Diogenes Verlag, Zürich 2003, 384 Seiten

Er heißt Hasan Kazan und kommt ziemlich cool daher, der Protagonist in Yadé Karas Debütroman Selam Berlin. Geboren ist er in Kreuzberg, und hier ist er bis zu seinem 13. Lebensjahr aufgewachsen, dann jedoch beschlossen die Eltern, ihn und seinen Bruder Ediz in Istanbul auf die deutsche Schule zu schicken. Der Vater, ein Alt-68er, ist in Berlin geblieben, die Mutter ist mit den Kindern nach Istanbul gezogen. Dort beginnt der Roman im November 1989. Während im Fernsehen über den Fall der Berliner Mauer berichtet wird, träumt Hasan auf dem Sofa der Eltern von der langbeinigen Blondine, die neu an der deutschen Schule ist. Erst langsam realisiert er, wovon in den Nachrichten berichtet wird, dann aber weiß er sofort: Da muss er hin.
Yadé Kara – Biografie
Katrin Schneider: „Buchbesprechung“
© die tageszeitung, 21.07.2003