Urbane Aktionen

Urbane Aktionen
Stadt und Architektur sind niemals nur totes Gestein. Trotz festgefügter Strukturen bildet die Stadt ein Soziogeflecht aus Handlungen und Geschehnissen, aus Begegnungen und Interaktionen. Ob Audio- oder Videowalks, reisende Theaterformate oder Aktionsformen, die digitale und analoge Räume miteinander verknüpfen: KünstlerInnen erzeugen zusammen mit Bewohnern und Passanten ihre Stadt auf immer neue Weise. Kunstaktion und soziale Praxis, Flashmob und Happening, Theater, Tanz und Architektur gehen ineinander über. Es entsteht eine Vielfalt urbaner Aktionen, die sich mit der Stadt und ihren Lebenswelten auseinandersetzt.

    • GLOBAL
      We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt

      Eine Plattform, sechs Städte und dreißig Initiativen von Künstlern, Aktivisten, Designern und Bürgern, die ihre Stadt selbst machen und von den Erfahrungen der Anderen profitieren. Gemeinsam mit dem Goethe-Institut schufen Angelika Fitz und Rose Epple das urbane Netzwerk We-Traders – für lebenswertere Städte, trotz Krise. www.goethe.de/wetraders
    • MANNHEIM
      Hotel Shabbyshabby

      Das etwas andere Hotelzimmer: Das Festival Theater der Welt, Raumlaborberlin und ARTE Creative luden wahnsinnige Bastler, Architekturstudenten und Profis dazu ein, ihre Vorstellungen vom perfekten Hotelzimmer zu entwickeln und Besuchern eine völlig neue Erfahrung von Stadt zu ermöglichen. http://raumlabor.net
    • JOHANNESBURG
      Informal Studio Marlboro

      Die Bewohner des heruntergekommenen Viertels Marlboro in Johannesburg standen vor der großen Herausforderung, das Schicksal ihres Stadtteils selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam mit dem Architekturkollektiv 26'10 und Studenten entwickelten sie ein Konzept, das ihren eigenen Bedürfnissen entsprach – und nicht dem der Regierung. http://blog.goethe.de/weltstadt/plugin/tag/johannesburg
    • NEW YORK
      The High Line Park

      Der Abriss der früheren Hochbahntrasse High Line in West Manhattan galt bereits als beschlossene Sache. Doch die Nachbarn Joshua David und Robert Hammond wendeten ihr Schicksal. Durch das Spendenprojekt "Friends oft the High Line Park" konnte das 2,5 Kilometer lange Gelände in einen öffentlichen Park verwandelt werden. www.thehighline.org
    • SÃO PAOLO
      Parque Augusta

      Inmitten der 20 Millionenmetropole Sao Paolo kämpfen Kollektive und Nachbarn um den Erhalt des Stadtparks Parque Augusta – die letzte durchlässige Grünfläche des Zentrums. www.parqueaugusta.cc
    • JOHANNESBURG
      Chandelier

      Kontrovers diskutiert: In der urbanen Intervention Chandelier stolziert der südafrikanische Künstler Steven Cohen in High Heels und mit einem Leuchter behangen durch das Armenviertel Newtown in Johannesburg, das zum gleichen Zeitpunkt von den städtischen Behörden geräumt wird. www.stevenson.info
    • BERLIN
      Remote X

      50 Menschen, die sich nicht kennen, schwärmen gemeinsam in die Straßen Berlins aus. Das Einzige was sie verbindet sind Funkkopfhörer und die Tonspur, der sie lauschen, deren Anweisungen sie befolgen und die das lose Kollektiv zu einer Bewegung formiert. Stefan Kaegis Remote X ist Schnitzeljagd und urbaner Soundtrack mit einer ganz eigenen Dramaturgie. www.rimini-protokoll.de
    • MÜNCHEN
      Kreativquartier

      Was zunächst nach Konstruktion und Gentrifizierung klingt, ist aktuell der Hoffnungsträger der Münchner Kunst- und Kulturszene. Mit bezahlbaren Räumen, offenen Türen und 20,2 Hektar Fläche führt das Kreativquartier einen Paradigmenwechsel ein, der Bürger einbindet und Künstler wieder zum Bleiben einlädt.
    • DRESDEN
      THE PAST

      Constanza Macras setzt sich in ihrem Tanztheater THE PAST mit Gedächtniskunst auseinander. Ausgangspunkt ist die Stadt als konkreter geografischer Ort, als Anker für Gedächtnis, als Vorstellung und Geisteshaltung. Zerstörung und Bombardierung greifen nicht nur die Architektur an, sondern auch die Erinnerungen der Menschen. www.dorkypark.org
    • ROTTERDAM
      Luchtsingel

      390 Meter zieht sich die Holzbrücke namens Luchtsingel von der Innenstadt bis in den Norden Rotterdams und lädt damit ein, lang vergessene Ecken der Stadt zu Fuß zu erschließen. www.luchtsingel.org
    • SÃO PAOLO
      Architekturbiennale

      Wem gehört die Stadt? Bei der Architekturbiennale in São Paulo finden sich überraschende Gemeinsamkeiten zwischen der Türkei und Brasilien. www.goethe.de/saopaulo
    • MÜNCHEN
      Urban Prayers

      Ist München eine City of God? Ein Jahr recherchierte der Dramaturg Björn Bicker in den verschiedensten Glaubensgemeinschaften in München zu Religiosität in der Stadt. Das Projekt Urban Prayers führt an heilige Orte und entdeckt Positionen und Missverständnisse im Glauben. www.muenchner-kammerspiele.de
    • ANTWERPEN
      Asingeline

      Eine rote Linie durchquert die Stadt – und soll übertreten werden. Ohne Rücksicht auf Mauern und Wände, Schienen und Geschäfte bahnt sie sich ihren Weg durch den Raum. Mamaza schaffen mit ASINGLEINE wortwörtlich Verbindungen zwischen Stadtkern und Kulturstätten, Alltag und Kunst. www.mamaza.net
    • ISTANBUL
      Wem gehört die Stadt?

      Mit urbanen Megaprojekten lockt die türkische Regierung ausländische Investoren nach Istanbul. Für den Bauboom werden gewinnbringende Viertel im Stadtzentrum zu Risikogebieten erklärt, Familien müssen ihre Häuser verkaufen und an den Stadtrand umsiedeln. Der Filmbeitrag von Imre Azem setzt sich kritisch mit dieser städtischen Transformation auseinander: Wem gehört die Stadt – den Menschen oder den Investoren? www.goethe.de/urbanplaces
    • NEW YORK
      Brooklyn Navy Yard

      Die Fusion von Ideen steht im Mittelpunkt. Mit Architekten, Designern, Ingenieuren und Biologen bis hin zu Computerspezialisten wird auf dem alten Militärgelände Brooklyn Navy Yard gemeinsam an der Stadt der Zukunft, die vor allem smart und nachhaltig sein soll, gefeilt.
    • MADRID
      Campo de Cebada

      Der Campo de Cebada ist ein Ort zum Treffen, zum Gärtnern oder Musizieren. Doch vor allem ist er ein Resultat zivilen Engagements und ein Symbol für die Rückgewinnung des öffentlichen Raums in Madrid – geschaffen und geführt von Nachbarn, Organisationen und Architekten. http://elcampodecebada.org
    • MÜNCHEN
      Müllerstraße 6

      Als Gorillas verkleidete Aktivisten und Münchner Prominente dringen in das stadteigene 50er-Jahre-Haus in der Müllerstraße ein – und beginnen zu renovieren, was offiziell als unrenovierbar galt. Erneut sorgt die Goldgrund Immobilien Organisation für Aufsehen auf dem Immobilienmarkt und mischt sich da ein, wo die Interessen der Anwohner nicht gehört werden. www.goldgrund.org
    • MONTRÉAL
      The Fountain House

      Ein vertikaler Garten umhüllt das Fountain House, in dessen Mitte sich eine Quelle mit sauberem Trinkwasser verbirgt. Mitten im Kreativviertel von Montréal, zwischen Häuserblock und Geschäftsleben hat das Architektur- und Künstlerbüro raumlaborberlin in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut eine grüne Oase geschaffen, die zum Verweilen einlädt. www.raumlabor.net
    • MÜNCHEN
      Die Große Goldgrund Stadtrundfahrt

      Drei Münchner schlagen Immobilienhaie mit ihren eigenen Waffen. Unter dem Motto "wir können nur spekulieren" bietet die Goldgrund Immobilien Organisation mit Till Hofmann, Christian Ganzer und Alex Rühle eine Stadtrundfahrt für finanzielle High-Performer an und verhindert kurzerhand den Abriss eines Gründerzeithauses. www.moopmama.com
    • GLOBAL
      Walking the City

      Gehen, als Akt sich durch den Raum zu bewegen, mag uns als selbstverständlich erscheinen. Dem Künstlerduo Ligna aber keineswegs. Sie zeigen, wie uns bestimmte Orte unbewusst Handlungsanweisungen geben und verändern diese, indem sie den Körpern im Stadtraum einfach neue Impulse geben. ligna.blogspot.de
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