Videobrücke

VIDEOBRÜCKE
BERLIN – RIGA – ZAGREB – MOSKAU

Bild vom 24.11.2014 | © Bernhard Ludewig
Zwei trinationale Konferenzschaltungen zu den Goethe-Instituten in Riga, Zagreb und Moskau aus dem Zeughauskino Berlin verhandelten Nationalstaatenbildung, kulturelle Identität und Ost-West-Beziehungen

Berlin, 10. November 2014.- Hundert Jahre nach 1914 sind die Beziehungen zwischen Ost und West erneut von Spannungen gekennzeichnet. So sind die Zugehörigkeiten einzelner Staaten, Regionen und Kulturen ebenso wie das Recht auf Selbstbestimmung umstritten. Verschiedene politische und kulturelle Ordnungs- und Integrationsvorstellungen konkurrieren im postsozialistischen Raum. In einem eigens entwickelten Format, das auch die Diskussion mit dem Publikum in Russland, Lettland und Kroatien eröffnet, brachte das Goethe-Institut grenzübergreifend Experten aus den Geschichts- und Kulturwissenschaften ins Gespräch.

Die erste Schaltung Berlin – Riga – Moskau reflektierte die Entstehung neuer Nationalstaaten nach dem Untergang jener Imperien, die Europa bis zum Ersten Weltkrieg entscheidend geprägt haben. Zugleich sollten die weiteren historischen Zäsuren des 20. Jahrhunderts, die Auseinandersetzung mit dem sozialistischen Erbe sowie die historische Dimension gegenwärtiger Konflikte diskutiert werden.

Im Mittelpunkt der zweiten Schaltung Berlin – Zagreb – Moskau Identitätsbegriffs sowie die Rolle von Sprache und Medien im Prozess der nationalen Selbstfindung. Im Prozess nationaler und supranationaler Selbstfindung interessierten die Kulturdebatten zu Erinnerungspolitiken und Sprachregelungen ebenso wie die gegenseitige Wahrnehmung nach dem EU Beitritt von Kroatien, aber auch die Potentiale zivilgesellschaftlicher Beteiligung. Aus lokaler und historischer Perspektive galt das Augenmerk insbesondere auch der Zukunft der angesprochenen Gesellschaften.


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