Das Klima wandelt sich, die natürlichen Ressourcen werden knapp und Umweltverschmutzung wird zu einem immer größeren Problem. Welche Lösungen bieten Wirtschaft, soziale Bewegungen und Indigene Perspektiven?
Für die Sámi und ihre Rentierzucht ist Windkraft weder grün noch ein Fortschritt. Es ist nur eine weitere Branche, die Stück für Stück die samische Kulturlandschaft fragmentiert, schreibt Eva Maria Fjellheim, Doktorandin am Center for Sami Studies der UiT, in diesem Artikel.
Längst ist das Thema ökologische Nachhaltigkeit in der Kulturszene angekommen. Während Museen und Theater nach Wegen suchen, ihre CO2-Bilanz zu verbessern, stellen Kulturschaffende die Frage: Wie soll Kulturvermittlung in der Klimakrise aussehen?
Protest um jeden Preis? Klimaschutzorganisationen wie „Die Letzte Generation“, „Extinction Rebellion“ und „Ende Gelände“ provozieren europaweit mit medienwirksamen Aktionen, die teils den gesetzlichen Rahmen überschreiten. Ist diese Art des Aktivismus noch ein legitimer Bestandteil demokratischer Verhältnisse?
Können moderne Technologien gewinnbringend eingesetzt werden, um den Naturschutz zu fördern und verlorenes Vertrauen wieder herzustellen? Der Software-Ingenieur David Dao ist dieser Überzeugung und hat deshalb den gemeinnützigen Fond GainForest ins Leben gerufen. Im Gespräch berichtet er von seinem persönlichen Verhältnis zur Natur, der Entstehungsgeschichte von GainForest und dem großen Einfluss indigener communities auf seine Arbeit.
Der Klimawandel kennt auch gegenüber ehemals prunkvollen und mächtigen Orten keine Gnade. Wie steht es heute um die Stadt Alexandria, zweitausend Jahre, nachdem Alexander der Große sein magnum opus schuf? Mithilfe einer Reihe von Interviews haben wir versucht, diese Frage zu beantworten.
Wer grüne Grundsätze für gut und richtig hält, kann nicht rechts sein? Weit gefehlt. Umwelt- und Naturschutz ist längst auch bei denen angelangt, deren Gedankengut ansonsten als rechtsaußen bezeichnet wird.
Wie viele andere Städte hat auch Belgrad mit der Segregation vorurteilsbehafteter ethnischer Gruppen zu kämpfen, was wiederum zu einer „Ghettoisierung“ des urbanen Raums führt. Aber wie kann die Integration einer Schule mit dem Stadtteil zu einer Lösung beitragen?
Wie wir uns in den Städten ernähren, hängt in hohem Maße davon ab, was in ländlichen Gebieten produziert wird. Aus diesem Grund setzt sich im Mittelmeerraum eine Koalition von Organisationen für den Schutz der Artenvielfalt ein, indem sie den Stellenwert der traditionellen Gemeinschaften vor Ort stärkt.
Weltweit ringen vom Strukturwandel betroffene Regionen um einen Neuanfang. Einigen ist das gelungen, andere tun sich schwer. Ein Patentrezept gibt es nicht, aber aus den Erfahrungen lassen sich einige erfolgversprechende Ansätze ableiten.
Klimawandel, Umweltverschmutzung, Pandemien, Armut – auch die Arbeitswelt ist mitschuldig an diesen Zuständen. Darum suchen mehr und mehr Menschen eine Möglichkeit, wie sie nachhaltig arbeiten können.
Städte haben das Potenzial, die Lebenssituation von Frauen zu verbessern. In der Realität jedoch, stehen bei der Planung städtischer Räume häufig die Alltagsroutinen von Männern im Vordergrund, während die Bedürfnisse und Gewohnheiten von Frauen vernachlässigt werden. Doch wie sieht eine feministische Stadt aus?
In den vergangenen zwei Jahren hat Brasilien einen traurigen neuen Rekord aufgestellt: 30 Prozent des Pantanal-Ökosystems sind in nur einem Jahr verbrannt. Ein Künstler aus São Paulo will darauf aufmerksam machen.
Atenco ist eine Gemeinde, deren Geschichte von der Trockenlegung des mexikanischen Zentrallands geprägt ist. Heute steht sie für den Schutz des Wassers, der Landwirtschaft und des Lebens in allen seinen Ausprägungen. Dies ist ein Rundgang der Organisation „Volksfront zur Verteidigung der Erde“, bei dem wir mehr über die agrarökologischen Praktiken in diesem Landstrich lernen können.
In den vergangenen 20 Jahren waren fossile Brennstoffe für drei Viertel der vom Menschen verursachten CO2‑Emissionen auf unserem Planeten verantwortlich. Auch ein Teil der Kulturbranche zieht ihre Finanzierung aus fossilen Brennstoffen. Die Initiative Fossil Free Culture will das bekämpfen.
Dass Städte Kanäle einrichten, über die sich Bürger*innen an kommunalen Entscheidungen beteiligen können, ist längst gang und gäbe. Allerdings stellt es stets eine Herausforderung dar, eine große Anzahl von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen einzubinden. Der Vorschlag von Helsinki dazu? Ein Kartenspiel!
Johannesburg ist eine der wenigen Großstädte der Welt, die nicht an einem großen Fluss oder am Meer errichtet wurden. Der Jukskei ist der einzige ganzjährig wasserführende Fluss der Stadt, und er ist stark verschmutzt. Aber es gibt eine Gruppe von Menschen, die Kunst, Wissenschaft und soziale Praktiken miteinander verbinden, um diese Situation zu ändern.
Im Jahr 2009 war der Montrealer Stadtteil Plateau-Mont-Royal geprägt von viel Verkehr, Unfälle waren fast alltäglich. Der Bürgermeister des Stadtteils hatte andere Vorstellungen und setzte gegen erheblichen Widerstand ein radikales Verkehrsberuhigungskonzept durch.
Sowohl die Sommer als auch die anderen Jahreszeiten werden immer trockener und bringen nicht mehr die Menge an Regen, die man in Deutschland gewohnt ist. Berlins Bäume haben schwer damit zu kämpfen. Wie können eine digitale Plattform und eine aktive Nachbarschaft hierbei Abhilfe schaffen?
Während der Pandemie fehlte es vielen Bürger*innen Lissabons an Mobilitätsangeboten, die die notwendige räumliche Distanzierung gewährleisten. Die Lösung: Alte Fahrräder werden repariert, um sie wieder auf die Straße zu bringen, wo sie denen zugutekommen, die sie am meisten brauchen.
Luftverschmutzung durch Kraftfahrzeuge gehört zu den Hauptursachen des Klimawandels. Weltweit kämpfen Großstädte gegen das anhaltende Problem des übermäßigen Autoverkehrs. Tallinn in Estland übernimmt eine Vorreiterrolle.
Von wegen Armut, Verschmutzung und Kriminalität – ein Projekt in Rio de Janeiro vernetzt verschiedene Initiativen in den Favelas, die versuchen, ihre Nachbarschaften grüner und sozialer zu gestalten.
Ein Solidaritätsnetzwerk aus São Paulo hat ein Kreislaufsystem für die Produktion von Nahrungsmitteln aufgebaut, das logistische Unterstützung und Lebensmittelspenden miteinander kombiniert. Es vernetzt dabei Landwirt*innen sowohl mit Verbraucher*innen als auch mit bedürftigen Bevölkerungsgruppen.
Norwegen begegnet dem wachsenden Druck auf seine urbanen Zentren durch den innovativen Einsatz von Holz. Der nachwachsende Rohstoff erlebt heute in Anbetracht von Klimawandel und Ressourcenschwund eine wahre Renaissance.
Die Häfen von Großstädten sind nicht gerade als Quelle von Biodiversität bekannt. Zumindest in New York war das nicht immer so. Das Billion Oyster Project will aus dem Hafen der Metropole wieder ein funktionierendes Ökosystem machen – mit der Hilfe von Austern.
Alle fünf Jahre beteiligen sich Künstler*innen, Architekt*innen und Designer*innen aus Montevideo an einer künstlerisch-politischen Kampagne, die zeitgleich mit den Kommunalwahlen stattfindet. Auf Basis einer im künstlerischen Bereich verwurzelten Perspektive ruft das Projekt die Menschen zur Teilnahme auf, um neue Vorstellungen darüber zu entwickeln, wie das Leben in der Stadt aussehen kann.
In Korea gibt es zahlreiche Altbauten, die einen hohen Energieverbrauch verursachen. Durch „Green Remodeling“ werden alte, baufällige Gebäude umgebaut – für eine höhere Energieeffizienz und bessere Wohnqualität. Wie sieht eine solche Architektur der Zukunft aus?
Ausgefeilte Gebäudetechnik und Mauerdämmung gilt seit einigen Jahren als Allheilmittel, um die Kohlendioxidemissionen in der Baubranche zu senken. Doch es braucht gar nicht viel, um Häuser mit einer guten Klimabilanz zu errichten. Denn auch beim Bauen gilt: Weniger ist mehr.
In Nairobi endet Müll in den informellen Siedlungen – und ist so eng mit ihnen verflochten. Müll ist nicht nur Teil der Landschaft, er bestimmt sie. Aus anderen Teilen der Stadt hierhergebracht, sickert der Müll in den Boden, verpestet die Luft und wird so hoch aufgetürmt, dass er die Topografie verändert.
Ein Kollektiv aus Architekt*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen hat sich zusammengetan, um ein Bambusfloß in ein Labor zu verwandeln, das Citizen Science mit Bildung verbindet und die Menschen dazu einlädt, den Flüssen zuzuhören.
Die Küstenregion im Nordosten Japans wird etwa alle 40 Jahre von starken Tsunamis heimgesucht – zuletzt im März 2011. Wie führen Menschen trotz der Gegebenheiten im Einklang mit der Natur ihr Leben, wie geben sie ihre Kultur an nächste Generationen weiter?
Ausgehend von traditionellen Kenntnissen und Praktiken der Indigenen Bevölkerung hat eine Gruppe mexikanischer Wissenschaftler*innen eine alternative Lösung für die Bewahrung und Bearbeitung von Kulturgütern gefunden, die sowohl ökologisch als auch nachhaltig ist.
In der Kunstwelt geht es häufig sehr oberflächlich zu, kritisiert Kuratorin Anne-Marie Melster. Mit ihrem Kollektiv „Artport_making waves“ möchte sie inhaltlicher arbeiten und zeigen, dass Kunst, Wissenschaft und Politik sich in Sachen Klimawandel ergänzen können.
Deutschland hat den Kohleausstieg beschlossen, doch in den rheinischen Braunkohlerevieren lässt der Energiekonzern RWE weiter Wälder roden und Dörfer umsiedeln. Der Widerstand dagegen ist vielfältig: von „Ende Gelände“ bis „Triole gegen Kohle“.
In Grönland fällt Regen statt Schnee, die alpinen Gletscher werden immer kleiner. Wie wahrscheinlich ist es, dass es an den Polen bald keine Eisschilde mehr gibt und was würde das für uns bedeuten? Ein Interview mit Dr. Maria Hörhold, Glaziologin am Alfred‑Wegener‑Institut.
Angesichts der globalen Erwärmung steht das Erdöl-Zeitalter vor seinem Ende. Das haben Staaten und selbst die Ölkonzerne erkannt. Nun steht die Weltgemeinschaft vor der Aufgabe, Erdöl durch Alternativen zu ersetzen, die kein Treibhausgas freisetzen. Wie kann das gelingen?
Der Klimawandel bleibt ein globales und existenzielles Problem. Der Menschheit wird zunehmend bewusst, dass der Planet durch ihr Handeln einer akuten Gefahr ausgesetzt ist. Organisationen wie die African Cleanup Initiative in Lagos widmen sich der Sensibilisierung ihrer Gemeinschaften für den Umweltschutz.
Wie können wir nachhaltiger leben – in Zeiten von Corona und wachsenden Müllbergen? Zwei Beispiele aus Südkorea zeigen, wie Recycling und Upcycling kreativ gelingen können.
Korallenriffe sind Ökosysteme mit sehr großer Artenvielfalt, die allerdings stark gefährdet sind. Die klimaflüchtigen Superkorallen könnten zu unerwarteten Helfern werden und womöglich das Überleben der Riffe sichern.
Die gesamte Welt ist von COVID‑19 betroffen. Mexiko-Stadt wird durch die Pandemie dazu gezwungen, einen grundlegenden Wandel einzuleiten, um gut und friedlich atmen zu können, analysiert Autor Eugenio Fernández Vázquez.
Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus? Deutschland möchte bis 2038 komplett aus dem Kohleabbau aussteigen. Ein ehrgeiziges Ziel, für das noch viele Hürden überwunden werden müssen.
Gibt es objektive Fakten und helfen die uns bei der Bekämpfung des Klimawandels? Zwei Mitglieder der „Scientists for Future“ erzählen vom Umgang der Gesellschaft mit Wissenschaftler*innen und warum die nur ungern Handlungsempfehlungen geben.
Klimaschutz ist auch in der Musikszene angekommen, bei Veranstaltern ebenso wie bei den Künstler*innen selber. Aber reicht es aus, Plastikmüll auf Festivals und Konzerten zu vermeiden, wenn schon die Anreise zu einer Tournee mit großen Kohlendioxidemissionen verbunden ist?
Wir erleben bereits eine Klimakrise und „können nicht auch noch eine Krise der Natur riskieren“, sagt Aili Keskitalo, Präsidentin des Parlaments der Sámi in Norwegen. Schon seit Jahren bekämpft sie die Pläne der Regierung in Oslo, mehr Windparks zu bauen. Im Interview erklärt sie ihre Haltung.
Nicht mehr zu ernten als das, was man benötigt – das ist das Grundverständnis der Sámi. Wie passt das zusammen mit einer kapitalistischen Gesellschaft, in der die Natur immer weiter ausgebeutet wird? Susanne Hætta schreibt über die Bedrohung der Indigenen durch den Klimawandel.
Wenn von Indigenen Völkern und ihren Traditionen die Rede ist, denkt man nicht als Erstes an Rap. Doch für den Musiker Áilu Valle ist er der perfekte Weg, um den Kampf der Sámi und ihr Verhältnis zur Natur auszudrücken.
Der Schriftsteller und Denker Ailton Krenak, einer der wichtigsten Aktivisten der indigenen Bewegung Brasiliens, spricht über Ideen der Zugehörigkeit und des Widerstands im Kampf der autochthonen Bevölkerungen auf dem amerikanischen Kontinent.
Dichter*in Timimie Märak gehört zum Volk der Sámi, ist genderqueer und lesbisch. Dieses Gedicht ist eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten von Timimies Identität.
Wie fühlt es sich an, wenn man an einem Fluss aufwächst und sein Leben in Einklang mit ihm lebt? Und wie hat sich die Beziehung verändert? Die Künstlerin und Schriftstellerin Tanja Koistinen hat den Fluss während des Sommers an vielen Stellen beobachtet und einen Brief geschrieben.
Australiens Tierwelt ist einzigartig, doch viele Arten sind bedroht. Das Umsiedlungsprogramm von Australian Wildlife Conservancy (AWC) kämpft mit Erfolg um ihren Erhalt.
Sich für die Umwelt zu engagieren in einem Land, das sich durch Raubbau an seiner Bevölkerung und seinen Ressourcen auszeichnet, kann gefährlich sein. Wie ernst die Lage ist, wurde nach dem gewaltsamen Tod eines Umweltschützers und eines Journalisten im Amazonasgebiet klar. Es gibt sogar Aktivist*innen, die das Land aus Angst vor Repressalien verlassen müssen.
Freiheit – dieses unantastbare Recht für Menschen – wird immer mehr auch als unabdingbar im Umgang mit Tieren betrachtet. Der chilenische Aktivist Mauricio Serrano Palma kämpft für das Recht auf Freiheit für alle fühlenden Wesen.
Die Mehrheit der Armen in der Welt sind Frauen. Sie sind bei der Versorgung ihrer Familien weitgehend auf natürliche Ressourcen angewiesen und in vielen Regionen der Erde nicht an Entscheidungsprozessen beteiligt. Dr. Shouraseni Sen Roy zeigt auf, inwiefern Frauen überproportional von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.
Steigende Meeresspiegel sind für Inseln wie Tuvalu eine große Gefahr. Schon heute ist die Insel schweren Überschwemmungen ausgesetzt, die den Inselstaat eines Tages vollständig von der Weltkarte verschwinden lassen könnten.
Der Begriff der Freiheit bedeutete stets auch eine Vision, die in die Zukunft hineinwirken und diese gestalten will – wie wir im Zeitalter der ökologischen Krise auf erneuerte Weise zu lernen haben. Eric Grabow betrachtet die Verknüpfung von Freiheit und Nachhaltigkeit aus philosophischer Perspektive.
Viele internationale Institutionen berufen sich auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG). Aber was bedeuten die SDGs wirklich für die Arbeit vor Ort? Darüber haben wir mit Ashish Kothari geredet, Gründer der indischen Nichtregierungsorganisation Kalpavriksh.
Vor sechs Jahren haben die Vereinten Nationen die Nachhaltigkeitsziele (SDG) beschlossen, die ökologischen und sozialen Probleme sollten ganzheitlich angegangen und bekämpft werden. Politikwissenschaftler Dr. Aram Ziai hält die SDGs für gescheitert. Wie er zu diesem Schluss kommt, verrät er im Interview.
Positive Zukunftsbilder und -erzählungen sind rar, doch genau das brauchen wir, um von Polarisierung und Ohnmacht ins aktive Handeln zu kommen. Ein Appell für konstruktive Klimakommunikation.
Jedes Jahr treffen sich Vertreter*innen von Regierungen, Medien und Nichtregierungsorganisationen, um über den Klimawandel zu sprechen. 2021 gab es besonders viele Erwartungen an den Weltklimagipfel. Konnten diese erfüllt werden? Aktivist*innen Annika aus Deutschland und Arshak aus Russland teilen ihre Einschätzung.
Welche Kraft hat die Kunst beim Aufbau einer sozial und ökologisch gerechteren Welt? In diesem visuellen Essay schreibt Walmeri Ribeiro über unbändigen Extraktivismus, Ausbeutung und über das Verhältnis unserer Körper zur Natur.
Auf der gesamten Welt wird die Natur ausgebeutet, geplündert, verschmutzt. Doch wie hängt das mit dem Patriarchat und unserem Verständnis vom Menschen zusammen? Die brasilianische Künstlerin und Forscherin Mari Fraga betrachtet die Umwelt aus ökofeministischer Perspektive und findet eine Antwort auf diese Fragen.
Nicaraguas staatliche Gesetze gehören zu den fortschrittlichsten in Lateinamerika – aber in der Praxis versagen viele davon. Neunzig Prozent der Indigenen Siedlungsgebiete sind durch bewaffnete Siedler*innen bedroht. Anwältin Lottie Cunningham spricht über ihren Kampf und die humanitäre Krise in ihrem Land.
Ecuador, Amazonas-Regenwald: eine kleine Indigene Gemeinde im Interessenkonflikt mit großen Ölkonzernen. Sie kämpft mit den Waffen ihrer Vorfahren und über das Internet für den Erhalt ihres Lebensraums. Dies ist ihre Geschichte. Ein visueller Essay.
Welchen Beitrag kann die Kunst zur Nachhaltigkeitsdebatte leisten und wie lassen sich Indigene Perspektiven einbeziehen? Die Kuratorin der Online-Ausstellung „Take Me to the River“, Maya El Khalil, und ihre Assistentin Danielle Makhoul berichten im Interview über ihre wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Ausstellung.
Umweltkatastrophen sind unter anderem das Resultat eines verschwenderischen Umgangs mit den Ressourcen unserer Erde. Dabei profitieren reiche Industrieländer auch von der Ausbeutung der Entwicklungsländer, meint Autorin Petra Schönhöfer.
Die für ihre riesigen Avocado-Plantagen bekannte Region Petorca in Chile leidet unter einer enormen Dürre. Expert*innen führen den Wassermangel in der Region nicht nur auf den Klimawandel zurück.
Foto (Detail): mauritius images / Westend61 / Roman Märzinger
Viele afrikanische Länder leiden unter den gestiegenen Lebensmittelpreisen. Deshalb suchen immer mehr Menschen nach regionalen Lösungen, um der Ernährungskrise entgegenzuwirken – mit Erfolg.
Vor dem Hintergrund von Kriegen und Klimakatastrophen kommt es zu weltweiten Nahrungsmittelengpässen. Trotzdem ist eine gerechte globale Ernährung möglich – doch dafür müssen sich Produktion und Konsumverhalten ändern.
Wer sein Erspartes anlegen möchte, ohne dabei etwa fossile Energien, Kinderarbeit oder die Waffenindustrie zu unterstützen, kann sich heutzutage für eine ganze Bandbreite an nachhaltigen Anlageoptionen entscheiden. Doch wie ökologisch und ethisch sind diese wirklich, und sind sie auch rentabel?
Was macht einen gerechten Übergang aus – und was hat das mit Gender zu tun? Dinda Yura erläutert in diesem Interview, warum nachhaltiges Wirtschaften nicht ohne die Teilhabe der Arbeitnehmer*innen umgesetzt werden kann.
Mexiko hat als erstes Land in Lateinamerika ein Emissionshandelssystem eingeführt, um dadurch den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Wie funktioniert dieses umstrittene System und welche Herausforderungen müssen in diesem Zusammenhang gemeistert werden?
Wer hat Zugang zu internationalen Märkten und wie könnten diese Märkte sozial und wirtschaftlich nachhaltiger gestaltet werden? Canaan Fair Trade aus Palästina will den Markt für Olivenöl auf den Kopf stellen.
Angesichts einer eskalierenden Klimakrise haben sich viele institutionelle Anleger von ihren Kapitalanlagen in fossile Brennstoffe getrennt. Im Herbst 2021 hat sich auch Harvard dieser Bewegung angeschlossen und alle Investments des Stiftungsvermögens aus der Öl- und Gaswirtschaft zurückgezogen – was unter anderem dem unermüdlichen Einsatz der Divestment‑Aktivist*innen zu verdanken war.
Wirtschaftlich produzieren und die Umwelt schonen: Die Industrie steht zunehmend unter dem Druck, beides gleichzeitig hinbekommen zu müssen. Robert Miehe vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA erklärt, ob und wie das möglich ist.
Für einen Zulieferer deutscher Unternehmen tätig zu sein bedeutet für viele Arbeiter*innen im außereuropäischen Ausland Ausbeutung, schlechte Löhne und die Missachtung von Arbeitsrechten. Ab 2023 soll ein neues Gesetz Menschenrechtsverletzungen in deutschen Lieferketten ahnden – kann es wirklich Veränderung bringen?
Der britische Expertenrat für Klimafragen empfiehlt den Menschen in Großbritannien, ihren Fleischkonsum um 20 Prozent zu reduzieren. Die öffentlichen Kantinen fühlen sich in der Verantwortung – und wollen die Empfehlung direkt selbst umsetzen.
Greenwashing täuscht nicht nur Verbraucher*innen, sondern steht auch echter Veränderung im Weg: Öko-Versprechen wie freiwillige Zertifizierungen haben der Öffentlichkeit lange vorgegaukelt, dass die Weltwirtschaft von sich aus grüner wird. Das ist allerdings nie eingetreten. Ein Gesetz soll es nun richten.
Im Garten Huerto Roma Verde kann man das in Mexiko-Stadt herrschende Chaos und die Luftverschmutzung eine Zeit lang hinter sich lassen. Es handelt sich um ein experimentelles Gemeinschaftsprojekt, in dem in Reaktion auf das Konsumverhalten in den Mega-Städten nach nachhaltigen Lösungen gesucht wird.
Erosion, Überschwemmung, Dürre: Immer stärkere Wetterphänomene machen es der konventionellen Landwirtschaft schwer. Wie können wir Lebensmittel umweltverträglicher produzieren? In den Niederlanden wird derzeit eine mögliche Lösung getestet.
Die innovative Nutzung von urbanen Flächen für den landwirtschaftlichen Anbau bietet interessante Lösungsansätze für viele Probleme der Lebensmittelindustrie. Die Lufa Farm in Montreal hat die Idee der Dachgewächshäuser in die Tat umgesetzt und betreibt heute die größte Anlage der Welt.
Um Städte nachhaltig zu entwickeln, ist eine Strategie vonnöten, die eine Zukunft mit mehr Gleichberechtigung und Umweltverantwortung ermöglicht. Was Kreislaufwirtschaft ist und warum sie ein gangbares und notwendiges Modell für Megastädte wie Mexiko-Stadt darstellt.
Ist Technologie der Heilige Gral und die Lösung für alle unsere globalen Umweltprobleme oder ist sie Teil des Problems? Unser Autor und Spezialist für grüne Technologien, Niklas Jordan, wägt ab.
In Zeiten von Corona hat sich die Luft in Korea verbessert – doch die Müllberge wachsen. Wie kann das Land dennoch einen grünen Wandel gestalten? Ein Interview mit dem koreanischen Umweltschützer Jieon Lee.
Zahlreiche Kinofilme und Dokumentationen behandeln Umweltthemen oder rufen zu einem nachhaltigeren Lebensstil auf. Doch wie sieht es in der Branche selber aus: Wie grün ist die deutsche Filmwirtschaft?
Weltweit wachsen Städte und Metropolen, entsprechend wird dort auch mehr Trinkwasser gebraucht. Wie können Städte ihre Wasserwirtschaft nachhaltig gestalten? Wir stellen einige Ideen vor.