16. Juni 2026
Goethe-Medaille 2026: Programm in Weimar und Berlin
Am 28. August 2026 wird in Weimar die Goethe-Medaille an die italienische Übersetzerin Anita Raja, den griechischen Theaterregisseur, Dramaturgen und Schauspieler Prodromos Tsinikoris und den estnischen Komponisten Arvo Pärt verliehen. Um 14 Uhr beginnt der Festakt in der Weimarhalle, bei dem Michael Pärt den Preis für seinen Vater in Empfang nehmen wird. Am gleichen Abend eröffnet Arvo Pärts Komposition „Fratres“ das gemeinsame Konzert der Staatskapelle Weimar und der STÜBAphilharmonie. Das dokumentarische Theaterstück „96%“ von Prodromos Tsinikoris wird im Rahmen des Kunstfest Weimar am 29. und 30. August in der Redoute aufgeführt.
Podiumsgespräch in Berlin: „Europa erzählen – über Grenzen hinaus“
Bereits am 26. August findet in Berlin ein Podiumsgespräch der Preisträger*innen statt unter dem Titel „Europa erzählen – über Grenzen hinaus“. Die Journalistin Shelly Kupferberg spricht mit Anita Raja und Prodromos Tsinikoris über ihre künstlerische Arbeit, biografische Grenzerfahrungen und ihr Engagement für den kulturellen Dialog. Michael Pärt, Leiter der Stiftung Arvo-Pärt-Zentrum, vertritt seinen Vater, der aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Deutschland reisen kann. Das Gespräch wird auf Deutsch geführt. Die Veranstaltung in Berlin ist ein gemeinsames Projekt von Goethe-Institut und Holtzbrinck Berlin in Kooperation mit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. (Mittwoch, 26. August, 19 Uhr. Humboldt Forum, Saal 1. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich: https://www.goethe.de/de/uun/ver.cfm?event_id=27296509 )
Christa Wolfs Spuren: Lesung und Gespräch in Weimar
Am 27. August ist im Rahmen des Kunstfest Weimar eine Lesung unter dem Titel „Christa Wolf: Von Kindheitsmuster bis August“ zu hören. Ausgangspunkt der Veranstaltung sind Christa Wolfs Roman Kindheitsmuster (1976) sowie die Erzählung August (2012), aus denen die Schauspielerin Petra Hartung unter der Regie von Beate Seidel liest. Die Preisträgerin Anita Raja, die zentrale Werke Christa Wolfs ins Italienische übersetzt hat, spricht im Anschluss mit der Literaturwissenschaftlerin Birgit Dahlke. Im Zentrum des Gesprächs stehen Rajas nuancierte Übersetzungsarbeit und die Frage, wie Christa Wolfs Schreiben jenseits Deutschlands gelesen und verstanden wird. (Donnerstag, 27. August, 18 Uhr. Studienzentrum der Anna Amalia Bibliothek. Tickets unter: https://www.goethe.de/de/uun/ver.cfm?event_id=27297264 )
Festakt in der Weimarhalle
Am 28. August verleiht die Präsidentin des Goethe-Instituts Gesche Joost die Goethe-Medaille an Arvo Pärt, Anita Raja und Prodromos Tsinikoris in einem öffentlichen Festakt in der Weimarhalle. (Freitag, 28. August, 14.00 Uhr. Weimarhalle. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich: https://www.goethe.de/de/uun/ver.cfm?event_id=27297277 )
„Fratres“ und „Die Planeten“: Orchesterabend in der Weimarhalle
Arvo Pärts Komposition „Fratres“ eröffnet das gemeinsame Programm der Staatskapelle Weimar und der STÜBAphilharmonie, das den Klangraum zwischen Spätromantik und Moderne betont. „Fratres“ schafft mit seiner reduzierten Struktur eine konzentrierte, fast zeitenthobene Atmosphäre. Im Zentrum des Abends steht Gustav Holsts Orchestersuite „Die Planeten“ (Freitag, 28. August, 19.30 Uhr. Weimarhalle. Tickets unter: https://www.goethe.de/de/uun/ver.cfm?event_id=27297291 )
„96%“ – Dokumentarisches Theater über die jüdische Geschichte Thessalonikis
Am 29. und 30. August wird im Rahmen des Kunstfests Weimar das Theaterstück „96%“ von Prodromos Tsinikoris aufgeführt. Das Stück richtet den Blick auf die fast vollständige Vernichtung der jüdischen Gemeinde von Thessaloniki während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. 96 Prozent der jüdischen Bevölkerung wurden enteignet, deportiert und ermordet.
Auf Grundlage von Archivmaterial, Zeitzeugnissen und persönlichen Recherchen untersucht „96%“, wie Erinnerung bewahrt, überlagert oder verdrängt wird, und wie sich historische Gewalt bis heute in den Stadtraum einschreibt. Prodromos Tsinikoris führt Regie und steht selbst auf der Bühne. (Freitag 29. und Samstag, 30. August, 20 Uhr. Redoute. Tickets unter: https://www.goethe.de/de/uun/ver.cfm?event_id=27297392 )
Das künstlerische und diskursive Rahmenprogramm zur Goethe-Medaille in Weimar entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kunstfest Weimar. Holtzbrinck unterstützt das Kulturprogramm der Goethe-Medaille 2026.
Weitere Informationen zur Goethe-Medaille, Biografien der Preisträger*innen sowie eine Aufstellung der bisher Geehrten finden Sie unter: www.goethe.de/goethe-medaille
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