Referenten

Sherief Gaber, Aktivist

(c) Sherif GaberSherief Gaber

„Die Befreiung und Umgestaltung von Alltagsräumen spielten eine zentrale Rolle während der ägyptischen Revolution. Jedes Medium, das behauptet revolutionär zu sein, muss dies anerkennen und seinen Platz in diesem Gefüge einnehmen. Die Herausforderung an uns besteht darin, die Stellung der Medien zu verändern – von einem Objekt individuellen Konsums hin zu einem taktischen Mittel, mit dem die Umwelt und das soziale Miteinander neu gestaltet werden können.“

Sherief Gaber wurde 1984 in Boston als Sohn ägyptischer Eltern geboren und wuchs in Memphis Tennessee auf. Er studierte Städtebau und Jura in Austin, Texas; inhaltlich beschäftigte er sich vor allem mit sozialem Wohnungsbau und kommunaler Entwicklung.

Während seiner Kindheit und frühen Jugend reiste Gaber regelmäßig nach Ägypten. Mit Beginn der Revolution kehrte er nach Kairo zurück und schloss sich Mosireen an. Das Non-Profit-Medienkollektiv dokumentierte den Protest und die Verstöße gegen soziale Gerechtigkeit während des ägyptischen Aufstands. Mosireen war für den Titel „Netizen 2013“ der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen nominiert.

Über seine Tätigkeit als Aktivist hinaus beschäftigt er sich heute mit Themen kommunaler und informeller Stadtplanung, dem Recht auf Stadt und der Erschließung öffentlicher Räume.

Links zum Thema

Fikrun wa fann: Medien

Fikrun wa fann, die Kultur-Zeitschrift des Goethe-Instituts. Texte der Ausgabe zum Thema Geschlechterrollen.

Humboldt: Protest 2.0 „Time for Revollusion“

Kulturzeitschrift für den Dialog mit Lateinamerika und der Iberischen Halbinsel – auch als E-Paper.

100 Stimmen

Hundert Video-Interviews über den Wandel in der arabischen Welt

Going Public – Über die Schwierigkeit einer öffentlichen Aussage

Kunst im öffentlichen Raum in Litauen, Belarus, Kaliningrad und Deutschland

Dossier: Zivilgesellschaft

Aktion des Projekts “Zwanzig-Forint-Operette”/ A „Húszforintos opera“ projekt akciója. Copyright: Fekete Hajnal
Was ist charakteristisch für die traditionsreiche deutsche und die erstarkende ungarische Zivilgesellschaft? Ein Überblick.