Über die Freundschaft – In Friendship

Kinder in Pullman City (bei Deggendorf) Foto: Jonas Höschl

„Ein Freund, ein guter Freund. Das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.“

Bilal Qureshi nimmt sich die Freundschaft vor. In der Corona-Pandemie haben viele von uns die Erfahrung gemacht, dass der Kontakt zu einigen Bekannten abgebrochen ist, während die Verbindung zu einigen engen, oft alten Freunden stärker geworden ist. Bilal begibt sich auf die Suche nach Antworten auf die Frage, warum das so ist. Er fragt seine eigenen Freunde, was ihnen Freundschaft bedeutet, und ob sie digital aufrechterhalten werden kann. Er spricht mit einem Wissenschaftler, der uns durch 500 Jahre Freundschaftsgeschichte führt. Er fragt nach dem Ursprung des Wortes Freundschaft und seiner Bedeutung in der deutschen und der US-amerikanischen Kultur. Dabei, Antworten zu finden, helfen ihm seine Freunde, Pfirsiche und Kokosnüsse und sein Neffe Zayn.

Bilal Qureshi


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Dieses Feature kommt von Bilal Qureshi. Bilal ist Radiojournalist und Autor. Seine Sendungen kann man beim National Public Radio (NPR) hören, seine Texte in „The New York Times“, „The Washington Post“, „Newsweek“ und in „Film Quarterly“ lesen. 2011 hat Bilal als Robert-Bosch-Stipendiat für ein Jahr in Berlin und München gelebt. Das Lied in der Folge heißt „Landscape Photography“, stammt von Mocha Music und wurde durch PremiumBeat lizenziert. Peggy Bachmann, Thomas Fränzel, Isabelle Redfern, Volker Wackermann und Timo Weisschnur haben die deutschsprachige Folge eingesprochen. Im Wild-West-Erlebnispark Pullman City nahe Passau hat Jonas Höschl das Foto zur Folge aufgenommen. Die englische Original-Fassung kann man sich hier anhören.

Transkript

Bilal Qureshi: Sonntag, 29. März 2020

[GERÄUSCHE EINER GEBURTSTAGSPARTY ÜBER ZOOM]

Bilal Qureshi: Zwei Wochen nachdem Corona zur globalen Pandemie erklärt wurde, habe ich meine erste virtuelle Geburtstagsparty geschmissen. Es war Frühling, ich hatte Blumen gekauft und ein pinkfarbenes Shirt angezogen. Auf meinem Bildschirm waren Freunde aus der ganzen Welt versammelt.

Bilal Qureshi [ZOOM]: „Bleibt alle gesund und lasst uns nicht den Kontakt verlieren. Ich bin so froh, dass es euch gibt.“

Freund*innen [ZOOM]: We love you BQ. Love you. Love you!

Bilal Qureshi: Es war ein schöner Geburtstag. Aber als die Gesichter aus dem ZOOM‑Meeting verschwunden waren, habe ich einen Hauch Einsamkeit gespürt. Und ich habe angefangen, über Freundschaften nachzudenken.

Der britische Wissenschaftler Thomas Dixon hat eine 15‑teilige Radioserie über die Geschichte von Freundschaft gemacht. Er sagt, wenn er könnte, würde er sie um eine aktuelle Folge erweitern ...

Thomas Dixon: I Ich würde eine Folge über „Verbindung und Ansteckung“ machen, denn sie gehören für mich zusammen. Sich verbunden zu fühlen, eine andere Person physisch zu berühren und der Gedanke, dass diese Person gleichzeitig die Quelle der Ansteckung sein kann. Daraus entsteht ein sehr bedrückendes Spannungsfeld. 

Alex Tyson: It’s her birthday just say hi.

Chelsea Crawford: Hey Gabby. Happy birthday! [LACHT] Hey!

Alex Tyson: Okay, go get your breakfast. [LACHT]

David Gura: Are you in your studio right now?

Creighton Irons: I’m in it man, of course.

David Gura: Creighton built this studio, Bilal. He in his garage has made a studio.

Bilal Qureshi: Während Grenzen schlossen und unsere Gesichter hinter Masken verschwanden, war es das goldene Band der Freundschaften, das standhielt.

Alex Tyson: You wanna see the view?

Chelsesa Crawford: Yeah. Ooh beautiful. Aww.

Anushay Hossain: But you guys I’ve been watching Bridgerton and have you been watching it?

Bilal Qureshi: Der Journalist David Gura aus Brooklyn traf sich in langen ZOOMs mit seinen Freund*innen aus North Carolina. Er erinnert sich, wie lange diese ersten digitalen Treffen dauerten. Manchmal vier bis fünf Stunden. Die Leute tranken miteinander und waren aufgekratzt, sich nach so langer Zeit zu sehen.

David Gura: And I remember those first Zooms would go on for hours, you know four to five hours. They were fueled by drink and excitement at seeing each other after a long lapse.

Anna Schmitz: This morning I was thinking about that random jazz café in Paris that we started dancing ...

Willa Obel: Oh my god that’s one of my favorite memories! That was so weird and so lovely.

Anna Schmitz: And I think it either started or finished with us eating an entire block of butter together.

Willa Obel: Yes, yeah and we were there with Jimmy and Richard and how unexpected?

Jessica Lewis: Wait, Richard was there? [LACHT]

Willa Obel: Yes, yes Andrew and we were dancing ... it was literally something out of Aristocrats.

Oliver Brod: Für mich war die Möglichkeit, Gedanken und Gefühle in einer Videokonferenz auszutauschen, unglaublich wichtig in dieser Pandemie.

Bilal Qureshi: Oliver Brod und ich haben uns vor zehn Jahren als Radiokollegen in Berlin kennengelernt.

Oliver Brod: Hi from Berlin.

Bilal Qureshi: Wir sind Freunde geworden und haben diese Sendung virtuell gemeinsam gemischt.

Oliver Brod: Mir gibt der Austausch mit Freunden über Ängste und Probleme während dieser Pandemie neue Kraft. Sie auf dem Bildschirm zu sehen, während wir sprechen, gibt mir ganz viel emotionale Stabilität.

Anjana Das: Alle Gespräche drehen sich irgendwann darum, wie es uns wirklich geht. Vor der Pandemie hätte ich das niemals gemacht.

Bilal Qureshi: Die Designerin Anjana Das lebt auch in Berlin.

Anjana Das: Ich teile diese Einblicke in meine Seele nur mit Menschen, die mir wirklich etwas bedeuten. Mit anderen habe ich aufgehört zu sprechen.

Bilal Qureshi: Wirklich ehrliche Gespräche sind anstrengend, aber sie bringen Klarheit. Manche Freundschaften wurden stärker, andere gerieten in den Hintergrund. Viele Menschen wenden sich gerade jetzt ihren alten Freundschaften wieder zu.

Dawn Benedetto: I’ve been friends with Melissa since college, and honestly I don’t know the year, it would be before ’93.

Melissa Gray: 1989.

Jody Lambert: Uh well I think Marisa and I have known each other since 1993. Is that correct?

Marisa Katz: 94.

David Gura: I’ve known Creighton. Oh my god ... since like elementary school sort of?

Creighton Irons: We’ve known each other at least 25 years.

Marisa Katz: 27 years of knowing each other, I’ve gotta make sure that I speak to Jody because I know that his perspective, his lived experience is going to help me in understanding my own.

Jody Lambert: Oh, thank you.

Bilal Qureshi: Freundschaften leben von ihren geteilten Erinnerungen.

Anushay Hossain: I mean I’ve called her crying from Dhaka, I have called her crying from Brighton, I’ve called her crying from Florence, from Rome, I’ve called her crying from so many ... she is ...

Krystal Hawke: All right Kendall and I met in third grade. So 30 years. 30 years. [LACHT]

Kendall Rice: 32 for me because I’m like a year older than most of them.

Bilal Qureshi: Ich habe angefangen, über das Vokabular von Freundschaften nachzudenken. Was macht sie aus? Wen nennen wir Freund oder Freundin? Warum?

Beena Kamlani ist Lektorin und Schriftstellerin in New York und beschäftigt sich viel mit dem Thema Sprache.

Beena Kamlani: Wenn ich mir das Wort ‚Freundschaft‘ anschaue: Was bedeutet es wirklich? Liebe, Zuneigung, Begleitung – die Komplexität einer wahren Freundschaft ist sehr schwer zu beschreiben.

Oliver Brod: [LACHT] Ich muss immer an diesen alten Schlager denken.

[SINGT]

„Ein Freund, ein guter Freund
Das ist das Beste, was es gibt auf der Welt
Ein Freund bleibt immer Freund
auch wenn die ganze Welt zusammenfällt.“

Bilal Qureshi: Der Zusammenbruch der Welt, wie wir sie kannten, hat mich zurück zu Oliver Brod gebracht, der gerade gesungen hat. Wir haben uns 2011 bei einem Austauschprogramm kennengelernt. Kurz bevor ich nach Deutschland zog, hatten ich und 19 andere Amerikaner*innen ein Orientierungswochenende in Washington. Statt praktischer Tipps bekamen wir eine Einführung in die emotionalen Unterschiede zwischen Deutschen und Amerikaner*innen.

Oder: Die Geschichte von der Kokosnuss und dem Pfirsich.

Willa Obel: Sie erklärten uns, die Amerikaner seien wie Pfirsiche: süß und weich von außen, aber mit einem harten Kern. Die Deutschen seien eher wie Kokosnüsse: Außen hart und kratzig, aber wenn du sie einmal geknackt hast, sind sie wunderbar von innen.

Bilal Qureshi: Jessica, erinnerst du dich an diese Diskussion?

Jessica Lewis: Ich finde es lustig, dass die Deutschen uns wirklich für so fake halten. Als ob wir keine dieser Floskeln so meinen. Dabei sind wir einfach freundlich.

Ich fand den Vergleich etwas weit hergeholt, obwohl das mit der Kokosnuss schon bei einigen Deutschen passt.

Anna Schmitz: Ich glaube sie wollten uns einfach vor Enttäuschungen schützen und erklären, dass es eben nicht oft gelingt, eine Kokosnuss wirklich zu knacken.

Bilal Qureshi: Ich hab mich nie wirklich mit meinem Konzept von Freundschaft auseinandergesetzt und in welchem Maße es ‚amerikanisch‘ ist. Oder wie viel davon mit meiner pakistanischen Herkunft zusammenhängt. In der Sprachschule in Deutschland erklärte unser Lehrer Stefan Endres, dass auch die Terminologie von Freundschaft anders sei als in Amerika. Das Wort ‚Freunde‘ gelte nur für eine begrenzte Anzahl von Menschen. Die anderen sind Kolleg*innen oder ...

Stefan Endres: „Bekannte‘.

Bilal Qureshi: Ich liebe dieses Wort.

Stefan Endres: Das sind zum Beispiel Leute von der Arbeit oder aus der Nachbarschaft.

Mena Hanna: Je älter ich werde, desto wählerischer gehe ich mit meinen Freundschaften um. Ich glaube, ich verstehe die Deutschen immer besser.

Bilal Qureshi: Mena Hanna ist amerikanisch‑ägyptischer Komponist und Musikwissenschaftler und lebt in Berlin.

Mena Hanna: Ich bin einfach vorsichtiger geworden, wen ich als Freund bezeichne und wen nicht. In Deutschland und Amerika.

Bilal Qureshi: Meine amerikanischen Freundinnen Melissa Gray und Shereen Abdel‑Nabi erzählen mir, wie sie während der Pandemie einige Freundschaften aussortiert haben.

Melissa Gray: Ich habe hier zu Hause alle Hände voll zu tun und dann auch noch die erweiterte Familie ... Es war keine bewusste Entscheidung, aber während der Pandemie habe ich begonnen, Grenzen zu ziehen.

Shereen Abdel-Nabi: Bei einigen hatte ich einfach das Gefühl, nicht dasselbe zurückzubekommen, was ich hineingesteckt habe. Manche Menschen entwickeln sich einfach anders, mit manchen Leuten bleibt man lose in Kontakt. Das arabische Wort ‚aashra‘ beschreibt Menschen, mit denen wir immer verbunden bleiben, weil wir eine gemeinsame Geschichte teilen – auch wenn wir sie nur noch selten sehen.

Anushay Hossain: Aww ...

Shereen Ebdel-Nabi: Yeah I mean it makes ... a history is sort of the shorthand but it’s that. I don’t know how to describe it. [LACHT]

Anushay Hossain: I love that.

Bilal Qureshi: Diskussionen über Politik, Quarantäne und Kinderbetreuung haben unerwartete Gräben in Freundschaften offengelegt. Einige davon konnten auch mit Videokonferenzen nicht überbrückt werden. Stefan Endres ...

Stefan Endres: Es gibt dafür einen Ausdruck: ‚verletzte Freundschaft‘. Das bedeutet, wir haben uns vertraut und etwas hat dieses Vertrauen gebrochen – ‚das Band der Freundschaft‘.

Thomas Dixon: Ich bin Thomas Dixon und arbeite als Professor im Zentrum für Geschichte von Emotionen an der Queen Mary Universität in London. Ich habe mich viel mit dem Wandel von Gefühlen beschäftigt. Vor einigen Jahren habe ich für die BBC eine Serie zum Thema 500 Jahre Freundschaft gemacht.

Bilal Qureshi: Warum hast du dich gerade mit Freundschaft beschäftigt? Du hast sie bis in die Renaissance erforscht. Dabei war mein erster Gedanke, dass wir doch eigentlich wissen, was Freundschaft ist.

Thomas Dixon: Ich habe diese Woche zum ersten Mal das Wort ‚Freund‘ in einem etymologischen Wörterbuch nachgeschlagen. Es stammt von einem alten englischen Wort, das ‚frei‘ bedeutet. Ein Freund ist also jemand, der dich befreit. Diese Erklärung ist über 500 Jahre alt. In der Serie haben wir gefragt, wie sich Freundschaften im Zeitalter von Facebook verändern – jetzt, wo man plötzlich Hunderte oder gar Tausende „Freunde“ haben kann.

Bilal Qureshi: Ich habe mich 2012 zum ersten Mal dafür interessiert, als ich nach Deutschland kam und gelernt habe, wie schwierig es ist, als Amerikaner eine Freundschaft zu einem Deutschen aufzubauen. Sie haben uns erzählt, dass wir Amerikaner wie Pfirsiche sind und die Deutschen eher wie Kokosnüsse. Es hat mich zum Nachdenken angeregt. Vielleich haben die Deutschen und die Amerikaner sehr unterschiedliche Vorstellungen von Freundschaft.

Thomas Dixon: Studien haben gezeigt, dass nicht alle Freundschaften auf der Welt gleich funktionieren. Allein schon die Bezeichnungen sind anders. Jede Kultur hat ihr eigenes Konzept von Freundschaft. Manche sind sehr auf die Familie konzentriert, da ist die Bedeutung von Freund*innen geringer.

Bilal Qureshi: In deiner Serie unterscheidest du zwischen drei unterschiedlichen Arten von Freundschaft.

Thomas Dixon: Diese drei Kategorien haben sich bei den Recherchen ergeben. 

Vom Mittelalter bis hin zur Frühen Neuzeit in Europa lebten die Menschen in kleinen Dörfern, nah bei ihrer Familie. Die erste Kategorie sind also familiäre Beziehungen.

Die zweite Kategorie ist etwas moderner, hier sind die Menschen nicht mehr miteinander verwandt. Du hast vielleicht keine enge emotionale Bindung, aber ein Mensch ist wichtig für dich. Verbündete sozusagen, zum Beispiel im Kontext von Arbeit oder in der Politik. Ich nenne sie ‚praktische‘ Freundschaften.

Die dritte Kategorie umfasst unser häufigstes Verständnis von Freundschaft: eine enge Bindung, beste Freunde, ein Leben lang. Diese Idee wurde geprägt von den Schriften der Renaissance, des alten Griechenlands und Roms. In diesen historischen Beispielen galt die Freundschaft als höchste Form der spirituellen und intellektuellen Verbindung zwischen zwei Menschen.

Diese Vorstellung ist bis heute die häufigste in unserer westlichen Kultur. Aber alle drei Kategorien existieren.

Bilal Qureshi: In vielen Artikeln, die dieses Jahr geschrieben worden sind, geht es um die emotionalen Folgen der Pandemie und die Erfahrung von Einsamkeit. Was sind deine Gedanken dazu?

Thomas Dixon: Vielen Menschen ist der Unterschied zwischen digitalem und persönlichem Kontakt klarer geworden. Und vielen reicht ein Austausch über das Internet nicht. Das zeigt uns die Grenzen von Technologie auf, gerade wenn es um Freundschaften geht.

Bilal Qureshi: Auch ich habe immer weniger Lust auf ZOOM‑Sessions. Mir fehlt der echte Kontakt zu meinen Freunden.

Ranty Islam: Mein Name ist Ranty Islam, ich bin Erzieher. Mit Freunden zu sprechen ist für mich wie nachdenken, hier kommen mir die besten Ideen. In der digitalen Kommunikation funktioniert das nicht für mich. Mir fehlen die körperlichen Reaktionen, die entstehen, wenn ich jemanden sehe. Ich habe gemerkt, dass ein echtes Gespräch aus so viel mehr besteht als nur dem Austausch von Worten.

Marc Ohrem-Leclef: Ich habe in diesem Jahr viel darüber nachgedacht, was mit unserer Kultur der Begegnung geschieht.

Bilal Qureshi: Marc Ohrem‑Leclef ist Fotograf und hat in den vergangenen Jahren Freundschaften zwischen Männern in Indien dokumentiert. Als Mensch mit deutschem Hintergrund hat ihn der physische Ausdruck von Zuneigung sehr berührt – sei es Händchenhalten oder offen über die Liebe zum anderen sprechen.

Marc Ohrem-Leclef: Ich bin in Deutschland aufgewachsen und habe viele französische Verwandte. Zur Begrüßung haben sich alle, auch die Männer, zwei Mal auf die Wange geküsst. Ich habe mich gefragt, ob der koloniale Einfluss des Westens in Indien solche Gesten der Zuneigung zerstört hat. Ich frage mich, was eine Freundschaft ausmacht und wie sie gepflegt werden kann.

Jessica Lewis: Du wolltest wissen, ob das vergangene Jahr unsere Vorstellung von Freundschaft verändert hat. Manchmal fühlt es sich fast so an wie in einer Beziehung und ich vermisse meine Freunde. Das ist mir in diesem Jahr noch einmal klarer geworden. Ich vermisse meine Freunde und weiß jetzt genauer, welche Freundschaften mir wichtig sind. Andere sind dafür total aus meinem Blickfeld verschwunden – und das ist auch okay.

Willa Obel: Es kostet Energie, sich um Freundschaften zu kümmern. Viele Menschen, mit denen ich eher beiläufig in Kontakt war, sind jetzt nicht mehr da. Neben der Arbeit, den Kindern und dem Haus bleibt mir nur sehr wenig Kraft und die stecke ich nur in Freundschaften, die mir wirklich wichtig sind.

Beena Kamlani: Es ist viel Arbeit, aber eine gute Arbeit. Ich liebe meine Freunde und ohne sie hätte ich diese schwierige Zeit nicht überstanden.

Zu wissen, dass meine Freunde an mich denken, gibt mir großen Halt in diesen Zeiten.

Thomas Miller: Ich bin mir sicher, dass diese Zeit als wichtiger Wendepunkt in die Geschichte der Emotionen eingehen wird.

Bilal Qureshi: Freundschaften waren wie das Licht am Ende des dunklen Tunnels, in dem wir vergangenes Jahr waren. Eine meiner neuesten Freundschaften ist die zu meinem Neffen. Er ist gerade elf geworden und während der Pandemie über ZOOM und das Gaming mit seinen Freunden in Kontakt geblieben.

Zayn Mufti: I’m Zayn.

Bilal Qureshi: Zayn, was bedeutet Freundschaft für dich?

Zayn Mufti: Ich verstehe nicht, warum du dich damit beschäftigst, du macht alles sehr kompliziert. Du suchst dir einen Freund aus, weil du ihn magst. Das ist alles. Man hat Gemeinsamkeiten und Spaß zusammen. Mach es dir nicht so schwer. Freunde sind einfach Menschen, die du magst und mit denen du gern Zeit verbringst.

Bilal Qureshi: Vielleicht hat er recht. Freundschaften müssen nicht kompliziert sein. Aber manchmal sind es die einfachen Dinge, die am schwersten zu lernen sind.

Ich möchte all meinen Freunden danken, die ihre Geschichten mit mir geteilt haben.

Mein Name ist Bilal Qureshi und das war der BIG PONDER.