Sprachfehler
Oh Heavenly Berry

Sprachfehler Illustration: © Olivia Vieweg

In dieser Serie illustriert Olivia Vieweg Momente, in denen Sprachenlernende sich im Fremdsprachendschungel verirrten. Blättern Sie durch die Comics, um die lustigsten Sprachfehler zu sehen, die Freund*innen und Kolleg*innen des Goethe-Instituts Washington unterlaufen sind.

Olivia Vieweg und Savannah Beck

1. „Himbeere“ (raspberry) / „Himmelbeere“ (heaven berry)

Wenn man eine neue Sprache lernt, drückt man sich manchmal nicht ganz genau aus. Und manchmal sagt man auch etwas völlig anderes. Als Online-Redakteurin Savannah vom Goethe-Institut Washington in Deutschland studierte, erfand sie einige Wörter. Als sie über „Himbeeren“ sprechen wollte, nannte sie sie versehentlich „Himmelbeeren“. Savannah brauchte eine Weile, bis sie ihren Fehler erkannte, denn ihre deutschen Freund*innen fanden den Versprecher zu niedlich, um ihn zu korrigieren. Und für Savannah war es völlig logisch – Himbeeren sind doch himmlisch!
  • Himbeere Illustration: © Olivia Vieweg
    Auf dem ersten Bild illustriert Olivia, was Savannah eigentlich sagen wollte. Blättern Sie weiter, um herauszufinden, was sie tatsächlich gesagt hat.
  • Himmelbeere Illustration: © Olivia Vieweg
    Auf dem ersten Bild illustriert Olivia, was Savannah eigentlich sagen wollte. Blättern Sie weiter, um herauszufinden, was sie tatsächlich gesagt hat.

2. „Beaucoup“ (viel) / „Beau cul“ (hübscher Hintern)

Sprachen sind voller Nuancen – feine Unterschiede in Betonung, Tonfall und Aussprache, die die Bedeutung eines Wortes verändern können. Und zwar so sehr, dass Sprachunkundige überhaupt nicht mitbekommen, dass sie danebenliegen, auch wenn sie ein Wort mehrfach wiederholen.

Die französische Sprache ist das Paradebeispiel der Nuancen. Für englische Muttersprachler*innen sind die französischen Vokale „u“ (gesprochen wie „ü“) und „ou“ (gesprochen wie „u“) oft schwer zu unterscheiden. Der Unterschied liegt in der Zungenstellung, also ob man sie vorn oder hinten am Gaumen platziert. Wenn man diese Vokale verwechselt, kann ein Wort eine völlig andere Bedeutung bekommen. Eines der besten Beispiele ist „beaucoup“ (französisch für „viel“, gesprochen „boku“). Das einzige, was das französische Wort für „viel“ vom französischen Wort für „hübscher Hintern“ (beau cul, gesprochen „bokü“) unterscheidet, ist der Unterschied zwischen „u“ und „ü“.
  • viel Illustration: © Olivia Vieweg
    Olivias Illustrationen für diese Begriffe geben ordentlich Anlass zu Schadenfreude.
  • hübscher Hintern Illustration: © Olivia Vieweg
    Olivias Illustrationen für diese Begriffe geben ordentlich Anlass zu Schadenfreude.

3. „Toiletries“ (Hygieneartikel) / „Toilet treats“ (Toilettennaschkram)

Hat Sie schon einmal der Hunger nach Süßem überkommen, als Sie auf dem Klo hockten? Vielleicht nicht, aber „toiletries“ (Hygieneartikel) hört sich sehr wie „toilet treats“ (Toilettennaschkram) an. Und so kam es, dass einer unserer Freunde sich erkundigte, ob jemand seinen „bag of toilet treats“ (Beutel mit Toilettennaschkram) gesehen hat.
  • Hygieneartikel Illustration: © Olivia Vieweg
    Olivias erste Illustration bebildert, was er sagen wollte, die zweite zeigt, was er wirklich gesagt hat.
  • Toilettennaschkram Illustration: © Olivia Vieweg
    Olivias erste Illustration bebildert, was er sagen wollte, die zweite zeigt, was er wirklich gesagt hat.

4. „Lebkuchen“ (gingerbread) / „Leberkuchen“ (liver cake)

Wenn man die Vokabeln für Lebensmittel in einer Fremdsprache nicht beherrscht, bestellt man womöglich beim Schlemmen im Ausland die unmöglichsten Kreationen. Unsere Online-Redakteurin Savannah verwechselte einmal „Lebkuchen“ mit „Leberkuchen“. Zum Glück verstand man, was sie wollte, und sie erfuhr nie, wie Leberkuchen schmeckt.
  • Lebkuchen Illustration: © Olivia Vieweg
    Wenn Sie weiterblättern, entdecken Sie, wie unsere Künstlerin sich Leberkuchen vorstellt.
  • Leberkuchen Illustration: © Olivia Vieweg
    Wenn Sie weiterblättern, entdecken Sie, wie unsere Künstlerin sich Leberkuchen vorstellt.

5. „Eine Frau mittleren Alters“ (a middle-aged woman) / „Eine mittelalterliche Frau“ (a medieval woman)

Als Nichtmuttersprachler*in erscheint es einem manchmal so, als würden die Deutschen eigentlich nur hundert Wörter verwenden, die sie nach Belieben umstellen und kombinieren, um die Bedeutung zu variieren. Es kann knifflig sein, diese unglaublich ähnlichen Formulierungen auseinanderzuhalten. Dann sagt man plötzlich so etwas wie „eine mittelalterliche Frau“, wenn man doch eigentlich „eine Frau mittleren Alters“ sagen wollte. Aber keine Bange, wir wissen, was gemeint war!
  • eine Frau mittleren Alters Illustration: © Olivia Vieweg
    Blättern Sie weiter, um einer Frau in den mittleren Jahren ein mittelalterliches Styling zu verpassen.
  • eine mittelalterliche Frau Illustration: © Olivia Vieweg
    Blättern Sie weiter, um einer Frau in den mittleren Jahren ein mittelalterliches Styling zu verpassen.

6. „Crepes“ (Pfannkuchen) / „Creeps“ (grusliger Typ)

Durch einen Buchstabendreher kann sich ein völlig anderes Wort ergeben – aus „from“ wird „form“, aus „beat“ wird „beta“ und aus „crêpes“ wird …
  • Pfannkuchen Illustration: © Olivia Vieweg
    Blättern Sie durch Olivias Illustrationen, um zu erfahren, welche Fehler unserem französischsprachigen Freund unterlaufen sind.
  • grusliger Typ Illustration: © Olivia Vieweg
    Blättern Sie durch Olivias Illustrationen, um zu erfahren, welche Fehler unserem französischsprachigen Freund unterlaufen sind.

7. „Mobben“ (to bully) / „Mopsen“ (to snatch or steal)

Wenn man eine Sprache lernt, bringt man schnell einmal ähnlich klingende Wörter durcheinander – etwa „clothes“ (Kleidung) und „cloths“ (Tücher) oder „lose“ (verlieren) und „loose“ (locker). Das passiert auch, wenn man Deutsch lernt. So verwechselte ein Freund „mobben“ mit „mopsen“.
  • mobben Illustration: © Olivia Vieweg
    Blättern Sie weiter, um die Unterschiede zwischen beiden Begriffen zu sehen.
  • mopsen Illustration: © Olivia Vieweg
    Blättern Sie weiter, um die Unterschiede zwischen beiden Begriffen zu sehen.

8. „Prendre un bain de boue“ (ein Schlammbad nehmen) / „Prendre un bain debout“ (ein Bad im Stehen nehmen)

Manchmal macht man einen Fehler in einer Fremdsprache, der so situationsspezifisch ist, dass er einem vermutlich nicht zweimal unterläuft. So bedeutet „prendre un bain de boue“ auf Französisch, ein Schlammbad zu nehmen, während „prendre un bain debout“ heißt, dass man im Stehen baden will (schwer zu bewerkstelligen). Die Gelegenheit für so eine Verwechslung hat man wohl nur einmal im Leben – sagen wir, auf einer Schweinefarm in Quebec.
  • ein Schlammbad nehmen Illustration: © Olivia Vieweg
    Wenn Sie weiterblättern, erblicken Sie ein enttäuschtes Schwein.
  • ein Bad im Stehen nehmen Illustration: © Olivia Vieweg
    Wenn Sie weiterblättern, erblicken Sie ein enttäuschtes Schwein.

9. „Nibbles“ (Häppchen) / „Nipples“ (Nippel)

Selbst wenn man das richtige Wort in der Fremdsprache weiß, bringt man es nicht immer über die Lippen. Manche Laute lassen sich für Nichtmuttersprachler*innen nur schwer reproduzieren – wie das nervige „th“ im Englischen. Ein französischsprachiger Freund kriegt das Wort „nibbles“ (Häppchen) nie richtig hin …
  • Häppchen Illustration: © Olivia Vieweg
    Blättern Sie weiter, um zu sehen, was er stattdessen sagt.
  • Nippel Illustration: © Olivia Vieweg
    Blättern Sie weiter, um zu sehen, was er stattdessen sagt.

10. „Eichhörnchen“ (squirrel) / „Einhörnchen“ (little unicorn)

Das englische Wort „squirrel“ wird oft als Beispiel angeführt, mit dem deutsche Muttersprachler*innen so ihre Mühe haben. Ein weniger bekanntes Detail ist, dass englische Muttersprachler*innen sich ebenso mit der deutschen Entsprechung „Eichhörnchen“ herumschlagen. Zum Abschluss der Serie wollten wir Ihnen etwas Neues und Magisches zeigen, das aus all diesen Fehlern entstanden ist. Schließlich sind wahre Innovationen oft die Folge eines Irrtums.
  • Eichhörnchen Illustration: © Olivia Vieweg
    Wenn Sie weiterblättern, entdecken Sie das wunderschöne neue, von „Eichhörnchen“ abgeleitete Wort, das einer unserer Kollegen unbeabsichtigt kreierte.
  • Einhörnchen Illustration: © Olivia Vieweg
    Wenn Sie weiterblättern, entdecken Sie das wunderschöne neue, von „Eichhörnchen“ abgeleitete Wort, das einer unserer Kollegen unbeabsichtigt kreierte.

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