, sagt die Koordinatorin der Casa La Siguata. „Kräuter spielen in unserem Land in verschiedenen Lebenslagen eine Rolle. Wenn beispielsweise Frauen Familienmitglieder verloren haben, etwa auf dem Weg in die USA, legen sie zum Schlafen Kräuter unter ihr Kopfkissen. Diese helfen ihnen, ihren Angehörigen im Traum zu begegnen und sich mit der Situation auszusöhnen“, nennt sie als Beispiel.
Einander etwas geben
Die Teams beider Häuser suchen auch nach jahrelanger Arbeit in einem sicheren Umfeld weiterhin nach Möglichkeiten, Frauen bestmöglich zu unterstützen. Eine der Herausforderungen besteht darin, die Mechanismen des Systems, gegen das die Organisationen des Netzwerkes IM-Defensoras ankämpfen, nicht zu reproduzieren. „Um diese Mechanismen nicht nachzuahmen, brauchen wir einen anderen Rhythmus in unseren Organisationen, und das ist nicht immer einfach“, sagt Tello Méndez.Ein Beispiel dafür, dass auch Aktivistinnen häufig dem Rhythmus der Leistungsgesellschaft folgen, ist die Tatsache, dass sich bei der Eröffnung der Casa La Siguata vor fünf Jahren nur sehr wenige Frauen für den ersten Aufenthalt angemeldet hatten. Anfangs war es schwierig, Aktivistinnen zur Anmeldung zu bewegen. Heute melden sich dreimal so viele Frauen an, wie Plätze für einen Aufenthalt zur Verfügung stehen.
Das Schaffen eines sicheren Umfelds, in dem sich Aktivistinnen erholen können, erfordert im lateinamerikanischen Kontext viel Kraft und Entschlossenheit – auch seitens der Organisationen, die solche Einrichtungen betreiben. „Auch wir sind Verteidigerinnen der Rechte und erleben dieselben Dinge wie die Frauen, die hierherkommen“, sagt Funes Girón. In den fünf Jahren ihres Bestehens hat die Casa La Siguata intern Mechanismen zur Fürsorge füreinander entwickelt. Alle Frauen im Team bereiten sich auf die Treffen vor und auch sie nutzen verschiedene Methoden der Entlastung während und nach den Aufenthalten. „Vor dem Treffen konzentrieren wir uns auf den Austausch. Während der Aufenthalte der Frauen kommunizieren wir ständig miteinander und erkundigen uns nach dem Befinden der anderen“, sagt die Koordinatorin. Sie durchlaufen außerdem regelmäßig Therapien ihrer Wahl.
Die Frauen des Teams profitieren auch davon, dass während der Aufenthalte ein wechselseitiger Austausch von Erfahrungen und Unterstützung zwischen ihnen und den Teilnehmerinnen stattfindet. „Es ist dieses Geben und Nehmen, das uns verbindet.“
Nach ihrem Aufenthalt in der Casa La Serena nimmt jede Aktivistin nicht nur Erfahrungen, sondern auch Inspiration für Veränderungen mit nach Hause, die sie in ihren Alltag integrieren kann. Viele Frauen bleiben mit dem Team in Kontakt, das dann verfolgen kann, wie es bei den Frauen weitergeht. Einige beschließen, mehr natürliche Heilmittel zu verwenden, andere möchten bewusster entspannen oder mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Auch Claudia verlässt die Casa La Serena mit einer Liste von Dingen, die sie in ihrem Leben umsetzen möchte. „Mich nicht zu isolieren, mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen, meine Psychotherapie fortzusetzen, mich mit den Lehren meiner Vorfahren auseinanderzusetzen und mehr zu meditieren“, sind einige ihrer Wünsche.
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Februar 2026