Herkunftssprachen in Schulen

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Was sind Herkunftssprachen? Warum ist es wichtig diese in regulären Schulen zu integrieren?

Herkunftssprachen (HS) sind Muttersprachen, die anders sind als die Landessprache, zuhause gesprochen werden und innerhalb einer Familie oder kultureller Gemeinschaft über Generationen weitergegeben werden. Herkunftssprachen müssen nicht unbedingt Erstsprachen sein, aber sie sind dennoch ein wichtiger Teil der kulturellen Identität einer Person.

Herkunftssprachenunterricht (HSU) ist Sprachunterricht, der Menschen hilft, ihre Herkunftssprache zu lernen, zu verbessern und zu bewahren. Das ermöglicht Einzelpersonen ihre Kenntnisse einer Sprache zu entwickeln, die mit ihrem familiären oder kulturellen Hintergrund verbunden ist, auch wenn diese Sprache an ihrem Wohnort nicht verbreitet ist. HSU ist entscheidend für mehrsprachige Schüler*innen, weil er:
  • die Sprachkompetenz in der HS und der Schulsprache fördert,
  • die multikulturelle Identität fördert, indem er die Schüler*innen mit ihrer eigenen Herkunft und der größeren Schulgemeinschaft verbindet, und dadurch ihr Wohlbefinden und Zugehörigkeitsgefühl verbessert,
  • die schulischen Leistungen fördert, sodass die Schüler*innen bessere akademische Leistungen erbringen,
  • die wirtschaftlichen Möglichkeiten erhöht, da mehrsprachige Schüler*innen mit guten Kenntnissen in ihrer HS besser auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft vorbereitet sind,
  • die soziale Mobilität fördert, indem Schüler*innen aus marginalisierten Gemeinschaften ein gleichberechtigter Zugang zu Bildung und anderen gesellschaftlichen Möglichkeiten geboten wird.