Der bedrohte Planet

ThuleTuvalu © HesseGreutert Film AG Dokumentarfilm
94/52 Min.
Schweiz, 2014
Matthias von Gunten



Der Ort Thule liegt an der Küste Grönlands und ist einer der am nördlichsten bewohnten Orte der Erde. Das pazifische Tuvalu ist mit etwa 10.000 Einwohnern auf 9 Atollen eines der kleinsten Länder der Erde. Die Bewohner beider Orte leben auch heute noch weitgehend traditionell von Fischfang, Jagd und ein wenig Ackerbau. Thule und Tuvalu könnten von ihren natürlichen Lebensbedingungen her nicht unterschiedlicher sein. Doch bei näherem Hinsehen zeigen sich die Gemeinsamkeiten: Die Bewohner beider Orte leben seit vielen Jahrhunderten im Gleichgewicht mit der sie umgebenden Natur. Beide Orte haben so gut wie nichts zum weltweiten Klimawandel beigetragen. Aber beide Orte sind mehr als alle anderen vom Klimawandel betroffen. Der Anstieg des Meeresspiegels und das Abschmelzen des Grönlandeises haben heute schon existenzielle Auswirkungen auf die Menschen. In Thule hat sich die Jagdsaison um ein Drittel verkürzt, viele Beutetiere bleiben aus. Auf Tuvalu führt der gestiegene Meeresspiegel zu Überschwemmungen und damit zu Landverlust und der Versalzung des Grundwassers. Beide Orte werden in wenigen Jahrzehnten von diesem Planeten verschwunden sein. Thule und Tuvalu sind Symbol für die fundamentale Ungerechtigkeit der globalen Klimafolgen: Die ärmsten Länder sind am meisten betroffen.
Der Film "ThuleTuvalu" wählt zur Annäherung an das Thema keinen didaktischen Zugang, sondern portraitiert bildstark das normale Leben in Thule und Tuvalu. Wir erleben etwa zwei Familien von Jägern und Fischern, die wie ihre Vorfahren vom Reichtum der Natur leben. Sie versuchen, Ihr Handwerk an ihre Söhne weiterzugeben - wohlwissend, dass ihre Art zu Leben zu Ende geht. Der Film verwebt geschickt die beiden unterschiedlichen geografischen Perspektiven, um zu zeigen, dass der Klimawandel diese beiden Orte am Ende der Welt auf tragische Weise verbindet. Und damit ganz neue Fragen von globaler Verantwortung aufwirft, die gerade in den industrialisierten Ländern immer noch kaum gestellt werden.

www.thuletuvalu.com/

Distribution

barnsteiner-film
Suhrfeld 6
24358 Ascheffel
Tel.: +49 (0) 4353 – 99 80 175
britta.wilkening@barnsteiner-film.de
www.barnsteiner-film.de

Planet Planet Experimentalfilm, Deutschland 2010, Björn Rühmann/Matthew Branning, 25 Min., mit: Nikolai Kinski


Ein Mann schreitet über seinen Planeten. Er erfreut sich an der heilen Welt. Doch mit jedem Tag zerstört er seine Umgebung ein bisschen mehr. Und er versteht nicht, dass der Dreck, über den er sich lauthals beklagt, sein eigener ist. Sein Weg führt ihn wieder und wieder an dieselben Orte. Bis sich der Planet eines Tages in einen Berg aus Abfall verwandelt.
In ironischem Grundton erzählt der Film eine Parabel über die menschliche Zivilisation auf der Erde. Die düster-schöne Ästhetik unterstreicht dabei die Unfähigkeit des Menschen, das eigene Verhalten zu reflektieren, geschweige denn, dafür Verantwortung zu übernehmen.

Planet

Distribution

INTERPOL+− Kreativlabor
Linienstraße 144
10115 Berlin
frans@interpol-berlin.com www.interpol-berlin.com

Armadingen Armadingen Kurzspielfilm, Deutschland 2011, Philipp Kässbohrer/Matthias Schulz/Jakob Beurle, 23 Min.


Bäuerliche Idylle im Norden Deutschlands. Walter und seine Frau leben seit Jahrzehnten mehr schlecht als recht nebeneinander her. Walter hat seiner Frau schon lange nichts mehr zu sagen. Eines Tages durchbricht eine Radiomeldung Walters missmutige Schweigsamkeit: Ein Asteroid rast auf die Erde zu und wird die Menschheit in den kommenden 24 Stunden vernichten. Nicht gewohnt, mit seiner Frau zu sprechen, verheimlicht Walter ihr die Nachricht. Und versucht, die letzten Stunden zu den schönsten ihres Lebens zu machen. Dies stellt sich als gar nicht so einfach heraus, wenn man keine Übung darin hat.
Auf sehr humorvolle Weise nimmt der Film die omnipräsenten Endzeitvorstellungen und Katastrophenszenarien aufs Korn. In der Skurrilität seiner bäuerlich-verstockten Protagonisten und deren plötzlicher Hinwendung zueinander kommen fast philosophische Fragen zum Vorschein. Sollte Liebe und Respekt unsere einzige Rettung sein? www.armadingen.de/

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Kunsthochschule für Medien Köln
Ute Dilger
Peter-Welter-Platz 2
50676 Köln
Tel.: +49-221-201890

2012 – Time for Change 2012 – Time for Change Dokumentarfilm, USA 2010, João Amorim, 86 Min.



2012 soll das Jahr des Weltuntergangs werden. Doch es könnte auch das Jahr eines neuen Aufbruchs sein. Der Journalist Daniel Pinchbeck versucht, modernes wissenschaftliches Denken mit der Weisheit traditioneller Stammeskulturen zu verbinden und daraus ein neues Leitbild für die Zukunft zu entwerfen. Ein solches Leitbild ist von Kooperation statt Wettbewerb und von Bescheidenheit statt Konsumismus geprägt. Es stellt wissenschaftlicher Logik eine neue Form von Spiritualismus zur Seite. Ein solches alternatives Paradigma ist dringend notwendig angesichts der multiplen Umwelt- und Wirtschaftskrisen, die die westliche Zivilisation an den Abgrund gebracht hat.
Der Film 2012 – TIME FOR CHANGE macht sich auf die Suche nach Elementen einer solchen neuen Sichtweise. Über Interviews mit zahlreichen modernen Künstlern und Denkern (u.a. Sting, David Lynch, Gilberto Gil, Terence MCKenna) nähert er sich einer positiven Alternative zum bestehenden Wirtschafts- und Lebensmodell. Was den Film auszeichnet ist eine Fokussierung auf die Veränderungsmöglichkeiten, die unsere momentane Krise bietet. Insofern durchzieht den Film ein Grundtenor der Hoffnung. www.2012timeforchange.com/

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Mangusta Productions
P.O. Box 70
Ojai
CA 93024
Tel.: +212-463-9503
sm@mangustaproductions.com st@mangustaproductions.com

Revansh Revansh Albanien 2010, Gentian Koçi, 13 Min.



In Albanien hat nicht nur der Kommunismus, sondern auch die Öffnung ab 1990 eine industrielle „Modernisierung“ mit sich gebracht, die die Natur und ihre Grenzen weitgehend ignoriert. Boden, Flüsse und Wälder sind Opfer des jahrzehntelangen Raubbaus. Albanien ist laut einer Weltbankstudie eines der Länder, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Trotzdem hat sich eine Tradition des Schutzes von Natur und Mitwelt bislang kaum herausgebildet. Eine Ausnahme bildet der albanische Umweltaktivist Sazan Guri. Er beklagt die zukunftsvergessene Ausbeutung von Mensch und Umwelt und fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
Der Film zeigt sein leidenschaftliches Plädoyer für ein nachhaltiges Verhältnis zur Natur. Dabei kontrastiert er die pointierte Kritik von Sazan Guri mit Bildern, die die Schönheit der albanischen Berglandschaft spiegeln, aber auch mit den bedrückenden Aufnahmen einer Realität von Müllbergen, unkontrollierter Abholzung sowie verheerenden Überschwemmungen. Der Film gewinnt besonders durch die Kürze und Konzentration eine eigene Kraft.


Distribution

Deutschzentrum Tirana
Deutsch-Albanische Kulturgesellschaft „Robert Schwartz“
Kooperationspartner Goethe-Institut
Rr. Ismail Qemali 30
Tirana
Albanien

Was wird bleiben… Was wird bleiben… Dokumentarfilm, Deutschland 2009, Knut Karger, 78 Min.

Nicht zuletzt der Klimawandel provoziert zu apokalyptischen Fantasien über das Ende der Menschheit. Aber selbst wenn man dem jüngsten Tag nicht viel abgewinnen kann, ist doch die ernsthafte Beschäftigung mit einer Zukunft ohne die Menschheit ein filmisch hoch spannendes Sujet. Knut Karger stellt in seinem essayistischen Dokumentarfilm die Frage danach, was von unserer Zivilisation bleiben könnte, wenn es diese nicht mehr gibt. Schließlich versuchen die Menschen mit aller Macht, etwas über ihren Tod hinausreichendes zu kreieren und sich damit in Erinnerung zu halten: Es werden wissenschaftliche Erkenntnisse auf Mikrofilm vergraben, Genbanken aufgebaut und Raumsonden mit Botschaften bestückt. Was steckt dahinter? Größenwahn oder im Gegenteil die Vorstellung, doch nur ein unbedeutender Teil in einem gigantischen Universum zu sein. Die Vorstellung, spurlos zu verschwinden- offenbar ist dies eine Zumutung.
Der Film reflektiert klug über die menschliche Obsession zur Unsterblichkeit und macht dies deutlich an z.T. allzu skurrilen, aber dennoch treffenden Beispielen. In einer gekonnt ästhetischen Bildsprache leitet er den Zuschauer an verschiedene Orte der (Un-)Sterblichkeit, überlässt ihm dann aber das Nachdenken selbst.

Distribution

lüthje schneider hörl
Landwehrstrasse 2
D-80336 München
Tel.: +49 (0)89 856 36 006
Fax: +49 (0)89 856 36 007
post@luethje-schneider-hoerl.de
www.luethje-schneider-hoerl.de

Wunder der Schöpfung Wunder der Schöpfung Stummfilm, Deutschland 1925, Hanns Walter Kornblum, 85 Min. bei 20 p/s Darsteller: Margarete Schön, Theodor Loos, Paul Bildt, Margarethe Schlegel, Oscar Marion, Willy Kaiser-Heyl

Ein ungemein aufwendiger Kulturfilm, produziert in den 20er Jahren, der das gesamte damalige Wissen der Menschheit über die Erde und über das Weltall darzustellen versucht. 15 Spezialeffekt-Experten und neun Kameramänner arbeiteten an dem Film, der dokumentarische Szenen und historische Dokumente, Abenteuerfilm- und Science-Fiction-Elemente miteinander verbindet. „Wunder der Schöpfung“ stellt die größte Leistung innerhalb der Kulturfilme der 20er Jahre dar. Vier renommierte Universitätsprofessoren sorgten dafür, dass der wissenschaftliche und historische Rahmen der dargestellten Ereignisse abgesichert war.
Das Symbol des Films für Fortschritt und für den Beginn einer neuen wissenschaftlichen Ära ist ein Raumschiff, das die Milchstraße durchquert und den Zuschauer unterwegs mit sämtlichen Planeten und ihren Besonderheiten vertraut macht. Der Weltuntergang wird als eine neue, unwiderlegbare wissenschaftliche Gewissheit dargestellt und beschert dem Zuschauer detailfreudige apokalyptische Szenen vom Ende der Menschheit. Den heutigen Zuschauern demonstriert dieser verblüffende Film auf anschauliche Weise, wie man sich in den 20er Jahren das Universum vorgestellt hat.
Der Film ist als Teil der Edition Filmmuseum auch im Filmarchiv des Goethe-Instituts vorhanden.
Filmbeschreibung
Online-Bestellung
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Alive AG
Von-Hünefeld-Straße 2
50829 Köln
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Tel.: +49-221-5342-0
Fax: +49-221-5342-1000
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Manufactured Landscapes Manufactured Landscapes Dokumentarfilm, Kanada 2006, Jennifer Baichwal, 90 Min.

Die wirtschaftliche Entwicklung hat in China zur Schaffung künstlicher Welten geführt, die bislang ohne Beispiel sind. Innerhalb kurzer Zeit wurden gigantische Stadtlandschaften errichtet, riesige Produktionsanlagen geschaffen, Flüsse umgeleitet, Natur abgetragen und begradigt – alles im Namen des Fortschritts. Doch Menschen scheinen in diesen Welten eher als Fremdkörper. Edward Burtynsky macht großformatige Fotos von diesen “Manufactured Landscapes”, von Wolkenkratzern, Fabriken, Steinbrüchen, Minen, Dämmen. Er präsentiert damit gleichsam eine ästhetische Bestandsaufnahme der modernen Zivilisation und seiner beschleunigten Zuspitzung im Zuge der Globalisierung. Burtynsky zeigt mit seinen Bildern eine Moderne, die den Bezug zum Menschlichen verloren hat und letztlich auf sich selbst bezogen ist. Die gleichermaßen beeindruckenden wie bedrückenden Fotographien von Zivilisationsmaterialien und –überbleibseln werfen Fragen von Ethik und Ästhetik auf, denen wir uns nicht entziehen können.
Der Film begleitet die Reise Burtynskys durch China und zeigt mit großartigen Bildern eine Ästhetik der Künstlichkeit und der Zerstörung
www.celluloid-dreams.com

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Celluloid Dreams
2 rue Turgot
75009 Paris
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Fax: +33 1 49700371
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Herança Herança Experimentalfilm, Deutschland 2008, Martin Hans Schmitt, 81 Min.

In dem nonverbalen Dokumentarfilm begibt sich der Zuschauer auf eine Fahrt durch gigantische Autobahnwelten von Afrika bis Asien. Straßenansichten, Verkehrsströme und Autobahnkreuze erzeugen eine Ästhetik der Moderne, die ebenso faszinierend wie zerstörerisch anmutet. Das Auto ist dabei Fetisch und Fortbewegungsmittel zugleich, Mobilität offenbart seine Allgegenwart. Das Archivfilmmaterial, herausdestilliert aus Industrie- und Lehrfilmen, sowie die Ambient-Musik des Sitarmeister Al Gromer Khan, bilden die Basis für ein Eintauchen in die Autobahnsphären.
Der Film wurde aus über 63 Stunden Film-/Videomaterial und 1.700 Fotos erstellt. Er versucht eine künstlerisch-experimentelle Annäherung an den modernen Mobilitätswahn und ist damit – wenn auch ein wenig zu lang geraten – von der Form her ein besonderer filmischer Zugang.

Highway World

Distribution

Martin Hans Schmitt
Albrechtstr. 24
80636 München
Deutschland
Tel./Fax: +49 89 3085456
mail@martinhansschmitt.com www.martinhansschmitt.com

Home Where is my Home? Dokumentarfilm, Frankreich 2009, Yann Arthus-Bertrand, 88 Min.


Der Film präsentiert unseren Planeten und sein zerbrechliches Gleichgewicht. Mit Bildern aus der Vogelperspektive begibt er sich auf die Reise rund um die Welt in über 50 Länder. Die Bilder zeigen sowohl Zerstörung als auch atemberaubend intakte Naturlandschaften, Wälder, Wüsten, Seen, Flüsse und Meere. Es wird deutlich: In den 200.000 Jahren seiner Existenz hat der Mensch ein Gleichgewicht gestört, das sich in 4 Milliarden Jahren entwickelt hat. Es bleiben der Menschheit kaum noch 10 Jahre, um den Trend umzukehren.
Der Film arbeitet mit einer neuartigen Aufnahmetechnik und kreiert auf diese Weise atemberaubende Bilder, die die Erde so zeigen wie sie noch nie gesehen wurde. Er führt uns vor Augen, was wir gerade zerstören, und alle Wunderwerke, die wir noch erhalten können. Mit seinen bildgewaltigen Luftaufnahmen schafft der Film neue Perspektiven auf die menschlichen Probleme.

www.home-2009.com

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GoodPlanet
1 carrefour de Longchamp
Domaine de Longchamp
75116 Paris
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Tel.: +33 1 48 42 76 02
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