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19:00–20:30 Uhr
Inklusion von LGBTI+ Personen
Podiumsgespräch|Ein deutsch-französischer Vergleich
-
Goethe-Institut Paris, Paris
- Sprache Auf Französisch
- Preis Eintritt frei
Wie jedes Jahr beginnt am 1. Juni der Pride-Monat, der an die Stonewall-Unruhen vom Juni 1969 in New York erinnert, bei denen LGBTI+-Personen (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Intersexuelle) zum ersten Mal gegen die wiederholten Polizeikontrollen, denen sie ausgesetzt waren, aufbegehrten. Diese Proteste symbolisierten den Beginn des Kampfes für die Gleichstellung von LGBTI+ Personen.
In den letzten Jahrzehnten wurden bedeutende Fortschritte erzielt, doch die vollständige Gleichstellung von LGBTI+-Personen mit dem Rest der Bevölkerung ist noch immer nicht erreicht.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion wird ein kürzlich von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) veröffentlichter Bericht vorgestellt, der untersucht, ob die verschiedenen Gesetze und politischen Maßnahmen, die für eine bessere Inklusion von LGBTI+ Personen unerlässlich sind, in Deutschland nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch in jedem der 16 Bundesländer umgesetzt werden.
Im Anschluss an die Vorstellung des Berichts findet eine Diskussion über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, bewährte Praktiken und Herausforderungen in Deutschland und Frankreich statt.
Referent*innen:
Franck Aubry (Beauftragter für den Kampf gegen Diskriminierung und Anti-LGBT+-Hass, Ministerium für Gleichheit zwischen Frauen und Männern, Vielfalt und Chancengleichheit)
Léovanie Das (Beauftragte für den Kampf gegen Anti-LGBT-Hass bei der DILCRAH)
Joël Deumier (Co-Vorsitzender von SOS Homophobie)
Florence Marcdargent (Entwicklungsbeauftragte von Trans Santé France)
Regis Schlagdenhauffen (Lehrbeauftragter an der EHESS)
Die Diskussionsrunde wird von der Spiegel-Korrespondentin Britta Sandberg moderiert.
Franck Aubry ist Beauftragter für den Kampf gegen Diskriminierung und Anti-LGBT+-Hass im Kabinett von Isabelle Lonvis-Rome, Ministerin für Gleichheit zwischen Frauen und Männern, Vielfalt und Chancengleichheit. Der ausgebildete Jurist war zuvor Referent für die Bekämpfung von Hass gegen LGBT+ und Hass im Internet bei der DILCRAH, Berater für den Kampf gegen Diskriminierung im Kabinett von Marlène Schiappa, Verantwortlicher für den Bürgerdialog in der Kommunikationsabteilung der Präsidentschaft der Republik und Kabinettschef der Staatssekretärin für Menschen mit Behinderungen, Sophie Cluzel.
Léovanie Das ist eine auf den Schutz der Grundrechte spezialisierte Juristin. Sie studierte europäisches und internationales Recht, bevor sie sich auf den Schutz von Minderheiten spezialisierte. Derzeit ist sie Referentin für den Bereich „Kampf gegen Anti-LGBT-Hass“ bei der Délégation interministérielle à la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la haine anti-LGBT (Interministerielle Delegation zur Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Anti-LGBT-Hass). Zu ihren Hauptaufgaben innerhalb der DILCRAH gehören die Begleitung von Verbänden und Behörden sowie die Vertretung Frankreichs in internationalen Gremien und Konferenzen. Léovanie Das ist Mitglied zweier Arbeitsgruppen zu den Rechten von LGBT+ Personen, eine im Europarat und die andere in der Europäischen Kommission.
Joël Deumier ist ein LGBTI-Aktivist, der sich für die Gleichberechtigung einsetzt. Nach zwei Jahren als Vorsitzender des Vereins SOS-Homophobie zwischen 2017 und 2019 übernahm er im April 2023 den Co-Vorsitz von SOS Homophobie. Joël Deumier, der am Institut d'Études Politiques in Aix-en-Provence studiert hat und von Beruf Rechtsanwalt ist, leitet zudem das Kabinett des Präsidenten der Verkehrsregulierungsbehörde.
Florence Marcdargent ist eine 56-jährige Transgender-Frau und Vater von zwei Kindern im Alter von 20 und 23 Jahren. Nach einer 30-jährigen Berufslaufbahn als Kommunikationsdirektorin, sowohl in Unternehmen, als auch in Agenturen und Körperschaften, erhielt sie 2022 ihr interuniversitäres Diplom in „Begleitung, Pflege und Gesundheit von Transgender-Personen“. Heute ist sie als Referentin beim Verein Trans Santé France zuständig für die Entwicklung des Vereins. Sie ist darüber hinaus Referentin und Ausbilderin für Sensibilisierung für Transidentität, der Geschlechtsbehauptung und Inklusion von Transidentären im beruflichen Umfeld.
Régis Schlagdenhauffen ist Dozent an der EHESS und Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie „Histoire des catégories sexuelles“ (Geschichte der sexuellen Kategorien). Seit 2004 arbeitet er zur Thematik der Gedenkstätten, die an die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocausts erinnern. Seine Doktorarbeit, die er 2009 unter der Leitung von Anne-Sophie Lamine (Universität Strasbourg) und Wofgang Kaschuba (HU Berlin) verteidigte, umfasste eine sozial-historische Analyse der Formen des Gedenkens an homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus in Westeuropa. In seinen aktuellen Forschungsarbeiten befasst er sich mit der Kategorisierung von Sexualität und Identitäten durch Institutionen, sozialen Gruppen und Individuen. Weitere Informationen zu seinen Forschungsarbeiten: http://regis-schlagdenhauffen.eu/
In den letzten Jahrzehnten wurden bedeutende Fortschritte erzielt, doch die vollständige Gleichstellung von LGBTI+-Personen mit dem Rest der Bevölkerung ist noch immer nicht erreicht.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion wird ein kürzlich von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) veröffentlichter Bericht vorgestellt, der untersucht, ob die verschiedenen Gesetze und politischen Maßnahmen, die für eine bessere Inklusion von LGBTI+ Personen unerlässlich sind, in Deutschland nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch in jedem der 16 Bundesländer umgesetzt werden.
Im Anschluss an die Vorstellung des Berichts findet eine Diskussion über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, bewährte Praktiken und Herausforderungen in Deutschland und Frankreich statt.
Referent*innen:
Franck Aubry (Beauftragter für den Kampf gegen Diskriminierung und Anti-LGBT+-Hass, Ministerium für Gleichheit zwischen Frauen und Männern, Vielfalt und Chancengleichheit)
Léovanie Das (Beauftragte für den Kampf gegen Anti-LGBT-Hass bei der DILCRAH)
Joël Deumier (Co-Vorsitzender von SOS Homophobie)
Florence Marcdargent (Entwicklungsbeauftragte von Trans Santé France)
Regis Schlagdenhauffen (Lehrbeauftragter an der EHESS)
Die Diskussionsrunde wird von der Spiegel-Korrespondentin Britta Sandberg moderiert.
Franck Aubry ist Beauftragter für den Kampf gegen Diskriminierung und Anti-LGBT+-Hass im Kabinett von Isabelle Lonvis-Rome, Ministerin für Gleichheit zwischen Frauen und Männern, Vielfalt und Chancengleichheit. Der ausgebildete Jurist war zuvor Referent für die Bekämpfung von Hass gegen LGBT+ und Hass im Internet bei der DILCRAH, Berater für den Kampf gegen Diskriminierung im Kabinett von Marlène Schiappa, Verantwortlicher für den Bürgerdialog in der Kommunikationsabteilung der Präsidentschaft der Republik und Kabinettschef der Staatssekretärin für Menschen mit Behinderungen, Sophie Cluzel.
Léovanie Das ist eine auf den Schutz der Grundrechte spezialisierte Juristin. Sie studierte europäisches und internationales Recht, bevor sie sich auf den Schutz von Minderheiten spezialisierte. Derzeit ist sie Referentin für den Bereich „Kampf gegen Anti-LGBT-Hass“ bei der Délégation interministérielle à la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la haine anti-LGBT (Interministerielle Delegation zur Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Anti-LGBT-Hass). Zu ihren Hauptaufgaben innerhalb der DILCRAH gehören die Begleitung von Verbänden und Behörden sowie die Vertretung Frankreichs in internationalen Gremien und Konferenzen. Léovanie Das ist Mitglied zweier Arbeitsgruppen zu den Rechten von LGBT+ Personen, eine im Europarat und die andere in der Europäischen Kommission.
Joël Deumier ist ein LGBTI-Aktivist, der sich für die Gleichberechtigung einsetzt. Nach zwei Jahren als Vorsitzender des Vereins SOS-Homophobie zwischen 2017 und 2019 übernahm er im April 2023 den Co-Vorsitz von SOS Homophobie. Joël Deumier, der am Institut d'Études Politiques in Aix-en-Provence studiert hat und von Beruf Rechtsanwalt ist, leitet zudem das Kabinett des Präsidenten der Verkehrsregulierungsbehörde.
Florence Marcdargent ist eine 56-jährige Transgender-Frau und Vater von zwei Kindern im Alter von 20 und 23 Jahren. Nach einer 30-jährigen Berufslaufbahn als Kommunikationsdirektorin, sowohl in Unternehmen, als auch in Agenturen und Körperschaften, erhielt sie 2022 ihr interuniversitäres Diplom in „Begleitung, Pflege und Gesundheit von Transgender-Personen“. Heute ist sie als Referentin beim Verein Trans Santé France zuständig für die Entwicklung des Vereins. Sie ist darüber hinaus Referentin und Ausbilderin für Sensibilisierung für Transidentität, der Geschlechtsbehauptung und Inklusion von Transidentären im beruflichen Umfeld.
Régis Schlagdenhauffen ist Dozent an der EHESS und Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie „Histoire des catégories sexuelles“ (Geschichte der sexuellen Kategorien). Seit 2004 arbeitet er zur Thematik der Gedenkstätten, die an die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocausts erinnern. Seine Doktorarbeit, die er 2009 unter der Leitung von Anne-Sophie Lamine (Universität Strasbourg) und Wofgang Kaschuba (HU Berlin) verteidigte, umfasste eine sozial-historische Analyse der Formen des Gedenkens an homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus in Westeuropa. In seinen aktuellen Forschungsarbeiten befasst er sich mit der Kategorisierung von Sexualität und Identitäten durch Institutionen, sozialen Gruppen und Individuen. Weitere Informationen zu seinen Forschungsarbeiten: http://regis-schlagdenhauffen.eu/
Ort
Goethe-Institut Paris
17, avenue d'Iéna
75116 Paris
Frankreich
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75116 Paris
Frankreich