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Künstler*innen-Residenz an der National Library of Scotland

Künstler*innen-Residenz an der National Library of Scotland

Wer: Künstler*innen mit Sitz in Deutschland oder in Frankreich, die in den Bereichen bildende Kunst, Lyrik, Sound, Medienkunst und digitale Kunst innerhalb des Themenfelds Künstliche Intelligenz arbeiten.

Sparte: Bildende Kunst, Lyrik, Sound, Medienkunst und digitale Kunst

Dauer: 5 Wochen

Ablauf der Bewerbungsfrist: 25. März 2020

Das Goethe-Institut Glasgow (GIG), die Française Glasgow (AFG) und das Institut Français d’Ecosse (IFE) arbeiten zusammen, um einen nachhaltigen Beitrag rund um das Thema Künstliche Intelligenz zu kreieren und damit zum interdisziplinären Diskurs zwischen Künstler*innen und Partnerinstitutionen beizutragen.

Das GIG, AFG und IFE laden Künstler*innen mit Sitz in Deutschland oder in Frankreich ein, sich auf ein fünfwöchiges Residenzprogramm mit der National Library of Scotland (NLS) in Edinburgh zu bewerben. Die künstlerischen Prozesse und Erarbeitungen dieser Residenz werden während der Schaffensphase in Edinburgh präsentiert. Darüber hinaus werden die Künstler*innen über die Sommermonate ihre Kunstwerke weiter entwickeln, mit der Perspektive, diese im Herbst in Schottland auszustellen. Die Künstler*innen werden außerdem die Gelegenheit bekommen, ihre Ergebnisse und Fragestellungen im Centre for Contemporary Arts in Glasgow zu präsentieren. Des Weiteren wird es die Möglichkeit geben, die Ergebnisse auf dem NEoN Digital Arts Festival, welches vom 12. bis 15. November 2020 in Dundee stattfindet, auszustellen. NEoN (North East of North) hat sich zum Ziel gesetzt, das Verständnis für und die Zugänglichkeit zu digitalen Kunstformen zu fördern und für ein hohes Niveau in der Kunstproduktion zu sorgen.

„(Auf-) Zeichnungen: KI im Archiv“

Die National Library of Scotland ist eine Präsenzbibliothek mit weltweit renommierten Sammlungen. Sie ist Schottlands größte Bibliothek und eine der wichtigsten Recherchebibliotheken Europas. Die Sammlungen reichen von seltenen historischen Dokumenten bis zu Onlinezeitschriften und decken eine große Bandbreite an Themen ab. Ein besonderer Fokus liegt auf Schottlands Literatur, Geschichte und Kultur.

In Bibliotheken und Archiven finden sich riesige Sammlungen, einschließlich einer großen Anzahl an digitalisiertem Material und sowie Datensätzen. Wie werden diese strukturiert, kategorisiert und für die Öffentlichkeit aufbereitet? Wie wird ihre Herkunft bestimmt? Was sind soziale und politische Implikationen dieser Fragen hinsichtlich Eigentum, Wissensproduktion und Zugang zu Informationen? KI-Technologien werden zunehmend bei Fragen hinsichtlich sensiblen Berichten Herkunftsforschung zu Rate gezogen. Gleichzeitig sind in Nationalbibliotheken riesige digitale Datensätze vorhanden, die in intelligente Systeme eingepflegt werden und ihnen dadurch alles, was sie „über die Welt wissen müssen“, zur Verfügung stellen können.

Wie eröffnen KI-Technologien neue Möglichkeiten, mit Bibliotheken und ihren Sammlungen zu interagieren? Welche Herausforderungen und Möglichkeiten bringt die Verwendung von KI in diesem Kontext mit sich?

Diese Residenz richtet sich an Künstler*innen, die in den Bereichen bildende Kunst, Lyrik, Sound, Medienkunst und digitale Kunst innerhalb des Themenfelds Künstliche Intelligenz arbeiten. Das besondere Interesse der Künstler*innen sollte dabei KI-Anwendungen gelten sowie ihrem Einfluss auf unsere historischen und kulturellen Erinnerungen, die in physischen Archiven und Bibliotheken bewahrt werden. Künstler*innen sollten mit den Sammlungen arbeiten, die auch unter data.nls.uk einsehbar sind.

Ziel des Programms ist es, zur Diskussion über künstliche Intelligenz und zu einem interdisziplinären Diskurs über KI-Technologien beizutragen sowie diesen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Vergütung und Unterstützung

Die Teilnahme an der Residenz ist mit 1.000 Euro dotiert. Reise- und Unterbringungskosten sowie angemessene Produktionskosten werden übernommen und ein Arbeitsplatz wird zur Verfügung gestellt. Die Residenzkünstler*innen werden außerdem mit Mentor*innen von der National Library of Scotland zusammenarbeiten.

Bewerbung

Die Bewerbungen müssen in digitaler Form bis zum 25. März 2020, 23:00 Uhr (GMT) in einem PDF-Dokument (max. 5MB) eingereicht werden:
applications@goethe.de

Bitte verwenden Sie den Betreff: „Residence NLS (Nachname)“

Die PDF-Datei soll folgende Informationen enthalten:

  1. Eine aktuelle Vita mit Kontaktdaten (Name, postalische Adresse, Telefonnummer, Emailadresse und Handynummer).
  2. Motivationsschreiben: Warum möchten Sie an der Residenz teilnehmen? Wie setzt sich Ihre künstlerische Praxis mit künstlicher Intelligenz auseinander? An welcher künstlerischen Fragestellung möchten Sie während der Residenz arbeiten? Inwieweit werden Sie in Ihrer künstlerischen Praxis davon profitieren, in einem wissenschaftlichen Kontext zu arbeiten? (max. 500 Wörter)
  3. Zusätzliches Material: Bitte fügen Sie einen Kurztext zu Ihrer künstlerischen Position sowie eine Dokumentation (Portfolio) Ihres bisherigen künstlerischen Schaffens bei (bis zu zehn klar betitelte Bilder). Zusätzlich können Sie auch bis zu drei eindeutig betitelte Hyperlinks zu Video- oder Soundaufnahmen in Ihrem PDF-Dokument einfügen.

Bewerber*innen sollten in ihrer Bewerbung deutlich machen, ob ihre Arbeit und künstlerische Produktion während der Residenz technischer oder anderer Unterstützung bedarf.

Generelle Kriterien

  • Künstler*innen werden hinsichtlich der Qualität und Originalität ihres Projektvorhabens in Hinblick auf KI-Anwendungen sowie des Beitrags ihres Vorhabens zum künstlerischen Diskurs, ihrer künstlerischen Fragestellungen sowie den vorgeschlagen Methoden und/oder Arbeitsmitteln ausgewählt.
  • Die Bewerbung ist offen für Künstler*innen mit Sitz in Deutschland oder in Frankreich.
  • Die Arbeitssprache ist Englisch.
  • Künstler*innen werden dazu ermutigt, ihren künstlerischen Prozess, in Absprache mit den Partnerorganisationen, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies könnten etwa Vorträge oder Workshops sein, auch eine Ausstellung für die breitere Öffentlichkeit in Schottland nach der Residenz ist möglich.
  • Wir freuen uns über Bewerbungen von Künstler*innen zu jedem Zeitpunkt ihrer Karrieren und werden sichergehen, dass unser Residenzprogramm offen, inklusiv und für alle gleichermaßen zugänglich ist.

Das Ziel der Auswahlkommission ist es, eine ausgewogene Auswahl zu treffen mit Hinblick auf Geschlecht, Alter, künstlerischen Inhalt, zeitgenössischen Diskursen und Medien.

Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertreter*innen

  • des Goethe-Instituts Glasgow,
  • der Alliance Française Glasgow,
  • des Institut Français d’Ecosse,
  • der National Library of Scotland,
  • des Social Brain in Action Labs sowie
  • des Centre for Contemporary Arts, Glasgow und
  • des NEoN Digital Arts Festival.
Die ausgewählten Künstler*innen werden bis zum 15. April 2020 über den Ausgang ihrer Bewerbung benachrichtigt.

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