Rayk Wieland

Ich schlage vor, dass wir uns küssen

Verlag Antje Kunstmann, München 2009, 208 Seiten

Herr W. hat eines Tages eine omniöse Einladung in der Post: Auf einer Podiumsdiskussion unbekannter Untergrunddichter soll er Auskunft geben über sein Werk, über die Unterdrückung in der DDR und über seine Erlebnisse als Staatsfeind. Zuerst glaubt er an einen schlechten Scherz. Ist er überhaupt gemeint? War er je als Dichter auffällig geworden? W. stellt Nachforschungen an und nimmt Einsicht in seine Stasi-Akte. Was für ein Fund: Tatsächlich sind hier seine lyrischen Gehversuche unter dem Titel »Mögliche Exekution des Konjunktivs« abgeheftet, dazu sämtliche Liebesbriefe– alles akribisch gegengelesen, verwegen gedeutet und als staatszersetzend-konterrevolutionäres Schrifttum eingestuft. Ein Roman über die Absurditäten der Erinnerung und über eine Liebe, wie sie nur in Zeiten der deutschen Teilung blühen konnte. Ein Buch über die Mauer, die es nie gab. Eine wahre Geschichte, die niemand für möglich gehalten hat. Nicht einmal ihr Verfasser.


Rayk Wieland - Biografie


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    1989 – 10 Mauergeschichten

    1989 – 10 Mauergeschichten
    Erzählungen von 10 großen europäischen Schriftstellern, illustriert von dem Comic-Künstler Henning Wagenbreth: ein Buch, eine Ausstellung, viele Veranstaltungen